Zurück zur Übersicht

GoodMotion - der intelligente Fahrradanhänger

Projekt 2020-12 GoodMotion-Trailer intelligenter Fahrradanhänger

Immer mehr Städte stehen vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Die bestehende Infrastruktur ist vielerorts am Limit, man wünscht sich das Paket bis vor die Haustüre und gleichzeitig eine lebenswerte Stadt, ohne Lärm und Luftverschmutzung, mit Parks und Fußgängerzonen. Die Elektromobilität soll hier auf vielen Ebenen Lösungen bringen, dazu braucht es kreative Lösungen für eine weitreichende Verkehrswende.

GoodMotion entwickelt den Lastenanhänger weiter und stattet diesen mit innovativer Technik für eine nachhaltige und intelligente Mobilität aus. In der Stadt von Morgen soll niemand mehr auf ein Auto angewiesen sein, um Transportaufgaben des alltäglichen Bedarfs zu erledigen. Ein Fahrradanhänger, ausgerüstet mit einer intelligenten Elektronik, macht jedes Fahrrad zum Lastenrad und bietet damit eine Alternative im Transportbereich zum PKW und Kleintransporter. Der Antrieb des Anhängers wird stets so geregelt, dass er keine Kraft auf das Zugfahrrad überträgt und gibt so ein leichtes Fahrgefühl, auch bei schweren Lasten. Ein umfassendes Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass der Anhänger immer sicher zum Stehen kommt.

Durch eine App bekommt er ein modernes Interface und verbunden mit dem Internet wird er Teil der Sharing-Economy. Der solare Betrieb und Rekuperation macht dieses Fahrzeug zur umweltfreundlichen Alternative, leise, sauber und sicher. So bereichert ein Fahrradanhänger ein lebendiges Stadtbild und nutzt alle Wege der Infrastruktur. Von der Straße und dem Radweg geht es als Handwagen direkt ins Gebäude. Mit dieser ausgestatteten Technik vereinfacht der Fahrradanhänger seine Handhabung und eignet sich der daher auch gut für Verleihstationen oder Baumärkte und macht das Fahrrad zum Transporter.Mehr Informationen zu dem neuen intelligenten Fahrradanhänger und dem Projekt finden sich auf der Unternehmenswebseite von GoodMotion.

Projektdaten

Projektnummer 2020-12
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger GoodMotion
Laufzeit 01.04.2020 - 31.12.2021
Zuschuss 113.095€

Downloads

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Verbesserung der Wasserqualität des Waldsees
Berghaupten

Besseres Wasser im Waldsees

Wie viele der 300 Baggerseen in Baden-Württemberg war der Waldsee bei Berghaupten sanierungsbedürftig. 1963 im Rahmen der Bauarbeiten für die B33 entstanden, war der beliebte Angel- und Badesee stark mit Algen und krautartigen Pflanzen bewachsen. Durch die steile Böschung, die Stück für Stück erodierte, war das Ufer für Badende schwer zu erreichen. Die bisher üblichen Methoden um Badegewässer zu sanieren, beispielsweise die Seenbelüftung, sind teuer und aufwändig. Das eigentliche Problem ist der zu kurze Nahrungskreislauf, bei dem Pflanzen an der Oberfläche direkt Nährstoffe vom Grund nutzen. Anstatt nur die Symptome zu bekämpfen, stärkte die Gemeinde Berghaupten stattdessen die Selbstreinigungskräfte des Sees, indem sie seine Struktur veränderte. Dabei entstanden am Ufer neue Flachwasserzonen, in denen Wasserpflanzen und Röhricht Nährstoffe binden. Bagger vertieften die Seemitte um stabile Wasserschichten zu schaffen. Dadurch gelangen weniger Nährstoffe vom Seegrund an die Oberfläche, wo sie zuvor Grundlage für den unerwünschten Bewuchs waren. Die veränderte Seestruktur verlängert den Nahrungskreislauf und verbessert damit die Wasserqualität. Den Erfolg dokumentierte ein wissenschaftliches Monitoring, das Sauerstoffgehalt, Sichttiefe, Phosphor- oder pH-Werte untersucht. Durch die einmalige Aktion spart die Gemeinde langfristig Kosten für die Seepflege und dient als Vorbild für andere Kommunen.

Innovatives Fahrradverleihsystem in Offenburg
Offenburg

Innovatives Fahrradverleihsystem

„Kopf an: Motor aus. Für null CO2 auf Kurzstrecken.“ Mit dem Motto der bundesweiten Kampagne wirbt die Stadt Offenburg für ihr nachhaltiges Verkehrskonzept. Um die Lebensqualität zu verbessern und das Klima zu schonen, engagiert sich die Stadt schon lange dafür, ihre Straßen radfreundlicher zu machen und den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Mit Erfolg: Bereits über die Hälfte der Wege legen Pendler, Touristen und Einwohner innerhalb Offenburgs mit Bus, Fahrrad oder zu Fuß zurück. Um den Anteil des Radverkehrs weiter zu erhöhen, plante die Stadt ein innovatives Leihsystem. Während deutschlandweit schon etliche Großstädte ihren Bürgern und Besuchern Leihräder anbieten, ist dieser Service in mittelgroßen Städten wie Offenburg noch selten. Auch dass Stammkunden des Tarifverbundes Ortenau die Fahrräder im ersten Jahr umsonst nutzen konnten, zeichnet das Offenburger Projekt aus.Das Leihsystem ist unkompliziert: Die 85 Leihfahrräder stehen am Hauptbahnhof und in einem Umkreis von drei Kilometern an benutzerfreundlichen Stationen. Über einen berührungsempfindlichen Bildschirm registrieren sich die Nutzer und können ihre Daten verwalten. Auch über das Handy kann man seit Juli 2010 auf das System zugreifen. Ein Netzwerk von Partnern sorgt dafür, dass der Verleih reibungslos funktioniert. Als Schnittstelle zwischen Radverleih und öffentlichen Nahverkehr koordinierte der Tarifverbund Ortenau (TGO) das Projekt. Die Firma nextbike, die schon in zahlreichen deutschen und österreichischen Städten ein erfolgreiches Radleihsystem betreibt, stellte die Räder bereit und wickelte die Logistik ab. Eine Offenburger Firma führt die Räder an die verschiedenen Standorte zurück, während das Notfalltelefon der städtischen Betriebe Störungsmeldungen entgegen nimmt und weiterleitet. Zur Zielgruppe gehören zum einen die 6.000 Kunden, die den öffentlichen Nahverkehr in Offenburg bereits täglich nutzen. Besonders für die 2.600 Berufspendler mit Jobticket, für ausländische Studenten oder Touristen ist das Angebot interessant. Gleichzeitig hofft die Stadt, auch Neukunden dazu zu bewegen, das Auto stehen zu lassen und auf Bus, Bahn und Fahrrad umzusteigen. Mit Plakaten, Flyern und im Internet machte die Stadt ihr Leihsystem bekannt. Eine Anzeigetafel, die via Netzwerkverbindung mit den Ausleihstationen verbunden ist, zeigt außerdem an, wie viel CO2 gegenüber einer Fahrt mit dem Auto eingespart wird.