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Lahrs Exkursionsführer zu Energie- und Wasserthemen

In der Region gibt es im Bereich erneuerbare Energien und Wasserschutz zahlreiche interessante Objekte, beispielsweise Solaranlagen, BHKW oder Passivhäuser. Ein kostenloser Führer der Stadt Lahr hilft Interessierten jetzt dabei sie zu finden.

In einer ansprechenden Materialsammlung präsentieren die Lahrer alles Wichtige. Ein Informationsteil präsentiert die Objekte in Wort und Bild und illustriert die Anfahrtswege. Daneben finden sich allgemeine Informationen zur dargestellten Energieform.

Der zweite Teil richtet sich als Arbeitsblatt mit Fragen und Aufgaben direkt an Schüler, die so am Objekt praktisch und nachhaltig lernen. Weil der neue Bildungsplan vorsieht, dass sich die Klassenstufen sieben bis neun mit dem Thema regenerative Energien befassen, zielt das Projekt besonders auf diese Altersgruppe ab. Aber auch Familien oder Touristen, beispielsweise bei einer Stadtführung, fühlen sich vom Konzept angesprochen.

Im Internet wirbt die Stadt für ihr Konzept, das Umweltbewusstsein ihrer Einwohner zu erhöhen und sie zu einem nachhaltigen Lebensstil zu ermutigen.

Projektdaten

Projektnummer 2005-11
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Stadt Lahr
Laufzeit April 2005 bis Juli 2010
Zuschuss 22.185

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Solarthermie-Initiative Freiburg mit Pilotprojekt "Klimafreundliche Wärmeversorgung eines denkmalgeschützten Mehrfamilienhaus-Ensembles mit innovativer Solarthermieanlage"
Freiburg

Solarthermie-Initiative Freiburg. Solarthermie in denkmalgeschützten Gebäudekomplexen

Das hinter der Energiewende vor allem auch eine Wärmewende steckt, wird oftmals noch ausgeblendet. Die Stadt Freiburg und der Bauverein Braisgau eG haben dies in den Mittelpunkt ihres Projektes gestellt und gehen zukunftsweisend vorran. In Mehrfamilienhäusern werden solarthermische Anlagen zur Unterstützung der Heizanlagen noch selten genutzt. Mit einem Pilotprojekt machte die Freiburger Solarthermie-Initiative diese bewährte Technik einem weiteren Publikum bekannt und zeigte Wege auf, um Energie und Kosten zu sparen und Investitionshemmnissen zu überwinden. Dazu sanierten die Stadt Freiburg zusammen mit dem Bauvereins Breisgau eG und dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) ein denkmalgeschütztes Gebäude als Modellprojekt, an dem sie verschiedene Techniken und Herangehensweisen demonstrierten. Die Etagenheizungen des fast hundertjährigen Freiburger Gebäudekomplexes in der Emmendinger Straße wurden im Laufe des Projektes durch eine zentrale und klimafreundliche Anlage ersetzt. Auf etwa 200 Quadratmetern Dachfläche installieren sie Solarkollektoren, die optimal in die historische Architektur integriert werden. Ein Mikrowärmenetz verteilt die Heizwärme auf die zehn Häuser. Um auch den restlichen Wärmebedarf möglichst ökologisch bereit zu stellen wurde ergänzend ein BHKW installiert und in das Gesamtsystem integriert. Dies ermöglicht durch einen eigens hierfür aufgesetzten Mieterstromvertrag die überwiegende Mehrheit an Wohnungen neben der Wärmeversorgung auch mit eigenerzeugtem Strom zu versorgen. Das Fraunhofer ISE begleitete die Bauarbeiten, analysierte die Solarerträge und bietet Lösungen für anfallende Probleme. Aus diesen Daten erstellten die Wissenschaftler anschließend Empfehlungen für Handwerksbetriebe sowie für Hausbesitzer, die eine solarthermische Anlage in Erwägung ziehen. Dies war Teil des zweiten Projektschrittes, der die rechtlichen, systemtechnischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte auf allgemeiner Ebene analysierte und in verschiedenen Veranstaltungen und Publikationen einer breiten Öffentlichkeit vermittelte. Hausbesitzer und Handwerker konnten so erfahren, unter welchen Bedingungen sich eine solarthermische Anlage lohnt, wie sich diese am besten in bestehende Gebäudestrukturen einbinden lässt und welche Vorteile sich für Mieter und Vermieter ergeben. Die neue Solarthermieanlage in der Emmendinger Straße wird pro Jahr etwa 80 MWh Wärme erzeugen, damit 10.000 m3 Erdgas ersetzen und so etwa 20 Tonnen CO2 einsparen. Darüber hinaus leisten die Projektpartner wichtige Vorarbeit, um wie geplant bis 2020 17% des Raumwärmebedarfs in Freiburger Wohngebäuden aus erneuerbaren Energien zu decken. Weitere Informationen können Sie dem beigefügten Abschlussbericht entnehmen. Drei wesentliche Erkenntnisse: Die Ausstattung einer Wohnungsübergabestation hat entscheidenden Einfluss auf die Effizienz der Solarthermienutzung. Wesentlich ist ein temperaturge-steuerten Regler, sodass die Rücklauftemperatur im Primärkreis auch bei kurzzeitigen Zapfvorgängen konstant niedrig und damit die Temperatursprei-zung im Speicher hoch gehalten werden kann. Solarthermie und BHKW können sich gut ergänzen. Insbesondere im Sommer bot die Kombination der beiden Wärmequellen Vorteile, da der Heizkessel hier so gut wie vollständig außer Betrieb war. Dadurch wird ein ineffizient hohes Takten des Kessels vermieden, was sonst für diesen Zeitraum typisch ist. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Funktionieren des Gesamtsystem und Erreichen der Sollwerte war die vollständige regelungstechnische Vernetzung von Solarthermie, BHKW und Kesselanlage sowie des hydraulischen Netzes mit Pumpen, Ventilen und Fernüberwachungssystem.

