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Klimapflanzschule

2008 entstand u.a. mit Unterstützung des Innovationsfonds das Informations- und Bildungszentrum WaldHaus Freiburg. Für Schulklassen, Fachleute und interessierte Laien bietet es Ausstellungen, Aktionstage, ein offenes Jahresprogramm oder Bildungskonzepte im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwickllung. Insbesondere die innovativen Angebote für Schulklassen richteten sich bisher an Grundschüler oder, wie beispielsweise die ebenfalls geförderte SchulverWaldung vor allem an die Mittelstufe.

Ergänzend zielte die Freiburger Klima Pflanzschule nun auf die Klassenstufen 5-7 ab. Hier betreuten Schüler über drei Jahre hinweg Baumsetzlinge und lernten aktiv und außerhalb des Klassenzimmers die Themen Lebensraum Wald und nachhaltige Entwicklung im regionalen Raum kennen. Über die 3 Jahre hinweg konnten 253 Schüler*innen an dem Innovationsfonds Projekt teilnehmen. Sie sammelten Samen, zogen Sämlinge heran, pflegten sie und pflanzten die kleinen Bäume schließlich eigenhändig aus. Diese stufenweise Entwicklung macht biologische Phänomene und ökologische Zusammenhänge anschaulich sichtbar und sensibilisiert die Schüler für einen verantwortungsvolleren Umgang mit natürlichen Ressourcen. So lernen sie beispielsweise, wie lange verschiedene Baumarten brauchen, um hiebreif zu werden, also eine Höhe von 30 bis 60 Metern zu erreichen. Bei der Eiche sind das bis zu 200 Jahre. Ein besonderer Augenmerk lag auf dem Thema Wald und Klimawandel, beispielsweise durch den Vergleich, wie klimaresistent verschiedene Baumsorten sind. Exkursionen zu Baumschulen und Forschungsinstitutionen in der Umgebung ergänzten das Angebot.

Darstellung drei wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt:

  • Bildungsarbeit zu Klimawandel und –Schutz wird von den Schulen rege angenommen. Bereits jetzt liegen uns mehrere Anfragen für das Programm des Wald- und Klimaschutzlabor, das 2021 eröffnet vor. Einige Schulen interessieren sich für feste, mehrjährige Kooperationen mit dem Waldhaus, die in das Schulcurriculum integriert werden sollen.
  • Die Übernahme von Verantwortung für ein klasseneigenes Pflanzbeet fördert die Anteilnahme am Projekt maßgeblich. Durch die Arbeit in der Natur baut sich Naturverbundenheit auf, was bei den SchülerInnen Motivation zu Engagement für den Klimaschutz weckt.
  • Veranstaltungen in kompakten Blöcken sind besser kompatibel mit dem Schulalltag und erleichtern den SchülerInnen das Einlassen auf die Thematik. Das komplexe Thema des Klimawandels kann nur mit mehrtägigen (besser noch mehrjährigen) Projekten in der Notwendigen Tiefe vermittelt werden.

Projektdaten

Projektnummer 2017-12
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Stiftung WaldHaus Freiburg
Laufzeit Juli 2017 bis Dezember 2020
Zuschuss 129.383 €

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Unser Haus - fit für die Zukunft
Freiburg

Unser Haus - fit für die Zukunft

Jugendliche sind die Hausbesitzer und damit die energetischen Sanierer von morgen. Die meisten Sanierungen werden aber derzeit von älteren Hausbesitzern durchgeführt. Das liegt zum einen an der finanziellen Lage jüngerer Sanierer, jedoch auch am mangelnden Wissen um Technologien und Fördermöglichkeiten. Jugendliche sind außerdem wichtige Botschafter für klimabewusstes Verhalten in ihren Familien. Deshalb konzipierte fesa e.V. das Projekt „Unser Haus – Fit für die Zukunft“, bei dem Schülern der Klassen 9-11 ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und die finanziellen und ökologischen Vorteile einer nachhaltigen Bauweise vermittelt werden. Zu Projektbeginn maßen die Schüler der 15 beteiligten Klassen den Energieverbrauch des eigenen Hauses und setzen diesen ins Verhältnis zu Nutzerverhalten, Baujahr und Energieversorgung. Sie besichtigen ein Haus in der Sanierungsphase und lernen dort am praktischen Beispiel verschiedene Maßnahmen sowie die beteiligten Handwerker, Energieberater und Ingenieure kennen. Besuche bei lokalen Handwerks- und Planungsbetrieben vertieften dieses Wissen und zeigten den Jugendlichen die Berufsvielfalt im Bereich Sanierung und erneuerbare Energien. In einem Planspiel nahmen die Schüler anschließend die Rollen von Hausbesitzer, Bank, Energieberater und Handwerkern ein, um die einzelnen Planungsschritte sowie die finanziellen und ökologischen Aspekte verschiedener Technologien und Maßnahmen nachzuvollziehen. Auf einer öffentlichen Veranstaltung stellten die Jugendlichen schließlich ihre Ergebnisse vor und trainierten dabei ihre rhetorischen Fähigkeiten. Das Projekt gibt Jugendlichen die Möglichkeit, praxisbezogenes Wissen im Bereich effiziente Energienutzung, Handwerk, Pressearbeit und Finanzplanung selbstständig zu erarbeiten. Es fördert damit einen nachhaltigeren Lebensstil und zeigt die Berufschancen besonders im ländlichen Raum auf. Nach Projektabschluss evaluierte fesa e.V die einzelnen Projektkomponenten, und stellt die Lehrmaterialien nun auf ihrer Webseite zur Verfügung. Weitere Informationen und Materialien finden Sie auch auf der Projektwebseite. Drei Haupterkenntnisse: Der Blick auf das eigene Haus zeigte den SchülerInnen die Potentiale für erneuerbare Energie und Sanierung und regte zum Nachdenken über eine nachhaltige Zukunft an. Die SchülerInnen trugen das Projekt nach Hause und regten damit ihre Eltern zum Nachdenken über Gebäudesanierung nach. In vielen Elternhäusern wurde jedoch bereits saniert, so dass neue Maßnahmen nicht immer sinnvoll waren.

