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Energie sparen mit Prima Klima

Richtiges Verhalten senkt den Energieverbrauch um etwa ein Zehntel. ‚Prima Klima’ zeigt, wie jeder Einzelne Energie und Wasser sparen kann. Die Freiburger econzept Energieplanung GmbH führte dabei mit Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen Mitmachaktionen durch. Der Förderverein Energie- und Solar-Agentur Regio Freiburg (fesa) beispielsweise bot seinen Mitgliedern Seminare, Themenabende und Besichtigungen zu den Themen Strom, Heizen und Mobilität an. Außerdem konnten die Mitglieder sich auf der extra eingerichteten Internetseite informieren, ihren Verbrauch analysieren und sich mit anderen austauschen. In Grenzach-Wyhlen ergänzte ‚Prima Klima’ das von econzept erstellte Energiekonzept und sensibilisierte die Bürger so zusätzlich. Die dortigen Vereine ernannten Energiebeauftragte, Schulen veranstalteten Energiesparwochen oder gründeten Solar- und Energie AGs. Kirchengemeinden im Bereich Breisgau-Schwarzwald-Baar verwendeten in ihren Kirchen über einen längeren Zeitraum ein spezielles, einfach zu bedienendes Set, um Temperatur und Feuchtigkeit aufzeichnen. So können sie in Zukunft energieeffizienter lüften und heizen. Weil in etwa der Hälfte der Kirchen das Raumklima ungünstig für Inventar und Orgeln ist, starteten die Kirchengemeinden das Nachfolgeprojekt ‚Prima Klima in Kirchen’ und zeigten so, was einfache Aktionen langfristig verändern können.

Projektdaten

Projektnummer 2002-03
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger econzept Energieplanung GmbH
Laufzeit Januar 2003 bis Dezember 2005
Zuschuss 131.500

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Kunst zu leben - nachhaltige Lebensstile
Freiburg

Veranstaltungsreihe über nachhaltige Lebensstile

Umweltprojekte haben gewöhnlich einen stark praxisorientierten, klar abgesteckten Umfang. Sie zielen beispielsweise darauf, Kindern regenerative Energie zu erklären, den Prototyp eines BHKWs zu testen oder Handwerker in alternativen Heiz- oder Kühltechniken auszubilden. Anders die Veranstaltungsreihe ‚Nachhaltigkeit als Lebenskunst’, bei der die Stadt Freiburg sowie die katholische und evangelische Kirche einmal mehr demonstrieren, wie grundlegend wichtig ihnen Umweltschutz ist. Der Leitgedanke der Kooperation ist es, die Menschen dazu anzuregen, über ihren Lebensstil nachzudenken und sich für ethisch vertretbare, umweltfreundliche Alternativen zu entscheiden. Mit einem bewussteren Lebenswandel tragen sie dazu bei, die Umwelt nachhaltig für künftige Generationen zu erhalten. Zeit, Lebensmittel, Raum und Generationen waren die ersten drei Themenbereiche, denen bisher jeweils eine Projektwoche gewidmet war. Führungen durch Münster und Altstadt, Veranstaltungen im Planetarium oder Waldspaziergänge zum Thema Wildnis und Zivilisation regten dazu an, das eigene Verhalten zu überdenken und an nachhaltigen Kriterien auszurichten. Praktisch erlebbar und emotional ansprechend präsentiert erreichten die Themen auch Menschen, die sich sonst nur wenig mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen. Indem es mit verschiedenen Veranstaltungen die kulturelle Grundlage für nachhaltiges Handeln fördert, trägt das Projekt auch zum Erfolg alternativer Energien bei, die wesentlich für die künftige Lebensqualität der Region verantwortlich ist. Nach diesem Vorbild können auch andernorts können Städte und Kirchen den Menschen helfen, sich an einem nachhaltigen Lebensstil zu orientieren.

