Zurück zur Übersicht

Infoplattform für Gewässerschutz

Um den Nitrathaushalt in den Trinkwassergewinnungsgebieten abzuschätzen, entwickelte badenova ein Informations- und Auskunftssystem. In Zukunft können Landwirte über eine Internetplattform Daten speziell zu ihren Flurstücken abrufen und so besser abschätzen, wie viel Dünger sie benötigen. Für das Projekt analysierten die Experten Information zum Stofftransport sowie dem Nährstoffbedarf und Wachstum verschiedener Kulturpflanzen wie Mais, Weizen oder Kartoffeln. Daraus entwickelten sie ein Modell, das sowohl den Wasser- als auch den Nitrathaushalt abbildet. Dabei kamen die simulierten Nitratwerte den gemessenen hinreichend nahe. Mit dem neuen System, das erstmals alle Elemente des Nitrathaushalts erfässt, lässt sich auch abschätzen, wie viel Nitrat ins Grundwasser auswäscht. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag dazu, den Landwirten zu helfen, wasserfreundlich zu wirtschaften.

Projektdaten

Projektnummer 2002-02
Projektart Forschung und Studien
Projektträger badenova AG & CO. KG
Laufzeit Januar 2003 bis März 2006
Zuschuss 140.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Wassergestützte Latentwärmespeicher in Putz- und Dünnestrichsystemen
Freiburg

Innovativer Putz reguliert die Gebäudetemperatur

Während unsanierte Altbauten immer noch zuviel Energie für Heizen und Kühlen verbrauchen, versucht man Neubauten inzwischen thermisch träge zu errichten. Das heißt, dass solche Gebäude nur langsam auf die Umgebungstemperatur reagieren. Sie heizen sich im Sommer also nicht so schnell auf oder können im Winter gespeicherte Wärme über einen längeren Zeitraum abgeben. Dabei helfen neben einer guten Isolierung spezielle, innovative Wärmespeichermaterialien. Zusammen mit dem Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme (ISE) untersuchte die Maxit Deutschland GmbH, wie sich mikroverkapseltes Paraffin für diesen Zweck eignet. Die Paraffinkugeln gehören zu den sogenannten Phasenwechselmaterial, weil sie, umhüllt von einer Mikrokapsel, je nach Temperatur ihren Zustand von flüssig zu fest ändern. Wenn die Kugeln schmelzen, nehmen sie Wärme aus der Umgebung auf. Wenn es kälter wird und das Paraffin wieder erstarrt, gibt es die Wärme wieder frei und kann so Temperaturschwankungen abschwächen. Die Projektbeteiligten testeten, in welchem Verhältnis man die Paraffinkugeln Estrich zumischen kann. Um herauszufinden, wann Fließfähigkeit und Materialeigenschaft am besten sind, erprobten Maxit und ISE verschiedene Estriche unter unterschiedlichen Bedingungen. Obwohl das Konzept funktioniert, erwiesen sich die Materialkosten letztendlich als noch zu hoch, so dass Maxit vorerst kein System mit mikroverkapseltem Paraffin auf den Markt bringt.

Anschubfinanzierung der Energieagentur
Offenburg

Eine Energieagentur für die Ortenau

Mit dem Interesse an erneuerbaren Energien und umweltfreundlichen Anlagen steigt auch der Wunsch nach kompetenten, unabhängigen Ansprechpartnern. Zusammen mit dem Ortenaukreis gründeten die dortigen Handwerksorganisationen deshalb im Oktober 2002 die Energieagentur Ortenau, deren Sitz das Haus des Handwerks in Offenburg ist. Ihr Ziel ist es, Kommunen, Bürger und Betriebe dabei zu unterstützen, Energie effizient, klimafreundlich und nachhaltig zu nutzen. Neben Vorträgen, Seminaren und Aktionen gehört vor allem die Beratung zur Aufgabe der Energieagentur. Neutral und weitgehend kostenfrei erklären Fachleute in persönlichen Gesprächen, wie man Gebäude am besten modernisiert oder im Haushalt Strom und Wasser spart. Alleine bis September 2005 ließen sich 900 Personen beraten, ein Viertel davon plante konkrete Maßnahmen, um beispielsweise ihre Fenster oder Heizanlagen zu sanieren. Die Arbeit der Energieagentur stieß in diesem Zeitraum Investitionen in der Höhe von zehn Millionen Euro an, die größtenteils dem örtlichen Handwerk zu gute kamen. Auch für Kommunen analysieren die Experten, wie viel Energie sie verbrauchen und einsparen können und erstellen ausführliche Konzepte. Als Teil eines Netzwerkes tauscht sich die Ortenauer Energieagentur regelmäßig mit anderen Agenturen aus und trägst so dazu bei, verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Mehr Informationen auf der Homepage der Energieagentur .