Modulares aktives Energiecontrolling
Stetten

Alle Energieverbräuche unter Kontrolle

Herkömmliche Messungen von Gas-, Strom-, oder Wasserverbrauch für große Gebäudekomplexe sind meist zeitaufwändig, ineffizient und durch menschliche Messfehler oft auch nicht exakt genug. Mögliche Fehlerquellen und Einsparpotentiale werden häufig erst bei der Auswertung am Jahresende erkannt. Die Diakonie Stetten entwickelte zusammen mit ALV Prozess- u. Anlagentechnik ein innovatives, internetbasiertes Energiecontrolling- und -managementsystem für ihre knapp 40 Gebäude, das die Bedürfnisse nach einer ständigen, zeitnahen und zentralen Kontrolle voll erfüllt. Die Besonderheit des Systems ist, dass es über eine speziell entwickelte Software alle Messdaten an einen Server überträgt und via Internet verschiedenen Benutzerkreisen zugänglich ist. Es erlaubt Kontrolle rund um die Uhr und alarmiert bei Störungen oder Auffälligkeiten per Email oder SMS beispielsweise den zuständigen Hausmeister. Außerdem können die Nutzer den Energie- oder Wasserverbrauch nach Tages- oder Jahreszeit auswerten, so Prognosen erstellen und damit die Gebäude effizienter verwalten. Durch den einfachen Aufbau, die intuitive Nutzeroberfläche und die übersichtliche visuelle ist das System auch für Laien zugänglich und passt sich vollkommen an die örtlichen Gegebenheiten an. Mit ihrem modularem Energiecoaching ist die Diakonie Stetten Beispiel dafür, wie moderne EDV-Technik auch bei großen Gebäudekomplexen Energie sparen können.

Fahrrad-Energie-Station für Kino, Vorträge und andere Events
Freiburg

Fahrradenergiestationen für mobile Energie

Wie viel Aufwand nötig ist, um auch nur genug Strom für eine Glühbirne zu erzeugen, wissen nur die wenigsten. Dieses Bewusstsein zu wecken war das Ziel der sogenannten Fahrradenergiestationen des Vereins Solare Zukunft. Eine solche Energiestation bestand jeweils aus zehn umgebauten Heimtrainern, verbunden mit einem Adapter und einer Batterie. So entstand ein mobiles System, in dem die Nutzer zuerst Elektrizität produzierten und sie anschließend CO2-neutral nutzten. Displays an jedem Rad zeigten an, wie viel Energie der Fahrer bereits erzeugt hatte; ein größerer Bildschirm fasste die Summe aller Räder zusammen. Auch während anschließend Lampen oder Beamer für Kinovorführungen den Strom verbrauchten, machten Anzeigen bewusst, wie hoch der Verbrauch ist und wie viel Energie noch verbleibt. Der Verein bindete die Stationen in das eigene Bildungsangebot ein, zu dem beispielsweise Projekttage, Bastelaktionen oder Fortbildungen zum Umwelt- und Klimaschutz gehörten. In Teamarbeit strampelten Kinder- und Jugendgruppen, um Filmvorführung zu ermöglichen oder Batterien aufzuladen und lernten dabei eindrücklich, wie viel Muskelkraft nötig ist, um „Selbstverständliches“ wie Computer oder Lautsprecher zu betreiben. Auch externe Institutionen konnten die Stationen ausleihen, um beispielsweise Strom für Ferienlager, Filmvorführungen, Klassenfeste oder andere Veranstaltungen zu gewinnen und dabei gleichzeitig das Bewusstsein für Energie- und Klimafragen zu schärfen. Das FES bekommt eine neue Software. Nach wie vor im Einsatz und beliebt ist das Fahrrad-Energie-System (FES) , das nun durch ein neues Innovationsfonds Projekt, erweitert wird, mit neuen Ideen und Themen, um das System zukünftig noch vielfältiger einsetzen zu können.