Audio-visuelle nutzerorientierte Gebäude- Information zur individuellen Bedienung der Gebäude-technik und zum energieeffizienten und komfortablen Nutzerverhalten am Arbeitsplatz (AnubI)
Offenburg

Erklärt mit Bild – Energieeffizienz im Büro

Eine ausgeklügelte Gebäudeleittechnik kann wesentlich dazu beitragen, Wärme und Strom zu sparen. Nutzerfehler reduzieren diesen Einspareffekt jedoch oft. Dies trifft besonders bei Bürogebäuden mit vielen Nutzern und verschiedenen Anforderungen zu. Viele Mitarbeiter wissen gar nicht genau, welche Technologie in ihrem Gebäude zur Anwendung kommt und lüften und heizen nach Gewohnheit. In Offenburg stehen den Mitarbeitern in einigen städtischen Gebäuden deshalb bald kurze, über QR-Code aufrufbare Videos zur Verfügung, die an verschiedenen Stellen im Gebäude die Haustechnik und ihre optimale Bedienung erklären. Die Videos zeigen, wie Heizung, Lüftung, Klimatisierung oder Beleuchtung möglichst energieeffizient laufen, ohne dass der Komfort beeinträchtigt wird. Für das Projekt arbeitet die Stadt mit der Hochschule Offenburg zusammen, wo Studierende der Studiengängen Energiesystemtechnik sowie Mediengestaltung und Produktion die Erklärvideos in Projektarbeit planen und produzieren. Stadt und Hochschule loben dafür einen Wettbewerb aus, der die besten Videos prämiert und der Öffentlichkeit vorstellt. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen erwerben die Studenten interdisziplinäre Kenntnisse und lernen, ihre Fähigkeiten praxisnah einzusetzen. Das Projekt konzentriert sich auf öffentliche Bürogebäude, die Videos und Ergebnisse lassen sich aber auch auf andere Bürogebäude und Nutzergruppen übertragen. Zum Projektabschluss veröffentlichen die Partner deshalb einen Leitfaden für die Produktion von Erklärfilmen zur optimalen Nutzung energieeffizienter Gebäudetechnik. Die bislang erstellten Erklärfilme, sowie weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf der Webseite von KLONG K lima- L ehrfilme aus O ffenburg zu N utzerverhalten und G ebäudetechnik.

Regionale Bau- und Sanierungsinitiative in der Ortenau
Offenburg

Effizientere Sanierungen in der Ortenau

In der Ortenau stehen etwa 95.000 Wohngebäude, die Hälfte davon erbaut vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1978. Weil Gebäude etwa ein Drittel der Energie in Deutschland verbrauchen, lohnt es sich finanziell und fürs Klima diese energetisch zu sanieren. Dabei stehen viele Hausbesitzer jedoch vor großen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Sie haben weder die Zeit noch das Fachwissen, um den ständig wachsenden Markt an Technologien, Anbietern und Förderprogrammen zu überblicken. Um Hausbesitzer besser zu informieren und Anbieter zu vernetzen, gründete die Ortenauer Energieagentur eine regionale Bau- und Sanierungsinitiative. Als Ansprechstelle informiert die Initiative die Bauherren über mögliche Szenarien und Technologien und vernetzt Handwerker, Architekten und Energieberater. Weiterhin erarbeitete die Initiative Qualitätsstandards, um das Angebot in Aus- und Weiterbildung, Technologie, Handwerk und Planung zu vereinheitlichen und zu optimieren. Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Die Planungsphase und die Konzepterstellung waren dabei Inhalt des Innovationsfonds-Projektes. Von der Initiative profitieren letztlich alle: Die Hausbesitzer durch verbesserte Standards und niedrigere Kosten und Energieverbräuche, Handwerker und Architekten durch mehr Aufträge und Planungssicherheit und die gesamte Branche durch höhere Qualitätsstandards. Die Initiative schaffte so Anreize, mehr Häuser effizient und kostengünstig zu sanieren und damit noch mehr Energie und Emissionen einzusparen.