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Gebündelte Konzepte für die Umweltbildung

An Konzepten und Materialen zur Umweltbildung herrscht mittlerweile kein Mangel mehr. Was jedoch oft fehlt, ist der Überblick über die verschiedenen Angebote und Ansätze. Die Städte Weil am Rhein und Lörrach erstellten deshalb ein Bildungskonzept Klimaschutz, in dem sie einerseits die bestehenden Daten ordnen und bündeln und durch eigene Ansätze ergänzen.

In einem ersten Schritt ermittelte das Trinationale Umweltzentrum (TRUZ), welcher Bedarf im Bereich Umweltbildung überhaupt vorhanden ist. Anschließend überprüfen Experten, ob die vorhandenen Materialien und Exponate praxistauglich sind oder erstellen, unterstützt von Lehrern und Energieexperten, eigene Konzepte. Eine einjährige Test- und Betreuungsphase führt das Projekt schließlich bei den Zielgruppen ein. Dazu gehören sowohl Erwachsene, die sich beispielsweise für energiebewusstes Bauen interessieren, als auch Lehrer und Schulen. Das Angebot an Erwachsene ist bewusst individuell ausgerichtet und umfasst beispielsweise Energieberatungen, Informationsveranstaltungen und Broschüren.

Mit dem Bildungskonzept etablieren Lörrach und Weil am Rhein einheitliche Qualitätsstandards und helfen mit, dass Kinder und Erwachsene besser über Umweltthemen informiert sind.

Projektdaten

Projektnummer 2008-26
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Städte Weil am Rhein und Lörrach, TRUZ
Laufzeit bis Juli 2013
Zuschuss 44.200

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Entwicklung eines Emissionsbilanzierungs-Managementsystems auf Basis von Primär-, Echtzeit- und Sekundärdaten wichtiger kommunaler Verbrauchsstellen am Beispiel der Gemeinde Mühlheim
Mühlheim a.d. Donau

Emissionsbilanz in Echtzeit für Kommunen

Die Kommunen spielen eine wichtige Rolle wenn es darum geht, Klimaschutzziele zu erreichen. Viele von ihnen haben deshalb in den letzten Jahren Klimaschutzkonzepte erstellt. Dafür ist es grundlegend zu wissen, wie viel Energie die einzelnen Sektoren und Ortsteile verbrauchen und wie viel CO2 sie ausstoßen. Die hierfür benötigten Daten sind aber oft veraltet, unvollständig oder liegen in unterschiedlichen Formaten vor. Viele Kommunen greifen deshalb auf statistische Werkzeuge zurück, die nur Durchschnittsdaten darstellen, nicht aber den wirklichen Zustand. So können die Bürger nur schlecht nachvollziehen, welche Effekte erzielt werden. Die Gemeinde Mühlheim an der Donau erstellt deshalb in Kooperation mit badenova und der Schweizer Klimaschutzstiftung myclimate erstmals ein Messsystem, dass alle Datenquellen in Echtzeit integriert und so den aktuellen Verbrauch und Veränderungen anzeigen kann. Dazu kombiniert das Projekt verschiedene Systeme. Ein Geoinformationssystem erlaubt es, die einzelnen Messorte einer Karte zuzuordnen. Das Performance Management System 'DoCOUNT' sammelt alle wichtigen ökologischen und ökonomischen Daten und überprüft diese. Es kann verschiedene Bereiche vergleichen und Emissionswerte berechnen. Das Projekt ist zunächst auf zehn gemeindeeigene Liegenschaften begrenzt. Aufgeteilt in unterschiedliche Subsysteme, sind sie Ziel einer Machbarkeitsstudie. Anschließend installiert die Gemeinde dort Messquellen, welche die Daten in Echtzeit an das Performance Management System weitergeben. Liegen die ersten Daten vor, können die Verantwortlichen das technische Konzept weiter optimieren und die Liegenschaften präziser aufteilen. Die Vorteile für die Gemeinde sind vielfältig und gut auf andere Kommunen übertragbar: Die Mühlheimer haben eine exaktere Übersicht darüber, wie wirksam einzelne Klimaschutzmaßnahmen sind und können jederzeit Schwachstellen analysieren sowie Emissionen und Energieverbrauch überprüfen. Wenn mehrere Gemeinden das Konzept nutzen, können sie außerdem verschiedene Sektoren direkt vergleichen.