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Grüne Industrieflächen für Freiburg Nord

Industriegebiete sind meist grau und monoton, dominiert von Zweckbauten und Straßen mit wenig grünen und vielen versiegelten Flächen. Das muss nicht so sein, wie ein Projekt der Innovation Academy e.V im Freiburger Industriegebiet Nord zeigt. Dort wandeln Auszubildende und Mitarbeiter der anliegenden Unternehmen ungenutzte Industrieflächen, wie sie z. B. zwischen Industriehallen und Werksgebäuden zu finden sind, in Biotope und Gärten um, oder begrünen Fassaden und Dachflächen der Gebäude. Damit leisten sie einen Beitrag für ein besseres Mikroklima, geben Insekten und Vögeln neuen Lebensraum und verschönern das Stadtbild. Gleichzeitig bieten die neuen Grünflächen Rückzugsmöglichkeiten für eine Mittagspause jenseits des Schreibtisches.

Am Anfang des dreijährigen Projektes steht eine Potentialstudie, die das Interesse der ansässigen Firmen ermittelt und erste Kontakte aufbaut. Für interessierte Mitarbeiter und Azubis bietet die Innovation Academy e.V. dann Workshops an, in dem die Beteiligten ein Begrünungskonzept für das jeweilige Unternehmen entwickeln und Einführungen in Natur- und Artenschutz, Garten- und Landschaftspflege erhalten. Anschließend setzen die Mitarbeiter und Azubis die Pläne schrittweise um und präsentieren schließlich ihre Arbeit in einer Ausstellung, in der das beste Projekt prämiert wird.

Das Projekt begrünt nicht nur Industrieflächen und erhöht damit Artenvielfalt und Lebensqualität, sondern bringt die Themen Nachhaltigkeit, Natur- und Artenschutz auch in die berufliche Bildung.

Hier geht´s zum Webauftritt des Projektes blühende Industriegebiete

Projektdaten

Projektnummer 2016-13
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Innovation Academy e.V.
Laufzeit Mai 2016 bis 31.12.2020
Zuschuss 14.213

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Unser Haus - fit für die Zukunft
Freiburg

Unser Haus - fit für die Zukunft

Jugendliche sind die Hausbesitzer und damit die energetischen Sanierer von morgen. Die meisten Sanierungen werden aber derzeit von älteren Hausbesitzern durchgeführt. Das liegt zum einen an der finanziellen Lage jüngerer Sanierer, jedoch auch am mangelnden Wissen um Technologien und Fördermöglichkeiten. Jugendliche sind außerdem wichtige Botschafter für klimabewusstes Verhalten in ihren Familien. Deshalb konzipierte fesa e.V. das Projekt „Unser Haus – Fit für die Zukunft“, bei dem Schülern der Klassen 9-11 ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und die finanziellen und ökologischen Vorteile einer nachhaltigen Bauweise vermittelt werden. Zu Projektbeginn maßen die Schüler der 15 beteiligten Klassen den Energieverbrauch des eigenen Hauses und setzen diesen ins Verhältnis zu Nutzerverhalten, Baujahr und Energieversorgung. Sie besichtigen ein Haus in der Sanierungsphase und lernen dort am praktischen Beispiel verschiedene Maßnahmen sowie die beteiligten Handwerker, Energieberater und Ingenieure kennen. Besuche bei lokalen Handwerks- und Planungsbetrieben vertieften dieses Wissen und zeigten den Jugendlichen die Berufsvielfalt im Bereich Sanierung und erneuerbare Energien. In einem Planspiel nahmen die Schüler anschließend die Rollen von Hausbesitzer, Bank, Energieberater und Handwerkern ein, um die einzelnen Planungsschritte sowie die finanziellen und ökologischen Aspekte verschiedener Technologien und Maßnahmen nachzuvollziehen. Auf einer öffentlichen Veranstaltung stellten die Jugendlichen schließlich ihre Ergebnisse vor und trainierten dabei ihre rhetorischen Fähigkeiten. Das Projekt gibt Jugendlichen die Möglichkeit, praxisbezogenes Wissen im Bereich effiziente Energienutzung, Handwerk, Pressearbeit und Finanzplanung selbstständig zu erarbeiten. Es fördert damit einen nachhaltigeren Lebensstil und zeigt die Berufschancen besonders im ländlichen Raum auf. Nach Projektabschluss evaluierte fesa e.V die einzelnen Projektkomponenten, und stellt die Lehrmaterialien nun auf ihrer Webseite zur Verfügung. Weitere Informationen und Materialien finden Sie auch auf der Projektwebseite. Drei Haupterkenntnisse: Der Blick auf das eigene Haus zeigte den SchülerInnen die Potentiale für erneuerbare Energie und Sanierung und regte zum Nachdenken über eine nachhaltige Zukunft an. Die SchülerInnen trugen das Projekt nach Hause und regten damit ihre Eltern zum Nachdenken über Gebäudesanierung nach. In vielen Elternhäusern wurde jedoch bereits saniert, so dass neue Maßnahmen nicht immer sinnvoll waren.