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Evaluation zentraler Wasserenthärtung

Hartes, stark kalkhaltiges Trinkwasser ist ungünstig für Verbraucher und Wasserversorger: Der Kalk lagert sich in Rohren und Geräten ab und senkt die Waschkraft von Tensiden, so dass die Haushalte mehr Waschmittel verbrauchen. Außerdem löst kalkreiches Wasser stärker Kupfer und Zink aus den Rohren. Die Nachfrage nach weichem Trinkwasser bei den Verbrauchern ist groß. Obwohl kostspielig, haben sich viele Haushalte bereits Wasserentkalker angeschafft.

Am Beispiel der Gemeinde Eichstetten untersuchte das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung deshalb, welche wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile es mit sich bringt, das Wasser gleich im Wasserwerk zu enthärten. Mit bis zu einem Viertel niedrigeren Werten schneidet das zentrale Verfahren bei den Kupferwerten klar besser ab. Es verbraucht sogar etwas weniger Energie als die vielen Kleingeräte der einzelnen Haushalte. Auch wirtschaftlich ist die zentrale Methode weitgehend kostenneutral für Verbraucher und Kommunen. Zwar fallen Investitionskosten für die zentrale Anlage an, dafür müssen die Verbraucher keine eigenen Entkalker mehr kaufen und sind bereit, für zentral enthärtetes Wasser mehr zu bezahlen. Auch andere Haushaltsgeräte halten länger, wenn der Kalkgehalt niedrig ist. Obwohl manche der getesteten Verfahren mehr Personal verlangen, rechtfertigen die Vorteile somit den zusätzlichen Aufwand.

Projektdaten

Projektnummer 2002-07
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Fraunhofer ISI
Laufzeit Nov. 2002 bis Okt. 2003
Zuschuss 83.730

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Machbarkeitsstudie und Realisierungskonzept einer Wasserkraftanlage in historischem/denkmalpflegrischem Umfeld
Freiburg

Wasserkraftanlage Schwabentorwehr

Zahlreiche Anlagen in Freiburg erzeugen bereits umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft. Während das Potential für herkömmliche Anlagen jedoch weitgehend ausgeschöpft ist, lassen sich mit innovativen Ansätzen auch schwierigere Standorte für die Wasserkraft erschließen. In diese Kategorie fällt beispielsweise das Schwabentorwehr. Das historische Wehr unterhalb der Greiffeneckbrücke steht unter Denkmalschutz, so dass Standardlösungen dort nicht in Frage kommen. Die Lage an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt macht Bauarbeiten schwierig, weiterhin müssen die Planer auch Rücksicht auf den Fuß- und Radweg entlang der Dreisam nehmen. Eine Anlage im mehrstufigen Wehr mit einer Höhendifferenz von 2,5 Metern darf außerdem nicht zu laut sein, um Anwohner und Spaziergänger nicht zu stören. Eine Wasserkraftschnecke wie am Sandfang beispielsweise wäre in der Innenstadt zu laut. Im Auftrag der Stadt Freiburg untersuchte deshalb ein interdisziplinäres Expertenteam, ob eine Anlage am Schwabentorwehr machbar und wirtschaftlich ist. Die Studie, die der Inhalt des Innovationsfondsprojektes ist, berücksichtigt unter anderem den Denkmalschutz, die beengte Lage in der Innenstadt, das Stadtbild und ökologische Aspekte wie den Fischaufstieg. Auch falls am Standort letztendlich keine Anlage entsteht, können andere Kommunen die Studienergebnisse für ähnlich schwierige Verhältnisse im historischen Innenstadtbereich nutzen.