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Innovativer Neubau des Ökoinstituts

Obwohl Passivhäuser bei den Wohngebäuden mittlerweile etabliert sind, sind sie für Bürogebäude noch kein Standard. Dass diese energiesparende Bauweise auch dort möglich ist, zeigt das neue Ökoinstitut im Freiburger Sonnenschiff. Als erstes Freiburger Plusenergiegebäude produziert es sogar mehr Energie als es benötigt. Das vom Freiburger Architekten Rolf Disch entworfene Gebäude ist damit Aushängeschild des Ökoinstituts, das seit mehr als dreißig Jahren im Umweltschutzbereich forscht und berät.

Als Teil des Sonnenschiffes in der Solarsiedlung beeindruckt der sechsstöckige Institutssitz mit einer innovativen Lüftungsanlage. Ohne dass Wärme verloren geht, versorgen spezielle, farbig verkleidete Lüftungsklappen in der Fassade die Räume mit Frischluft. Ein Wärmetauscher, das Lüften während der Nacht und das Verschatten im Sommer sorgen für die richtige Temperatur. Auch die Fassaden sind dem Standard voraus: Während die Wände von Passivhäusern normalerweise mit einer 20 bis 30 cm dicken Schicht konventioneller Dämmstoffe ausgestattet sind, hat das Ökoinstitut hocheffiziente Stahl-Vakuum-Panelle, die nur fünf cm messen.

Der Neubau zeigt, dass umweltfreundliches Bauen auch bei Bürogebäuden längst keine Einschränkungen mehr mit sich bringt. Mit hochwertigen Ökobaustoffen, natürlichem Licht und angenehmem Raumklima erhöht es den Komfort sogar. Dementsprechend groß ist das Interesse von Wirtschaft, Medien, Politik und selbst ausländischen Besuchergruppen. Unter anderem mit Führungen und einem Tag der offenen Tür informiert das Institut ausführlich über sein Konzept, das leicht auf andere Bürogebäude übertragbar ist.

Projektdaten

Projektnummer 2002-13
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Öko-Institut e.V.
Laufzeit Januar 2003 bis Dezember 2005
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg
Teningen

Erste Null-Energie-Käserei in Baden-Württemberg

Bei der Produktion von Käse und Quark entstehen große Mengen an Molke. Sie eignet sich nur bedingt als Lebens- und Futtermittel, weshalb die Molkereien sie oft teuer entsorgen müssen. Dass Molke aber energetisch wertvolle Biomasse ist, zeigte bereits 2003 ein Innovationsfondsprojekt bei der Breisgaumilch GmbH in Freiburg. Dort vergärte eine Pilotanlage die Molke zu Biogas mit einem überdurchschnittlichen Methangehalt von 65 Prozent. Weil sich die Anlage unter den damaligen Umständen als noch nicht wirtschaftlich erwies, führte Breisgaumilch das Projekt nach Ende der Laufzeit jedoch nicht fort. Auf die Ergebnisse baute nun die Hofkäserei Monte Ziego in Teningen auf: Der Biobetrieb plante die erste Nullenergiekäserei Deutschlands, will also ausschließlich mit nachhaltig auf dem Betriebsgelände erzeugter Energie auskommen. Eine Molkerei im Nullenergiestandard zu errichten ist besonders ehrgeizig: Konventionelle Käsereien benötigen viel Energie, weil sie Milch und Endprodukte sowohl kühlen müssen als auch Wärme benötigen, um Käse herzustellen. Monte Ziego setzt deshalb nicht nur auf Molkevergasung. Der Bau der Produktionsstätten folgt den neuesten Standards und nutzt systematisch alle vorhandenen Energiepotentiale aus. In Teningen entsteht so erstmals in Deutschland eine Biogasanlage, in der ausschließlich Molke zum Einsatz kommt. Ein Blockheizkraftwerk verbrennt das Biogas und erzeugt Strom und Wärme. Wenn die Ziegen im Winter weniger Milch geben, können die Betreiber entweder Molke aus anderen Molkereien zukaufen oder das BHKW mit Bioerdgas befeuern. Kälte gewinnt eine klimafreundliche Absorptionskältemaschine. Die neue Käserei verfügt damit über eine vorbildliche Produktionskette, die von der Bioziegenmilch aus dem Schwarzwald bis zum energiesparend erzeugten, handwerklich gefertigten Käse reicht. Gerade bei den Biolebensmitteln, wo sich Kunden und Hersteller besonders stark an nachhaltigen Kriterien orientieren, setzt Monte Ziegos Nullenergiekäserei neue Standards.

share.E – Mikroverleihsystem für E-Lastenräder in Wohnanlagen
Freiburg

Mikroverleihsystem für E-Lastenräder in Wohnanlagen

Die TeilRad GmbH entwickelt gemeinsam mit dem Bauverein Breisgau eG das innovative Geschäftsmodell share.E zur Einrichtung eines Mikroverleihsystems für E-Lastenräder für Bewohner von Wohnanlagen. share.E, ein Mikroverleihsystem für E-Lastenräder in Wohnanlagen, bietet nachhaltige Mobilität und einen Beitrag zu Klima- und Wasserschutz. share.E stellt E-Lastenräder exklusiv Bewohnern in Wohnanlagen zur Verfügung. Per Smartphone-App leihen die Hausbewohner ihr E-Lastenrad. Erforderliche Wartungen und Reparaturen erledigt share.E und ein umfangreicher Service steht mit Rat und Tat zur Seite. Der Fahrrad-Transport von Einkäufen, Gegenständen oder Personen wird durch einen E-Motor unterstützt. Die Vorteile von share.E sind zum einen die Entlastung des Straßenverkehrs, wodurch Klima und Gewässer geschützt werden. Gleichzeitig erhöht sich durch das komfortable Ausleihsystem die Wohn- und Lebensqualität in Wohnanlagen. Die Anschaffung eines E-Lastenrads ist für den Einzelnen sehr teuer und E-Lastenräder verbrauchen zusätzlich auch mehr Platz als gewöhnliche Fahrräder. Share.E bietet für beide Probleme eine Lösung. Da das Geschäftsmodell auf der Sharing Economy basiert und die Lastenräder in einem exklusiven Kreis gemeinsam genutzt werden, werden die Kosten für den einzelnen Nutzer und der Platzbedarf insgesamt erheblich gesenkt. Nicht zuletzt stellt das Mikroverleihsystem von share.E einen Beitrag zur Mobilitätswende dar. E-Lastenräder ermöglichen abgasfreie Mobilität im urbanen Umfeld. Durch die Reduzierung von Straßenlärm werden Menschen sowie Tiere geschützt. Dem Drang nach Mobilität und der Suche nach nachhaltiger Lebensqualität unter Berücksichtigung eines aktiven Klima- und Wasserschutzes entsprechend, werden den Bewohnern E-Lastenräder im unmittelbaren Wohnumfeld zur Verfügung gestellt. Es ergeben sich kurze Wege und schnelle Verfügbarkeit. Ein Pilotprojekt in Wohnanlagen des Bauvereins dient als Lehrstück zur Entwicklung des Geschäftsmodells bis hin zur Marktreife und Überführung in den Regelbetrieb.