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Heißdampf aus der Tiefe für Wärme und Strom

Weil sie permanente, CO2-freie Energie bieten, sind Tiefengeothermieanlagen eine interessante Ergänzung zu anderen alternativen Energieformen wie Wasser, Wind oder Sonne. Besonders, wenn sie Strom erzeugt und gleichzeitig Wärme nutzt, ist Geothermie lohnend. Dabei gibt es zwei Optionen: Die Hydrogeothermie fördert heißes Quellwasser an die Oberfläche, wo ihm Wärmetauschern die Wärme entziehen. Petrothermale Verfahren dagegen benötigen trockenes, heißes Gestein. In dieses presst man mit hohem Druck Wasser, das sich erwärmt und über ein zweites Bohrloch wieder an die Oberfläche gelangt.

Bisher gibt es nur wenige Versuchsanlagen, was auch daran liegt, dass vielerorts noch nicht klar ist, welche Standorte überhaupt für Bohrungen geeignet sind. Um für die Zukunft abschätzen zu können, wie viel Erdwärmepotential die Region bietet, führte die Firma Fritz eine Machbarkeitsstudie durch. Dazu untersuchten Experten sechs mögliche Standorte auf ihre geothermischen, seismologischen und geologischen Strukturen und analysierten, wie wirtschaftlich eine Anlage wäre. An allen Standorten fand sich in etwa 7000 Metern Tiefe zwischen 200 und 300 Grad warmes Wasser, das sich prinzipiell für geothermische Vorhaben eignet. Nur in Breisach ist es möglich, auch hydrogeothermal Strom zu erzeugen, weshalb man dort anschließend weitere Planungen unternahm.

Projektdaten

Projektnummer 2004-11
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Fritz Planung GmbH
Laufzeit Mai 2004 bis Sommer 2005
Zuschuss 60.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

"CO2-Land - Regionale Klimakooperation zur Speicherung von CO2 in landwirtschaftlichen Böden "
Staufen

Speicherung von CO2 im Boden

Maßnahmen zu CO2 Einsparung und Vermeidung werden an allen Bereichen vorangetrieben. Ein Instrument das dazu beitragen soll, ist der internationale Handel mit CO2 Zertifikaten, der sich aufgrund politischer Rahmenbedingungen jedoch als wenig wirksam zeigt und durch einen Verfall der Preise für gehandelte Zertifikate gekennzeichnet ist. Auch in der Landwirtschaft ist der Ausstoß von CO2 ein aktuelles und vielseitig diskutiertes Thema. Ursachen hierfür sind die intensive, humuszehrende Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Böden, einseitig mineralische Düngung und der Energie‐ und Ressourceneinsatz bei der Bewirtschaftung. Nachhaltige und regenerative Landwirtschaft die sowohl boden- als auch klimaschonend betrieben wird ist für viele Landwirte zu kostenintensiv und kann durch den reinen Erlös aus den Produkten nur schwer kostendeckend betrieben werden. Genau hier gibt es jedoch einen Ansatzpunkt der viel Potential bietet, stellen doch die Böden weltweit betrachtet das größte Kohlenstoff‐Reservoir auf der Welt dar und sind damit eine hervorragende CO2-Senke. Dieses Gut zu heben soll in Verbindung mit der Etablierung eines Zertifikathandels für Humusaufbau einen wirksamen Beitrag gegen den Klimawandel umgesetzt werden. Dabei können Firmen und Bürger mit dem Erwerb von CO2-Zertifikaten die Landwirte beim Humusaufbau motivieren und unterstützen und damit gemeinsam Klimaschutz voranzutreiben. Dafür soll für den Humusaufbau ein regional angepasster Maßnahmenkatalog entwickelt und ein freiwilliger regionaler CO2 Zertifikathandel etabliert werden. Mehr über die Speicherung von CO2 im Boden erfahren Sie auf der Webseite von CO2-Land. +++ Einladung zur Abschlussveranstaltung am Freitag den 16.07. zwischen 14:00 – 18:00 Uhr in’s Gewächshaus des Naturgut Hörnle, Schallstadt-Mengen. Neben einer Vorstellung der Projektergebnisse und Vorträgen unserer Partner*innen und Unterstützer*innen, soll der Ausblick auf das weitere Vorgehen des nun gegründeten CO2-Land Vereines vorgestellt werden. Außerdem soll eine Podiumsdiskussion Raum für Fragen und Ideenaustausch geben. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um besser planen zu können bittet CO2-Land um Anmeldung per E-Mail. Aufgrund der aktuellen COVID-19 Situation sind bei der Anmeldung Angaben zur Person, Adresse und Telefonnummer notwendig, diese bitte an: paul@co2-land.org senden. Bei der Veranstaltung gelten die aktuell gültigen Corona-Maßnahmen des Landes Baden-Württemberg. Über aktuelle Entwicklungen werden wir Sie per E-Mail auf dem Laufenden halten, sofern eine Änderung der Situation weitere Maßnahmen erfordert.+++