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Heimbetankung für Erdgasfahrzeuge

Der Hoffnungsträger Elektromobilität für den Bereich Verkehr wird zurzeit stark subventioniert, kann aber noch keinen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz liefern. Daher ist es sinnvoll, für eine unmittelbare Verringerung der Emissionen im Verkehr weitere Fahrzeugkonzepte und Energieträger wie z.B. Erdgas-/Bioerdgasfahrzeuge zu berücksichtigen. Diese sind besonders attraktiv, da sie auf bewährter Technik aufbauen und zudem nur geringfügig höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu Benzin- und Dieselfahrzeugen haben. Das Projekt zielt darauf ab, die Akzeptanz von Erdgasfahrzeugen durch die Möglichkeit der Betankung zu Hause oder am Arbeitsplatz weiter zu verbessern. Dazu soll eine Technik der Firma HYGEN genutzt werden. Diese hat bereits eine Betankungsanlage entwickelt, mit der bei einem verfügbaren Erdgasanschluss einzelne Fahrzeuge in wenigen Minuten dezentral und ohne Nutzung von öffentlichen Tankstellen betankt werden können. Im Rahmen des Projektes sollen solche Anlagen in Privathaushalten installiert und getestet werden. Darüber hinaus soll für Gewerbekunden eine weitere Anlage entwickelt werden („HYGEN+“), die zur täglichen Betankung von bis zu 4 Fahrzeugen gleichzeitig genutzt werden kann, so dass damit eine Lösung auch für kleinere Fahrzeugflotten in Betrieben erprobt werden.

Projektdaten

Projektnummer 2019-05
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger bnNetze GmbH
Laufzeit 01.02.2019 - 30.06.2021
Zuschuss 148.163€

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

CARLATRAIN
Kenzingen

CARLATRAIN - Fahrradanhängerzug

Erster Fahrradanhängerzug für die Straße. Anhängerzüge, bei denen mehrere Anhänger hintereinander geschalten werden, gibt es schon seit langem. In diesem Projekt soll dies jedoch auch für Fahrräder realisiert werden. Diese elektromotorisierten Fahrradanhängerzüge sollen einen nachhaltigeren Lastentransport ermöglichen. Das Unternehmen CARLA CARGO Engineering GmbH stellt seit nunmehr fünf Jahren erfolgreich Lastenfahrradanhänger her und vertreibt diese weltweit. Neben nichtmotorisierten Lastenfahrradanhängermodellen vertreibt die Firma CARLA CARGO Engineering GmbH auch verschiedene elektromotorisierte Modelle. Mithilfe der Unterstützung aus dem badenova-Innovationsfonds konnte 2018 die smarte Motorsteuerung auf den Weg gebracht werden und gemeinsam mit dem Fraunhofer IPM 2020 zu einem Vorserienprodukt abgeschlossen werden. Die smarte Motorsteuerung ermöglicht nun ein Anschließen des elektromotorisierten Fahrradanhängers gänzlich ohne zusätzliche Installation von Sensoren an einem Fahrrad. Der Fahrradanhänger an sich erkennt anhand der Bewegungen in der Auflaufbremse selbstständig, wann die Motorunterstützung gebraucht wird. Dies ermöglicht unter anderem den Betrieb von mehreren smarten motorunterstützen Fahrradanhängern in einer Art „Fahrradanhängerzug“, der in diesem Projekt genauer auf seine Anwendbarkeit untersucht werden soll. Es existieren auf dem Markt natürlich ähnliche Konzepte von Anhängerzügen jeglicher Art. Im Bereich Fahrrad wäre dies jedoch komplett neu. Sollte es gelingen, beim abschließenden Arbeitspaket bis zu 4 Anhänger in Folge mit einem durchweg positiven Feedback einzusetzen, handelt es sich (unserer Meinung nach) um einen weltweit einzigartigen Beweis dafür, dass Logistik und Transport jeglicher Art auf Grundlage von Fahrrädern völlig neu gedacht werden kann. Theoretisch sind hier Zuladungen von bis zu 600 kg / 6 m³ denkbar. Da neben klimatischen Vorteilen auch wirtschaftliche Vorteile durch zum Beispiel bessere Zugänglichkeit im urbanen Raum gegeben sind, wird der Einsatz von aktuellen auf Verbrennungsmotoren basierenden, großvolumigen Fahrzeugkonzepten stark in Frage gestellt. Wir schätzen den Energieverbrauch eines solchen „Fahrradanhängerzugs“ als extrem effizient im Vergleich zu den sonst üblichen Methoden ein. Einige kleinere Versuchsreihen konnten schon jetzt zeigen, dass trotz der Länge des „Fahrradanhängerzugs“ immer noch eine hohe Wendigkeit besteht. In einer weiteren Erprobungsphase gilt es, herauszufinden, inwieweit ein „Fahrradanhängerzug“ technisch im Straßenverkehr funktional ist und welche wirtschaftlichen Vorteile möglich sind. Außerdem soll untersucht werden, ob durch das Konzept ein höherer klimafreundlicher Impact geleistet werden kann und wie die Reaktion der Bevölkerung im Straßenverkehr auf einen Fahrradanhängerzug ist.