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Grüne Industrieflächen für Freiburg Nord

Industriegebiete sind meist grau und monoton, dominiert von Zweckbauten und Straßen mit wenig grünen und vielen versiegelten Flächen. Das muss nicht so sein, wie ein Projekt der Innovation Academy e.V im Freiburger Industriegebiet Nord zeigt. Dort wandeln Auszubildende und Mitarbeiter der anliegenden Unternehmen ungenutzte Industrieflächen, wie sie z. B. zwischen Industriehallen und Werksgebäuden zu finden sind, in Biotope und Gärten um, oder begrünen Fassaden und Dachflächen der Gebäude. Damit leisten sie einen Beitrag für ein besseres Mikroklima, geben Insekten und Vögeln neuen Lebensraum und verschönern das Stadtbild. Gleichzeitig bieten die neuen Grünflächen Rückzugsmöglichkeiten für eine Mittagspause jenseits des Schreibtisches.

Am Anfang des dreijährigen Projektes stand eine Potentialstudie, die das Interesse der ansässigen Firmen ermittelte und erste Kontakte aufbaute. Für interessierte Mitarbeiter und Azubis bot die Innovation Academy e.V. dann Workshops an, in dem die Beteiligten ein Begrünungskonzept für das jeweilige Unternehmen entwickelten und Einführungen in Natur- und Artenschutz, Garten- und Landschaftspflege erhielten. Anschließend setzten die Mitarbeiter und Azubis die Pläne schrittweise um und präsentierten schließlich ihre Arbeit in einer Ausstellung, in der das beste Projekt prämiert wurde.

Das Projekt begrünte nicht nur Industrieflächen und erhöhte damit Artenvielfalt und Lebensqualität, sondern brachte die Themen Nachhaltigkeit, Natur- und Artenschutz auch in die berufliche Bildung.

Hier geht´s zum Webauftritt des Projektes blühende Industriegebiete

Darstellung drei wesentlicher Erkenntnisse aus dem BIG-Projekt:

  • Azubildende sind an Wohlfühlinseln auf dem Betriebsgelände interessiert. Bei der Planung ist der Input bezüglich der Nahrungskette wichtig: Blütenpflanzen bieten Nektar und Pollen für Insekten, Vögel benötigen Früchte und Insekten als Nahrung. Mit wenig Geld kann viel erreicht werden durch Umwandlung von Rasen in eine Blühwiese, aufhängen von Nistkästen und Pflanzung von Vogelschutzgehölzen.
  • Für Unternehmen, die ein Umwelt-Managementsystem installiert haben, war BIG sehr willkommen. Mit den Kartierungen zu den unterschiedlichen Tiergruppen und der Potenzialanalyse bzw. dem Masterplan zur biologischen Vielfalt erhalten die Betriebe eine Vielzahl von Infos und Maßnahmen, die sie kurz-, mittel-, oder langfristig umsetzen können.
  • Parkplätze nehmen im IG Nord ca. 19% der Gesamtfläche von 300ha ein und sorgen für die „Hot Spot“-Eigenschaft des IG. Es sind 57ha, die als Erweiterungsfläche für Gewerbe und Industrie, als öffentliche Grünfläche und als Regenwasserspeicher dienen könnte. Voraussetzung wäre ein gut funktionierendes ÖPNV- und Radwegenetz und real bepreiste Parkplätze in begrünten Hochgaragen.

Projektdaten

Projektnummer 2016-13
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Innovation Academy e.V.
Laufzeit Mai 2016 bis 31.12.2020
Zuschuss 14.213

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Geothermie in der Solarregion - Erdwärme statt Erdeerwärmung
Freiburg

Geothermie in der Solarregion

Innerhalb Europas hat Südbaden eines der größten Potentiale für Geothermie. Bisher jedoch hat die Erdwärme noch keinen angemessenen Anteil am regionalen Energiemix. Ihr Potential zu nutzen hat sich die Kooperation ‚Geothermie in der Solarregion’ zum Ziel gemacht. Dabei kooperiert der Förderverein Energie- und Solar-Agentur Regio Freiburg (fesa) mit der Energieagentur Regio Freiburg und dem Institut für Fortbildung und Projektmanagement (ifpro). Das Projekt verlief in drei Phasen. Zuerst ermittelten die Fachleute, wer heute schon an welchen Standorten Geothermie nutzt oder ein Projekt plant. Ziel des zweiten Schrittes war es, diese Akteure zu vernetzen, um einen Austausch über wirtschaftliche, ökologische und technische Aspekte zu ermöglichen. Ingenieure, Anlagen- und Heizungsbauer, Kommunen, Bauherren und Wissenschaftler bilden das Kompetenzteam ‚Geothermie am Oberrhein’, das sich in halbjährlichen Workshops trifft. Auch eine Datenbank und die monatliche Infomail helfen dabei, Geothermie bekannter zu machen und neue Marketingstrategien zu entwickeln. Das gesammelte Expertenwissen vermittelt das Vorhaben seither der Öffentlichkeit. Dazu dienen Infotouren in Südbaden, bei denen ein Tourführer beispielsweise Bauherren oder Handwerkern innovative Anlagen erklärt. Der Leitfaden ‚Geothermie in der Solarregion’ erklärt Grundbegriffe und Methoden und bietet zusammen mit der regionalen Marktübersicht fundierte Hilfe. Mehr Informationen finden Sie bei fesa.