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Erklärt mit Bild – Energieeffizienz im Büro

Eine ausgeklügelte Gebäudeleittechnik kann wesentlich dazu beitragen, Wärme und Strom zu sparen. Andwenderfehler reduzieren diesen Einspareffekt jedoch oft. Dies trifft besonders bei Bürogebäuden mit vielen Anwendern und verschiedenen Anforderungen zu. Viele Mitarbeiter wissen gar nicht genau, welche Technologie in ihrem Gebäude zur Anwendung kommt und lüften und heizen nach Gewohnheit. In Offenburg stehen den Mitarbeitern in einigen städtischen Gebäuden deshalb kurze, über QR-Code aufrufbare Videos zur Verfügung, die an verschiedenen Stellen im Gebäude die Haustechnik und ihre optimale Bedienung erklären. Die Videos zeigen, wie Heizung, Lüftung, Klimatisierung oder Beleuchtung möglichst energieeffizient laufen, ohne dass der Komfort beeinträchtigt wird.

Für das Projekt arbeiteten die Stadt mit der Hochschule Offenburg zusammen, wo Studierende der Studiengängen Energiesystemtechnik sowie Mediengestaltung und Produktion die Erklärvideos in Projektarbeit planten und produzierten. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen konnten die Studenten interdisziplinäre Kenntnisse erwerben und lernen, ihre Fähigkeiten praxisnah einzusetzen. Das Projekt konzentrierte sich auf öffentliche Bürogebäude, die Videos und Ergebnisse lassen sich aber auch auf andere Bürogebäude und Anwendergruppen übertragen. Zum Projektabschluss veröffentlichten die Partner deshalb einen Leitfaden für die Produktion von Erklärfilmen zur optimalen Nutzung energieeffizienter Gebäudetechnik. Die bislang erstellten Erklärfilme, sowie weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf der Webseite von KLONG Klima-Lehrfilme aus Offenburg zu Nutzerverhalten und Gebäudetechnik.

Darstellung drei wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt:

  • Gebäudenutzer und selbst Interessierte im Bereich der Gebäude- und Energietechnik wissen oft nicht genau, wie gebäudetechnische Anlagen bedient werden können bzw. sollen.
  • Verständnis für den bedarfsgerechten und energieeffizienten Betrieb von Heizen / Kühlen / Lüften / Beleuchten gelingt dann gut, wenn die Informationen an die Nutzer ganz konkret vor Ort, also am Gerät, am Schalter bzw. an der Bedienung gegeben werden. QR-Codes haben sich dafür bewährt.
  • Das Format „Erklärvideo“ eignet sich sehr gut, um auch komplexe Sachverhalte zu erläutern. Dabei muss die Informationsdichte allerdings deutlich reduziert werden. Kurze Spielfilmsequenzen laden zum Hinsehen (und im besten Fall zum Nachdenken) ein.

Projektdaten

Projektnummer 2018-02
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Stadt Offenburg
Laufzeit April 2018 bis März 2021
Zuschuss 129.600 €

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Die Erdkinder von ANGELL auf dem Bauernhof
Freiburg

Ein Jahr auf dem Bauernhof

Landwirtschaft gehört kaum noch zur unmittelbaren Erfahrungswelt der meisten Kinder. Was für Dorfkinder selbstverständlich ist, lernen ihre Altersgenossen aus der Stadt höchstens noch aus Büchern. Das Wissen darum, wo Schnitzel, Brot und Gemüse herkommen, ist jedoch grundlegend um Wirtschaft oder Klima zu verstehen. 7.-Klässler der Angell-Schulen lernten deshalb den landwirtschaftlichen Jahreslauf auf dem Freiburger Kunzenhof kennen. Das beginnt schon im Unterricht, wo Biologie, Erdkunde oder Physik behandeln, wie man Nahrung, Energie oder Fasern für Kleidung herstellt. In Gruppen von je zehn Schülern erlebten die Kindern dann in sieben übers Jahr verteilten Terminen die Arbeit auf dem Hof. Im Herbst beispielsweise stand die Produktion von Apfelsaft auf dem Programm, im Frühling lernten die Kinder Holz als nachwachsenden Rohstoff kennen und im Mai halfen sie mit Heu zu ernten und die Wiesen zu pflegen. Exkursionen zu anderen Höfen, Molkereien, Wind- oder Wasserkraftwerken und Spinnereien erweiterten ebenfalls das Wissen der Schüler. Damit sich der Austausch mit dem Hof nach einigen Jahren selbst tragen kann, entwickelte die Schule außerdem Finanzierungskonzepte. So können die Schüler ihre Produkte beispielsweise vermarkten oder auf Schulfesten für das Catering sorgen. Das Projekt erzog die Kinder zu mündigen Konsumenten, die bewusst und respektvoll mit landwirtschaftlichen Produkten umgehen. Als Teil eines europaweiten Netzwerks von 20.000 Montessorischulen präsentierten die Angell-Schulen ihr Konzept auf Workshops und sind so Vorbild für andere Bildungseinrichtungen.