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Mikro-PV-Anlage mit Batterie-Kleinspeicher | 2020-08

Um die Eigennutzungsquote bei kleinen Solaranlagen zu erhöhen, wird in diesem Projekt versucht, die Mikro-PV-Anlagen mit einem Batteriespeicher zu verknüpfen.

Hochschule Offenburg HSOG - Kleinspeicher für Balkonsolar - Photovoltaikdach
Projektdaten  
Projektname Ein Batterie-Kleinspeicher für Balkon-Solaranlagen - Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von Mikro-PV-Anlagen
Projektnummer 2020-08
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Hochschule Offenburg
Laufzeit 01.07.2020 - 30.06.2022
Fördersumme 145.277 €

Mikro-PV-Anlagen sind kleine Solaranlagen bestehend aus ein bis zwei Solarmodulen mit einer Leistung von 300 bis 600 W(p), die mit einem Inverter für die Einspeisung in das Hausnetz mit Hilfe einer Einspeisesteckdose ausgerüstet sind. Diese Anlagen können neben dem Dach auch im Garten, auf der Terrasse, auf dem Balkon, auf einem Carport oder auch an der Fassade montieren werden. Scheint die Sonne und wird im Haushalt Strom verbraucht, senken die 300 bis 600 W(p) großen Anlagen den Strombezug. Wird im Haushalt kein Strom verbraucht, geht der Produktionsüberschuss, wie bei „großen“ PV-Anlagen, ins Stromnetz. Die Zahl der in Deutschland installierten Anlagen wird bereits auf 30.000 geschätzt. Allerdings haben Untersuchungen im Rahmen des Innovationsfonds-Projektes „Mikro-PV“ gezeigt, dass trotz der geringen Leistungen der Anlagen nur etwa die Hälfte des erzeugten Stroms im eigenen Haushalt verwendet werden kann, denn oftmals fallen die Zeiten der PV-Stromproduktion nicht mit den Zeiten des Verbrauchs zusammen. Tagsüber sind die Anlagenbesitzer z.B. bei der Arbeit, Großverbraucher wie die Wasch- und Spülmaschine werden erst am Abend angeschaltet, wenn der Punkt der höchsten Sonneneinstrahlung bereits über-schritten ist. Im Projekt soll daher versucht werden, die Eigennutzungsquote des in Mikro-PV-Anlagen erzeugten Stroms durch Batteriespeicher zu erhöhen. Dabei ist der Batteriespeicher einer Mikro-PV-Anlage so auszulegen, dass er einerseits eine deutlich höhere Nutzung des eigenerzeugten Stroms erlaubt, andererseits aber nicht zu groß und damit teuer ausgelegt wird. Somit wäre es sinnvoll, vorhandene Bauteile einer Mikro-PV-Anlage, wie z.B. Mikro-Inverter und Einspeisesteckdose für das Gesamtsystem aus PV-Anlage und Batterie mit zu nutzen, also anders als bei „großen“ PV-Anlagen für die Batterie keinen separaten Wechselrichter vorzusehen. Bei der Wahl der Batterie ist entweder eine günstige und robuste Technik zu wählen oder vorhandene Batterien z.B. von Elektrokleinfahrzeugen (eBikes, eRollern) ein-zusetzen. Gelingt dies, ließe sich ein Mikro-PV-Batteriesystem sehr wirtschaftlich betreiben, was zu einer weiteren Verbreitung dieser Systeme führen würde.

Weitere Informationen über das Thema Mikro-PV-Anlagen finden sich auch hier im Blog Energievoll - Mikro-PV von badenova.