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Energiesparen mit verwaltungsinternem Intracting

Wie andere Contractingmethoden zielt Intracting darauf ab, weniger Energie zu verbrauchen ohne den Haushalt mit Investitionskosten zu belasten. Wie der Name, abgeleitet von ‚stadtinternem Contracting’ andeutet, vergeben die Kommunen dabei aber keine Verträge nach außen. Stattdessen richten sie einen speziellen Finanztopf ein, der zukünftige Umweltschutzmaßnahmen mit dem finanziert, was vorherige Projekte an Energiekosten einsparten. Nach einer Anschubfinanzierung trägt sich Intracting deshalb selbst.

Die Stadt Lörrach erprobte das Konzept von 2001 an für fünf Jahre. Im Rahmen des Intractings sanierte sie unter anderem die Heizanlagen verschiedener Schulen und maß dort, ob die Maßnahmen tatsächlich so viel einsparen wie errechnet. Die Prognose erwies sich dabei als schwierig, weil sich beispielsweise schlecht vorhersagen lässt, wie sich die Nutzer verhalten. Trotzdem erreichte das Lörracher Projekt die Sollwerte, unter anderem auch wegen der steigenden Energiepreise. Die Stadt ist damit Vorbild für andere mittelgroße Kommunen, wobei sich Intracting wegen der begrenzten Mittel vor allem für kleinere und mittlere Vorhaben eignet.

Das Projekt ist abgeschlossen nähere Informationen liefert der Abschlussbericht. (PDF, 339KB) (PDF 347,9 kB)

Projektdaten

Projektnummer 2001-09
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Stadt Lörrach
Laufzeit Juli 2001 bis 2006
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Versickerung von Regenwasser im Vauban
Freiburg

Funktioniert die Regenwasserversickerung wie geplant?

Weil mehr und mehr Flächen bebaut oder mit Beton versiegelt sind, versickert in den Großstädten Regenwasser immer schlechter ins Grundwasser. Die Kapazitäten des Kanalsystems sind oft begrenzt und deswegen bei Starkregen überlastet. Darüber hinaus schwemmt der Regen Schadstoffe in die Gewässer. Während man davon ausgeht, dass städtische Grünflächen, Bäume oder begrünte Dächer das Problem mildern, fehlen noch statistische Daten, die das erforschen. Im Freiburger Stadtteil Vauban untersuchte das Institut für Hydrologie der Universität Freiburg diese Zusammenhänge. Als junger Stadtteil ist das Vauban besonders gut dafür geeignet zu überprüfen, inwieweit die Stadtplaner tatsächlich vorhersagen konnten, wie der Regen abfließt. Weil der undurchlässige Lehmboden Wasser schlecht aufnimmt, entschieden sich die Planer damals dafür, Regenwasser weitgehend über Pflasterrinnen und Sammelgräben abzuleiten. Anders als herkömmliche Methoden arbeiten die Freiburger Hydrologen nicht nur mit Computermodellen, sondern stellen selbst umfassende Messreihen an, die in dieser Kombination bisher einzigartig sind. Sie untersuchen, wie viel Regen fällt, abfließt und verdunstet, wie viel Wasser Grünflächen aufnehmen können und ob bewaldete Flächen mehr Wasser speichern. Luftbilder geben Auskunft darüber, wie viele begrünte Dächer überhaupt vorhanden sind. Nach Projektabschluss steht das Simulationswerkzeug FReWaB (Freiburger Regen Wasser Bewirtschaftung) Gemeinden, Behörden und andere Interessierten zur Verfügung. Das Model ermöglicht die Abschätzung der Effekte von Regenwasserbewirtschaftung auf die Wasserbilanz eines spezifischen Standortes oder Grundstückes.. Das Modell sowie weiterführende Informationen finden Sie unter der Webseite des Instituts für Hydrologie der Universität Freiburg. Einige der während des Projektes angelegten Messstellen (einen Übersichtsplan (PDF, 1.5MB) finden Sie hier