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Ein Wasserrad für die Gewerbeschule

Seit 2004 ergänzt ein Wasserrad den Energiepark der Richard-Fehrenbach und Walter-Rathenau-Gewerbeschulen. Neben dem Solarturm, der geothermischen und der kleinen Windkraftanlage demonstriert das Rad mit seinen zwölf Kilowatt Leistung auch der Öffentlichkeit wie vielfältig regenerative Energien sind. Die Schüler waren von Anfang an in das Vorhaben miteinbezogen. Angehende Meister und Techniker planten, maßen und berechneten, halfen beim Bau und werteten anschließend die Messdaten aus. Mit dem Wasserrad stärkten die Gewerbeschulen ihr praxisorientiertes Profil, das die Schüler zu kompetenten Handwerkern für regenerative Energien ausbildet. Wegen eines Lecks im Kanal, der zum Wasserrad führt, steht die Anlage jedoch im Moment still.

Das Wasserrad ergänzt den innovativen Ansatz, mit dem die Gewerbeschulen moderne Technologien vermitteln: Im Heizungskeller und zugehörigen Schulungsraum, ebenfalls eingerichtet mit Unterstützung des Innovationsfonds, lernen die Schüler am praktischen Beispiel wie eine Brennstoffzelle

Projektdaten

Projektnummer 2002-09
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule
Laufzeit Dezember 2002 bis Dezember 2003
Zuschuss 138.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Biodiversität und regenerative Energie am Kahlenberg
Ringsheim

Biomasse aus der Landschaftspflege

Unterstützt vom Innovationsfonds, hat sich die Deponie Kahlenberg große Mengen an Grünschnitt an. Diese Biomasse aus der Landschaftspflege bleibt trotz einiger Pilotprojekte, beispielsweise in Bad Säckingen, oft noch ungenutzt. Als nachwachsender regionaler Rohstoff bietet diese Biomasse jedoch ein zusätzliches Potential zur nachhaltigen und klimafreundlichen Energieerzeugung. Das Zentrum Kahlenberg erstellt nun ein Konzept, in dem für verschiedene Grünflächen durch eine auf Artenvielfalt orientierte Landschaftspflege die Biodiversität verbessert, die dabei gewonnene Biomasse optimal geerntet, gelagert und in einem Biomassekessel verbrannt wird. Dabei trocknen die Betreiber die Biomasse konventionell (Trockenhalmgut) und verbrennen sie bedarfsgerecht in einer Anlage mit einer Leistung von 300 kW thermisch. Die erzeugte Wärme wird ins Ringsheimer Fernwärmenetz eingespeist. Durch moderne Filter und eine speziell an die Brennstoffeigenschaften angepasste Brennkesseltechnik liegen die Schadstoffemissionen deutlich unter den Grenzwerten. Anders als beim Vergasen von Biomasse, muss der Kessel nicht ständig laufen und kann den trockenen Brennstoff je nach Bedarf verfeuern. Die Verantwortlichen optimieren die Biodiversität von Grünflächen, verbessern Filter, Verbrennung und Lagerung der Biobrennstoffe und analysieren außerdem, wie sich der Mahdzeitpunkt auf die Brennstoffeigenschaften auswirken. In Zukunft kann Energie aus Biomasse die Energie aus der Deponiegasverwertung ersetzen, die in Zukunft durch die schwindenden Deponiegasmengen in immer kleineren Mengen anfällt. Das Projekt zeigt so innovative Wege auf, um Artenreichtum in heimischen Kulturlandschaften zu erhalten und zu erweitern, sowie nachhaltige Biomasse zu produzieren und hochwertig zu verwerten, ohne in Landwirtschaft oder Siedlungsplanung einzugreifen. Einen ergänzenden Überblick erhalten Sie durch die im Projekt entstandenen Infotafel (JPG, 1.5MB) .