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Freiburg baut Zukunft nachhaltig

Die StadtWandler-Plattform, behandelt das Thema Nachhaltigkeit in Freiburg und hat sich in diesem Projekt zum Ziel gesetzt, geplante nachhaltige Bau- und Wohnmaßnahmen öffentlichkeitswirksam zu begleiten und zu diesem Zweck ihre Datenbank zu erweitern.

Es soll eine Nachhaltigkeits-Community geschaffen werden, die sämtliche Akteure aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft vereint. In einer Zeit, in der Aufmerksamkeit ein knappes Gut ist, sollen über die Grenzen der Filterblasen hinaus gemeinsam mit der Bevölkerung die Zukunft der Stadt gestaltet und konstruktive, zukunftsfähige Ideen verbreitet werden. Das Ziel der StadtWandler-Plattform ist es, Nachhaltigkeits-Akteure und -Prozesse sichtbar zu machen und mit allparteilicher sowie unabhängiger Öffentlichkeitsarbeit zu Nachhaltigkeits-Themen mehr Raum für Austausch und Debatte zu schaffen und die Gestaltung eines zukunftsfähigen Freiburgs voranzutreiben.

Die StadtWandler-Plattform gewinnt seit einem Jahr zunehmend an Reichweite. Vor allem die Anzahl der Newsletter-Abos ist stetig steigend. Das ehrenamtlich arbeitende Team hinter StadtWandler ist mit seinem Engagement in Freiburg stark vernetzt und treibt schon seit Jahren dieses und andere zivilgesellschaftliche Projekte voran, wie zum Beispiel die Gründung einer neuen Lebensmittel-Kooperative in Freiburg.

Im nächsten Jahr möchte sich das Team dem Thema Bauen und Wohnen widmen. Anlass dafür ist die Entstehung des neuen Baugebiets Kleineschholz. Mit dem Ziel eines öko-sozialen und gemeinwohlorientierten Stadtteils vor Augen, soll dessen Entwicklung öffentlichkeitswirksam begleitet werden. Dazu soll die Datenbank der Plattform um bestehende und geplante Freiburger Wohn- und Bauprojekte erweitert werden. Dabei geht es nicht um Einfamilienhäuser, sondern explizit um Mehrparteien-Projekte, die durch zivilgesellschaftliche Bottom-up-Initiativen entstanden sind und entstehen. Denn auch anhand von Vauban hat sich gezeigt: Vorreiter nachhaltiger Bauprojekte sind in der Regel nicht gewinnmaximierende Bauträger, sondern vorwiegend private Baugruppen mit mehreren Parteien, die zudem noch soziale Innovationen voranbringen.

Die bereits bestehenden Organisationen in der Datenbank sind nach Nachhaltigkeitskriterien filterbar (regional, bio, fair, ...). Auch für die Wohn- und Bauprojekte sollen Nachhaltigkeitskriterien entwickelt werden, mithilfe von Recherchen und Interviews mit Fachleuten. Mögliche Kriterien sind „Passivbau“, „Holzbau“, „bezahlbar“ oder „unverkäuflich“. Dabei sollen nicht nur die Wohn- und Bauprojekte sichtbar gemacht werden, sondern auch andere Akteure, die nachhaltiges Bauen vorantreiben, wie lokale Expert*innen zum Thema nachhaltiges Bauen und Wohnen. So sollen möglichst alle Akteure, die im Bereich nachhaltiges Bauen und Wohnen in Freiburg eine Rolle spielen, abgebildet und sichtbar gemacht werden.

Die Klimakrise kann nur durch massive CO2-Einsparungen überwunden werden. Großes Einsparpotenzial liegt hierbei im Bausektor: er verursacht 19 % der globalen Treibhausgas-Emissionen. Deshalb will StadtWandler sich diesem Thema widmen. Um kommunale und bundesweite Klimaziele zu erreichen, ist es unumgänglich, ambitionierte Ziele bei der Reduktion der vom Gebäudesektor verursachten Emissionen zu erreichen.

Gerade in Freiburg hat eine Plattform wie StadtWandler, die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Nachhaltiges Bauen und Wohnen leistet, großes Potenzial. Die Stadt wächst. Wohnraum sowie CO2-Reduktion sind relevante Themen für die Gestaltung eines klimaneutralen Freiburgs. Neue Baugebiete wie Klein¬eschholz befinden sich mitten in der Planung. Das Ziel des StadtWandler-Projekts „Freiburg baut Zukunft“ ist es, durch Öffentlichkeitsarbeit Anstöße für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gestaltung von Kleineschholz zu geben und den Prozess der Entstehung dieses Baugebiets zu begleiten.

+++ VERANSTALTUNGSHINWEIS - MIt dem Titel "Wie wir mit digitalen Tools die BauWende voran bringen können" bietet, im Rahmen des Digitaltag Freiburgs am 18.06.2021, das Projekt "Freiburg baut Zukunft" eine Online-Veranstaltung für alle Interessenten an. Die Teilnahmebedingungen können auf der Webseite des Digitaltag Freiburg nachgelesen werden. +++

Projektdaten

Projektnummer 2021-05
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Projekt StadtWandler Freiburg i.A. bei MachbarMacher GbR
Laufzeit 01.12.2020 - 30.11.2021
Zuschuss 9.125,00 €

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

CO2-freie Wärmeversorgung von Wohngebäuden mit PVT-Kollektoren und Wärmepumpe
Freiburg

Kombination aus PVT-Kollektor und Speicher

Maßgeblich für den Erfolg der Energiewende ist neben der in großen Schritten voranschreitenden Stromwende, die Realisierung der Wärmewende. Mehr als 50 % des jährlichen Endenergieverbrauchs in Deutschland sind auf Wärmeanwendungen zurückzuführen. So ist der Wärmesektor jährlich für etwa 26 % der gesamten deutschen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich (Stand 2016). Vor diesem Hintergrund ist es offensichtlich, dass eine Energiewende ohne eine Wärmewende nicht gelingen kann. Trotz der dringlichen Notwendigkeit ist aktuell eine Stagnation in diesem Bereich zu erkennen, die auf das Fehlen einer zukunftsweisenden Heiztechnik schließen lässt, welche nicht nur Politik und Gesellschaft eine Perspektive aufzeigt, sondern auch von allen Marktteilnehmern, Handwerk und Verbrauchern akzeptiert wird. Ziel des Projekts ist es daher, ein innovatives und wegweisendes Konzept für die Bereitstellung von Wärme für Heizung und Trinkwarmwasser für einzelne Wohngebäude, ausschließlich basierend auf erneuerbaren Energiequellen zu realisieren. Innerhalb des Pilotprojekts wird die innovative Technik, bestehend aus Photovoltaik-Thermie-Kollektors sowie Wärmepumpe in Kombination mit Wärme- und Stromspeicher, als anwendungsreife Systemlösung entwickelt und deren Praxistauglichkeit analysiert sowie demonstriert. Zur Erhöhung der Akzeptanz werden neben den technologischen Neuerungen auch innovative Preismodelle untersucht, um durch den ganzheitlichen Ansatz einen maximalen Impuls Richtung Wärmewende zu entwickeln.