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Gesenkter Energieverbrauch durch automatisiertes Gebäudeleitsystem

Ein automatisiertes Gebäudeleitsystem senkt den Energieverbrauch der Offenburger Schulen und Sporthallen.

Anstatt sich darauf zu verlassen, dass die Nutzer sparsam mit Energie umgehen, kontrolliert die Stadt Offenburg ihre Liegenschaften bereits seit 1987 mit Hilfe spezieller Gebäudeleittechnik (GLT). Sie konnte so in den Schulen schon mehr als die Hälfte der Heizenergie und ein Viertel des Stroms einsparen. Als die Stadt 1999 ihre Schulen und Sporthallen sanierte, werteten Studenten der FH Offenburg die digital von GLT übertragenen Daten in einem Modellprojekt aus. Daraus entwickelte sich ein Energiemanagement für alle Schulen und Sporthallen mit einem Direct Digital Control-System. Zähler und Datenlogger erfassen stündlich, was die Gebäude verbrauchen. Die Software wertet die Tages- und Monatsberichte, die im Internet einsehbar sind, anschließend aus. Bei Problemen alarmiert das Programm die Hausmeister. Außerdem ermöglicht es, Fehler schnell zu entdecken und zu analysieren, um die Systeme so noch effizienter zu machen.

Projektdaten

Projektnummer 2002-10
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Stadt Offenburg
Laufzeit Dezember 2002 bis September 2003
Zuschuss 115.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg
Teningen

Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg

Bei der Produktion von Käse und Quark entstehen große Mengen an Molke. Sie eignet sich nur bedingt als Lebens- und Futtermittel, weshalb die Molkereien sie oft teuer entsorgen müssen. Dass Molke aber energetisch wertvolle Biomasse ist, zeigte bereits 2003 ein Innovationsfondsprojekt bei der Breisgaumilch GmbH in Freiburg. Dort vergärte eine Pilotanlage die Molke zu Biogas mit einem überdurchschnittlichen Methangehalt von 65 Prozent. Weil sich die Anlage unter den damaligen Umständen als noch nicht wirtschaftlich erwies, führte Breisgaumilch das Projekt nach Ende der Laufzeit jedoch nicht fort. Auf die Ergebnisse baute nun die Hofkäserei Monte Ziego in Teningen auf: Der Biobetrieb plante die erste Nullenergiekäserei Deutschlands, will also ausschließlich mit nachhaltig auf dem Betriebsgelände erzeugter Energie auskommen. Eine Molkerei im Nullenergiestandard zu errichten ist besonders ehrgeizig: Konventionelle Käsereien benötigen viel Energie, weil sie Milch und Endprodukte sowohl kühlen müssen als auch Wärme benötigen, um Käse herzustellen. Monte Ziego setzt deshalb nicht nur auf Molkevergasung. Der Bau der Produktionsstätten folgt den neuesten Standards und nutzt systematisch alle vorhandenen Energiepotentiale aus. In Teningen entsteht so erstmals in Deutschland eine Biogasanlage, in der ausschließlich Molke zum Einsatz kommt. Ein Blockheizkraftwerk verbrennt das Biogas und erzeugt Strom und Wärme. Wenn die Ziegen im Winter weniger Milch geben, können die Betreiber entweder Molke aus anderen Molkereien zukaufen oder das BHKW mit Bioerdgas befeuern. Kälte gewinnt eine klimafreundliche Absorptionskältemaschine. Die neue Käserei verfügt damit über eine vorbildliche Produktionskette, die von der Bioziegenmilch aus dem Schwarzwald bis zum energiesparend erzeugten, handwerklich gefertigten Käse reicht. Gerade bei den Biolebensmitteln, wo sich Kunden und Hersteller besonders stark an nachhaltigen Kriterien orientieren, setzt Monte Ziegos Nullenergiekäserei neue Standards.