2016-13

Blühende Industriegebiete 

Das Projekt der Innovation Academy sorgt für neues, grünes Leben auf versiegelten Industrieflächen und erhöht damit die Lebensqualität und Artenvielfalt.

Grinsendes Mädchen mit leuchtender Glühbirne auf dem Kopf
Projektdaten
ProjektnameBlühende Industriegebiete
Projektnummer2016-13
ProjektartUmweltkommunikation
ProjektträgerInnovation Academy e.V.
Laufzeit bis
Fördersumme14.213 €

Begrünung als Beitrag zu Klima- und Lebensqualität

Das Projekt setzt sich zum Ziel, graue und versiegelte Industrieflächen in lebendige, grüne Räume zu verwandeln und damit das Mikroklima sowie die Lebensqualität im Freiburger Industriegebiet Nord zu verbessern. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Natur- und Artenschutz gestärkt und diese Themen in die berufliche Bildung integriert werden. Die Beteiligung von Auszubildenden und Mitarbeiter:innen der ansässigen Unternehmen ist zentraler Bestandteil des Konzepts, um eine langfristige Identifikation mit den neu geschaffenen Grünflächen zu fördern.

Umsetzung durch kreative und praktische Maßnahmen

Zu Beginn des dreijährigen Projekts führte die Innovation Academy e.V. eine Potentialstudie durch, um das Interesse der Unternehmen zu ermitteln und erste Kontakte zu knüpfen. In anschließenden Workshops entwickelten interessierte Mitarbeiter:innen und Azubis Begrünungskonzepte für ihre Betriebe und erhielten Einführungen in Gartenpflege sowie Natur- und Artenschutz. Die Umsetzung erfolgte schrittweise und umfasste künstlerische Aktionen wie das Bemalen von Außenwänden mit Motiven zur Artenvielfalt, gestalterische Maßnahmen wie die Begrünung von Kantinenbereichen und praktische Arbeiten wie das Anlegen von Blühwiesen. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse präsentiert und das beste Projekt ausgezeichnet.

Wirkung und Vorbildfunktion für andere Standorte

Das Projekt „Blühende Industriegebiete“ führte nicht nur zur Begrünung bislang ungenutzter Flächen, sondern auch zur Schaffung neuer Lebensräume für Insekten und Vögel. Die neuen Grünzonen bieten Rückzugsorte für Pausen und verbesserten das Stadtbild. Darüber hinaus förderte das Projekt die soziale Vernetzung und das kreative Engagement der Beteiligten. Die positiven Erfahrungen und Ergebnisse machten das Konzept übertragbar auf andere Industriegebiete und zeigten, wie nachhaltige Stadtentwicklung auch in funktionalen Gewerbearealen gelingen kann.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Auszubildende sind an Wohlfühlinseln auf dem Betriebsgelände interessiert. Bei der Planung ist der Input bezüglich der Nahrungskette wichtig: Blütenpflanzen bieten Nektar und Pollen für Insekten, Vögel benötigen Früchte und Insekten als Nahrung. Mit wenig Geld kann viel erreicht werden durch Umwandlung von Rasen in eine Blühwiese, aufhängen von Nistkästen und Pflanzung von Vogelschutzgehölzen.

  • Für Unternehmen, die ein Umwelt-Managementsystem installiert haben, war BIG sehr willkommen. Mit den Kartierungen zu den unterschiedlichen Tiergruppen und der Potenzialanalyse bzw. dem Masterplan zur biologischen Vielfalt erhalten die Betriebe eine Vielzahl von Infos und Maßnahmen, die sie kurz-, mittel-, oder langfristig umsetzen können.

  • Parkplätze nehmen im IG Nord ca. 19% der Gesamtfläche von 300ha ein und sorgen für die „Hot Spot“-Eigenschaft des IG. Es sind 57ha, die als Erweiterungsfläche für Gewerbe und Industrie, als öffentliche Grünfläche und als Regenwasserspeicher dienen könnte. Voraussetzung wäre ein gut funktionierendes ÖPNV- und Radwegenetz und real bepreiste Parkplätze in begrünten Hochgaragen.

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