Naturpark-Detektive - vom Netz in die Natur
Bühlertal

Naturpark-Detektive - vom Netz in die Natur

Durch die zunehmende Digitalisierung verbringen Kinder immer mehr Zeit vor Computer und Smartphone statt in der Natur. Ihr Wissen über die Natur und ihre Heimat nimmt ab und damit oft auch deren Wertschätzung. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung aber auch viele Chancen und wird zukünftig nicht mehr wegzudenken sein. Dieser Entwicklung möchte der Naturpark Rechnung tragen und in einem neuen, innovativen und interaktiven Umweltbildungsprojekt die Vorteile beider Welten – der digitalen und der analogen – nutzen und miteinander verknüpfen, um Kindern die Natur und ihre Heimat wieder näher zu bringen. Durch das Erleben und Verstehen der Zusammenhänge in der Natur sollen sie so zu einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen angeregt werden. Es soll ein ökologisches Bewusstsein geschaffen werden. Die Grundidee des Projektes „Naturpark-Detektive – vom Netz in die Natur“ ist es, Kinder dazu anzuregen, den Zusammenhängen in der Natur auf spielerische und abenteuerliche Weise auf die Spur zu kommen. Dies gelingt, indem sie Abenteuer in der Natur – also draußen – erleben und dort Rätsel und Aufgaben lösen, die sie auf der Internetseite der Naturpark-Detektive gestellt bekommen. Es soll eine lebendige, aktuelle und attraktive Plattform entstehen. Zur Umsetzung des Projektes soll das Partnernetzwerk des Naturparks einbezogen werden, also die Förderer, aber vor allem auch die Naturpark-Schulen und Mitgliedsgemeinden. Es soll mit den Naturpark-Detektiven ein begeisterndes, variables, am Zeitgeist orientiertes, kommunikatives und auf Schwarzwälder Wurzeln basierendes Umweltbildungs-Projekt geschaffen werden, welches Modellcharakter aufweist.

Modulares aktives Energiecontrolling
Stetten

Alle Energieverbräuche unter Kontrolle

Herkömmliche Messungen von Gas-, Strom-, oder Wasserverbrauch für große Gebäudekomplexe sind meist zeitaufwändig, ineffizient und durch menschliche Messfehler oft auch nicht exakt genug. Mögliche Fehlerquellen und Einsparpotentiale werden häufig erst bei der Auswertung am Jahresende erkannt. Die Diakonie Stetten entwickelte zusammen mit ALV Prozess- u. Anlagentechnik ein innovatives, internetbasiertes Energiecontrolling- und -managementsystem für ihre knapp 40 Gebäude, das die Bedürfnisse nach einer ständigen, zeitnahen und zentralen Kontrolle voll erfüllt. Die Besonderheit des Systems ist, dass es über eine speziell entwickelte Software alle Messdaten an einen Server überträgt und via Internet verschiedenen Benutzerkreisen zugänglich ist. Es erlaubt Kontrolle rund um die Uhr und alarmiert bei Störungen oder Auffälligkeiten per Email oder SMS beispielsweise den zuständigen Hausmeister. Außerdem können die Nutzer den Energie- oder Wasserverbrauch nach Tages- oder Jahreszeit auswerten, so Prognosen erstellen und damit die Gebäude effizienter verwalten. Durch den einfachen Aufbau, die intuitive Nutzeroberfläche und die übersichtliche visuelle ist das System auch für Laien zugänglich und passt sich vollkommen an die örtlichen Gegebenheiten an. Mit ihrem modularem Energiecoaching ist die Diakonie Stetten Beispiel dafür, wie moderne EDV-Technik auch bei großen Gebäudekomplexen Energie sparen können.