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Forschendes Lernen an neuem innovativen Kleinwasserkraftwerk

Innovatives Kleinwasserkraftwerk

Am neu zu errichtenden Kleinwasserkraftwerk Binzen-Eimeldingen in innovativer Kompaktbauweise soll ein Bildungsstandort integriert werden, um Kindern die Erzeugung regenerativer Energie durch Wasserkraft im Einklang mit den ökologischen Erfordernissen nahezubringen. Im Gegensatz zu Wasserkraftstandorten am Rhein gibt es bis jetzt keine Angebote an der Kander bzw. im Markgräflerland. Diese Lücke soll mit dem Projekt geschlossen werden. Die Kinder sollen durch eigenes Experimentieren vor Ort die Kraft des Wassers erfahren und die Grundlagen der Stromerzeugung kennenlernen. Der Fokus wird auf Kinder im Vor- und Grundschulalter gelegt. Entsprechend werden für jede Altersgruppe spezifische Schulungseinheiten entwickelt, um dem Alter entsprechend passende Schwerpunkte zur Thematik zu vermitteln. Das resultierende „Forscher“-Angebot wird dann vor Ort von geschulten und erfahrenen Personen durchgeführt. Es kann von Kindergärten und Schulen im Landkreis kostenlos genutzt werden. Es sollen ganz explizit bereits Kinder in so jungem Alter erreicht werden, da der Drang, die Welt zu verstehen, in diesem Alter sehr hoch ist. Daher ist dieses Alter ein idealer Zeitpunkt, um bei der jungen Generation über das Verständnis ein Interesse an regenerativer Energiegewinnung zu erzeugen und sie so letztendlich zu einem nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt zu erziehen. Die innovative Kompaktbauweise des Kleinwasserkraftwerks „Powergate“ hat die Besonderheit, dass das Powergate mittels Spülklappe sowohl überspült als auch durch minimales Anheben unterspült werden kann. Dies hat den Vorteil, dass die bodennahen Sedimente samt Mikroorganismen einfach weitertransportiert werden können, was den neuesten ökologischen Vorgaben entspricht. Zudem kann das Powergate im Hochwasserfall einfach aus dem Kanal gehoben werden, um zum einen den Hochwasserabfluss zu vergrößern und zum anderen die Anlage vor Schäden zu schützen.

Das Projekt wurde nach der Bewilligung zurückgezogen.

Projektdaten

Projektnummer 2020-03
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Bürgerenergie Dreiländereck eG
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Neubau Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
Freiburg

Forschungsbau im Passivhausstandard

Gebäude nach ökologischen Kriterien zu errichten, setzt sich immer mehr durch. Meistens handelt es sich dabei jedoch bisher um Wohn- oder Firmengebäude. Weil sie besonders strenge technische oder hygienische Normen einhalten müssen, ist es bei Forschungsinstituten und Universitäten dagegen schwieriger, energieeffizient zu bauen. Der Neubau des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, zuvor in verschiedenen Gebäuden der Universitätsklinik Freiburg untergebracht, ist ein fortschrittliches Beispiel auf diesem Gebiet. Im Passivhausstandard erbaut, weist es mehrere innovative Ansätze auf, darunter eine Lüftungsanlage, die dank moderner Technik die Luft nur halb so oft wechselt wie in der Norm vorgeschrieben und dennoch die strengen Kriterien für den Umgang mit gefährlichen Stoffen erfüllt. Weil der Neubau natürliche Ressourcen geschickt nutzt, kommt das neue Institut auch beim Kühlen und Wärmen mit weniger Energie aus als üblich: Hinter seiner Glassfassade befindet sich eine Brettstapelwand, hinter der die Sonne die Luft erwärmt. Im Winter leitete das System die so erwärmte Luft in die Räume. Im Sommer durchläuft die Zuluft Erdregister, deren Wärmetauscher sie abkühlen. In den Betondecken eingebaute Rohrschlangen kühlen oder wärmen und halten das Gebäude auf einer nahezu konstanten Temperatur. Als Vorbild für andere Universitätsgebäude zeigt der Neubau, dass es auch mit den weit reichenden Sicherheitsvorschriften im Forschungsbereich möglich ist, klimafreundlich zu bauen.

H2-Notstromaggregat
Besançon

Umweltfreundliche H2-Notstromversorgung

Das Ziel dieses Projekts ist es, zu untersuchen, ob sich die bisher emissionsreiche Notstromversorgung auch über ein umweltfreundlicheres, auf Wasserstoff basierendes Brennstoffzellen-Aggregat regeln lässt. Die mobile Notstromversorgung erfolgt heute im Regelfall über Verbrennungsmotoren auf Basis von Benzin oder Diesel. Diese Aggregate sind sehr robust, sie sind aber nicht auf günstige Gas-, Partikel- und Lärmemissionen optimiert. Sowohl ihre Brennstoffversorgung als auch die in den Motoren notwendigen Schmierstoffe können bei einem Einsatz vor Ort zu Schadstoffeintragungen ins Wasser führen. Bei einem Einsatz von Wasserstoff als Energieträger würden sich die Emissionen und Schadstoffeintragungen verringern oder fast ganz eliminieren lassen, wenn der eingesetzte Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine auf Wasserstoff basierende technische Lösung gefunden wird, die ähnlich robust, mobil und effizient ist wie bestehende Notstrom-Aggregate. Im Projekt soll dazu ein auf Brennstoffzellen basierendes H2-Notstromaggregat und ein Wasserstoffspeicher mit hoher Energiedichte unter realen Bedingungen im Netzgebiet der bnNETZE und der Enedis (und ggf. der Überlandwerk Mittelbaden GmbH & Co. KG) auf Robustheit, Mobilität und Effizienz geprüft werden. Da es so ein Aggregat noch nicht als Serienlieferung gibt, ist im Projekt zunächst ein Screening verfügbarer Technologien, Lösungen und Anbieter vorgesehen. Wird eine Lösung gefunden, die technisch ausreichend reif ist, soll ein Notstromaggregat in der Größenklasse 100 kVA errichtet und betrieben werden, aus dem später ein in Serie fertigbares Aggregat entstehen kann. Solch ein Aggregat könnte dann in größerer Stückzahl bei den beiden Projektpartnern Enedis und badenova eingesetzt werden. Damit soll die Marktreife eines auf Wasserstoff basierenden Brennstoffzellen-Notstromaggregats geprüft und dadurch der Markteintritt für eine Gesamtlösung aus Wasserstoff-Speicher und Brennstoffzellen-Aggregat erleichtert werden.