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Flexibles Steuerungssystem für den dezentralen Strommarkt

Im konventionellen Strommarkt stellten große Kohle- oder Atomkraftwerke dem Markt durchgängig und relativ schwankungsfrei Energie zur Verfügung. Durch die Energiewende speisen immer mehr große und kleine dezentrale Erzeuger Strom aus erneuerbaren Energien in stark schwankenden Mengen ins Netz ein. Das lässt auch Preisschwankungen höher ausfallen und stellt Energieversorger und Energiemarkt vor große Herausforderungen, denn sie müssen eine sichere und zuverlässige Versorgung garantieren.

Zusammen mit dem Fraunhofer ISE erforschen Experten der badenova, wie sich der ohnehin schon sehr komplexe Strommarkt durch eine flexiblere Steuerung von Produktion und Nachfrage optimieren lässt. Sie entwickeln hierfür ein IT-System, mit dem sie die Fahrweise der eigenen KWK- und EEG-Anlagen einzeln bedarfsgerecht und marktorientiert steuern können, um so Energieversorgung und Wertschöpfung zu optimieren. Aus Variablen wie Wetterdaten, Preisprognosen, Steuerungs- und Überwachungsdaten berechnet das System einen optimierten Fahrplan, der wiederum in andere Systeme integriert werden kann. Im Erfolgsfall können auch andere Unternehmen das Steuerungssystem nutzen, und so dazu beitragen, Energie aus erneuerbaren Quellen noch effizienter zu machen.

Projektdaten

Projektnummer 2017-06
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger badenova AG & Co. KG
Laufzeit Januar 2017 bis Dezember 2019
Zuschuss 116.765 €

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Innovatives Fahrradverleihsystem in Offenburg
Offenburg

Innovatives Fahrradverleihsystem

„Kopf an: Motor aus. Für null CO2 auf Kurzstrecken.“ Mit dem Motto der bundesweiten Kampagne wirbt die Stadt Offenburg für ihr nachhaltiges Verkehrskonzept. Um die Lebensqualität zu verbessern und das Klima zu schonen, engagiert sich die Stadt schon lange dafür, ihre Straßen radfreundlicher zu machen und den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Mit Erfolg: Bereits über die Hälfte der Wege legen Pendler, Touristen und Einwohner innerhalb Offenburgs mit Bus, Fahrrad oder zu Fuß zurück. Um den Anteil des Radverkehrs weiter zu erhöhen, plante die Stadt ein innovatives Leihsystem. Während deutschlandweit schon etliche Großstädte ihren Bürgern und Besuchern Leihräder anbieten, ist dieser Service in mittelgroßen Städten wie Offenburg noch selten. Auch dass Stammkunden des Tarifverbundes Ortenau die Fahrräder im ersten Jahr umsonst nutzen konnten, zeichnet das Offenburger Projekt aus.Das Leihsystem ist unkompliziert: Die 85 Leihfahrräder stehen am Hauptbahnhof und in einem Umkreis von drei Kilometern an benutzerfreundlichen Stationen. Über einen berührungsempfindlichen Bildschirm registrieren sich die Nutzer und können ihre Daten verwalten. Auch über das Handy kann man seit Juli 2010 auf das System zugreifen. Ein Netzwerk von Partnern sorgt dafür, dass der Verleih reibungslos funktioniert. Als Schnittstelle zwischen Radverleih und öffentlichen Nahverkehr koordinierte der Tarifverbund Ortenau (TGO) das Projekt. Die Firma nextbike, die schon in zahlreichen deutschen und österreichischen Städten ein erfolgreiches Radleihsystem betreibt, stellte die Räder bereit und wickelte die Logistik ab. Eine Offenburger Firma führt die Räder an die verschiedenen Standorte zurück, während das Notfalltelefon der städtischen Betriebe Störungsmeldungen entgegen nimmt und weiterleitet. Zur Zielgruppe gehören zum einen die 6.000 Kunden, die den öffentlichen Nahverkehr in Offenburg bereits täglich nutzen. Besonders für die 2.600 Berufspendler mit Jobticket, für ausländische Studenten oder Touristen ist das Angebot interessant. Gleichzeitig hofft die Stadt, auch Neukunden dazu zu bewegen, das Auto stehen zu lassen und auf Bus, Bahn und Fahrrad umzusteigen. Mit Plakaten, Flyern und im Internet machte die Stadt ihr Leihsystem bekannt. Eine Anzeigetafel, die via Netzwerkverbindung mit den Ausleihstationen verbunden ist, zeigt außerdem an, wie viel CO2 gegenüber einer Fahrt mit dem Auto eingespart wird.

Waldhaus Freiburg
Freiburg

Informations- und Bildungszentrum zum Thema Holz

Freiburgs Selbstverständnis als grüne Stadt lässt sich auch wortwörtlich verstehen, denn die Stadtgrenzen umschließen im europäischen Vergleich besonders viele Waldflächen. Schon früh hat die Stadt begonnen, ihre Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und diesen Ansatz aktiv nach außen zu vermitteln. Mit dem Waldhaus eröffnete das Freiburger Forstamt 2008 schließlich ein beispielhaftes Erlebnis- und Informationszentrum, das Diskussionen anstößt über die Rolle des Waldes als Naherholungsgebiet, Lebensraum und Rohstofflager. Für Schüler, Fachleute aber auch für interessierte Touristen, bietet das von einer Stiftung getragene Zentrum Ausstellungen oder Aktionstage zu Themen wie ‚Wald und Wasser’ oder ‚Waldnutzung und Holzverwendung als Beitrag zum Klimaschutz’. Das erlebnispädagogische Konzept, das die Besucher aktiv mit einbezieht, sorgt dafür, dass sie ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie der Mensch mit dem Ökosystem Wald verbunden ist. Außerdem vernetzt das Projekt neben Forstwissenschaftlern, Förstern oder Pächtern alle Beteiligen aus Politik und Medien, die sich mit dem Thema Wald auseinandersetzen. Das Gebäude selbst demonstriert, wie vielfältig der Rohstoff Holz ist. In allen Bereichen verwendeten Handwerker und Architekten dort verschiedene Holzmaterialien, um das Waldhaus zu dämmen, zu bauen oder zu heizen. Für den mittlerweile verwirklichten Erweiterungsbau, eine Holzwerkstatt, arbeitet das Waldhaus mit Gewerbeschulen zusammen. Angeleitet von Fachlehrern erlernen Schüler mit traditionellem Werkzeug die Eigenschaften von frisch geschnittenem Holz kennen. Auch über die Grenzen hinaus knüpft das Waldhaus Kontakte zu ähnlichen Vorhaben im Elsass und ist damit Vorbild für andere Umwelt- und Bildungszentren. Mehr Informationen auf der Homepage des Waldhauses Freiburg .