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Informations- und Bildungszentrum zum Thema Holz

Freiburgs Selbstverständnis als grüne Stadt lässt sich auch wortwörtlich verstehen, denn die Stadtgrenzen umschließen im europäischen Vergleich besonders viele Waldflächen. Schon früh hat die Stadt begonnen, ihre Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und diesen Ansatz aktiv nach außen zu vermitteln. Mit dem Waldhaus eröffnete das Freiburger Forstamt 2008 schließlich ein beispielhaftes Erlebnis- und Informationszentrum, das Diskussionen anstößt über die Rolle des Waldes als Naherholungsgebiet, Lebensraum und Rohstofflager.

Für Schüler, Fachleute aber auch für interessierte Touristen, bietet das von einer Stiftung getragene Zentrum Ausstellungen oder Aktionstage zu Themen wie ‚Wald und Wasser’ oder ‚Waldnutzung und Holzverwendung als Beitrag zum Klimaschutz’. Das erlebnispädagogische Konzept, das die Besucher aktiv mit einbezieht, sorgt dafür, dass sie ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie der Mensch mit dem Ökosystem Wald verbunden ist. Außerdem vernetzt das Projekt neben Forstwissenschaftlern, Förstern oder Pächtern alle Beteiligen aus Politik und Medien, die sich mit dem Thema Wald auseinandersetzen.

Das Gebäude selbst demonstriert, wie vielfältig der Rohstoff Holz ist. In allen Bereichen verwendeten Handwerker und Architekten dort verschiedene Holzmaterialien, um das Waldhaus zu dämmen, zu bauen oder zu heizen. Für den mittlerweile verwirklichten Erweiterungsbau, eine Holzwerkstatt, arbeitet das Waldhaus mit Gewerbeschulen zusammen. Angeleitet von Fachlehrern erlernen Schüler mit traditionellem Werkzeug die Eigenschaften von frisch geschnittenem Holz kennen.

Auch über die Grenzen hinaus knüpft das Waldhaus Kontakte zu ähnlichen Vorhaben im Elsass und ist damit Vorbild für andere Umwelt- und Bildungszentren.

Mehr Informationen auf der Homepage des Waldhauses Freiburg.

Projektdaten

Projektnummer 2004-05
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Stadt Freiburg, Forstamt
Laufzeit Januar 2004 bis Dezember 2008
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

GoodMotion - der intelligente Fahrradanhänger
Freiburg

GoodMotion - der intelligente Fahrradanhänger

Immer mehr Städte stehen vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Die bestehende Infrastruktur ist vielerorts am Limit, man wünscht sich das Paket bis vor die Haustüre und gleichzeitig eine lebenswerte Stadt, ohne Lärm und Luftverschmutzung, mit Parks und Fußgängerzonen. Die Elektromobilität soll hier auf vielen Ebenen Lösungen bringen, dazu braucht es kreative Lösungen für eine weitreichende Verkehrswende. GoodMotion entwickelt den Lastenanhänger weiter und stattet diesen mit innovativer Technik für eine nachhaltige und intelligente Mobilität aus. In der Stadt von Morgen soll niemand mehr auf ein Auto angewiesen sein, um Transportaufgaben des alltäglichen Bedarfs zu erledigen. Ein Fahrradanhänger, ausgerüstet mit einer intelligenten Elektronik, macht jedes Fahrrad zum Lastenrad und bietet damit eine Alternative im Transportbereich zum PKW und Kleintransporter. Der Antrieb des Anhängers wird stets so geregelt, dass er keine Kraft auf das Zugfahrrad überträgt und gibt so ein leichtes Fahrgefühl, auch bei schweren Lasten. Ein umfassendes Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass der Anhänger immer sicher zum Stehen kommt. Durch eine App bekommt er ein modernes Interface und verbunden mit dem Internet wird er Teil der Sharing-Economy. Der solare Betrieb und Rekuperation macht dieses Fahrzeug zur umweltfreundlichen Alternative, leise, sauber und sicher. So bereichert ein Fahrradanhänger ein lebendiges Stadtbild und nutzt alle Wege der Infrastruktur. Von der Straße und dem Radweg geht es als Handwagen direkt ins Gebäude. Mit dieser ausgestatteten Technik vereinfacht der Fahrradanhänger seine Handhabung und eignet sich der daher auch gut für Verleihstationen oder Baumärkte und macht das Fahrrad zum Transporter.Mehr Informationen zu dem neuen intelligenten Fahrradanhänger und dem Projekt finden sich auf der Unternehmenswebseite von GoodMotion .

Regenerative Energiezentrale eines mittelständischen Betriebs mittels KWKK-Anlage
Gengenbach

Holzvergaser für die Nudelproduktion

Der Geflügelhof Zapf, ein nach Ökostandards produzierender Familienbetrieb bei Gengenbach, stellt wöchentlich rund 350.000 Eier und je anderthalb Tonnen Nudeln und Spätzle her. Um noch umweltfreundlicher produzieren zu können, stellte der Hof seine energieintensive Produktion auf neuartige Holzvergaser um. Unter Hitze wandeln die Anlagen Holzhackschnitzel in ein Brenngas um und nutzen so die im Holz vorhandene Energie effizienter. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und beliebt in Kriegszeiten, erprobten in den letzten Jahren einige Pilotprojekte Holzvergaser als Option für erneuerbare regionale Rohstoffe. Am Geflügelhof Zapf sind die Vergaser wärmegeführt, richten sich also danach, wie viel Wärmeenergie der Betrieb zum Kühlen und Heizen benötigt. Eine Resorptionsanlage wandelt Wärmeenergie in Kälte um und bildet zusammen mit den Holzvergasern ein flexibles Wärme- und Kältenetz, das auf verschiedenen Temperaturstufen den Hennenbetrieb wärmt, Energie liefert für die Nudeln- und Spätzleproduktion und die Produkte schließlich kühlt. Außerdem trocknet die Abwärme der Holzvergaser in einem automatisierten Silo die Hackschnitzel und versorgt den Hof mit Heizwärme. Im Rahmen eines weiteren Innovationsfondsprojektes erstellt die Hochschule Offenburg ein Managementsystem für das komplexe Energienetz und evaluierte die Ergebnisse. Das innovative System demonstriert, wie kleine und mittelständische Betriebe mit hohem Energiebedarf auf umweltfreundliche Techniken umstellen können.