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Naturnahe Abwasserreinigung in Teichkläranlagen

In der Teichkläranlage Volkertsweiler der Gemeinde Neuhausen lagen die Werte für Ammonium-Stickstoff teilweise über der erlaubten Norm. Die Gemeinde erprobte deshalb, inwieweit sich Dämme aus verschiedenen Filtermaterialien dafür eignen, das Wasser natürlich zu filtern. Das Verfahren, an sich bekannt aber von Kommunen noch kaum genutzt, verwendet horizontale und vertikale Filter: Die Vertikalfilter bestanden aus Containern gefüllt mit Materialien wie Sand, Split oder Kies, durch die das Wasser floss. In den zwei horizontal durchflossenen Dämme filterten Kies und Kalksplit das Wasser. Schilfjungpflanzen bewachsen beide Varianten und verhindern, dass sich das Klärsubstrat zu stark verdichtet. Während die Vertikalfilter am besten bei warmen Wassertemperaturen in den Sommermonaten arbeiteten, waren die Horizontalfilter im Winter am effizientesten.

Nur der Vertikalfilter mit Lavasand schaffte es, den Ammoniomwert unter die Höchstgrenze zu bringen. Die Experten empfehlen deshalb, ihn künftig in ähnlichen Anlagen einzusetzen.

Projektdaten

Projektnummer 2003-01
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Bürgermeisteramt Neuhausen ob Eck
Laufzeit November 2002 bis September 2003
Zuschuss 4.416

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Leistungsfähigkeit von Elektrowärmepumpen
Lahr

Wie gut arbeiten Wärmepumpen in der Praxis?

Elektrowärmepumpen gelten als umweltfreundliche Option, um Gebäude mit Wärme und Heizwasser zu versorgen. Sie nutzen Umweltwärme aus Umgebungsluft, Grundwasser oder Erdreich, um mit Hilfe elektrischer Energie das Wasser auf Heizniveau anzuheben. Bisher fehlten aber noch Studien, die genau zeigen, unter welchen Bedingungen die jeweiligen Varianten wirklich energieeffizient und wirtschaftlich sind. Die Lokale Agenda 21 in Lahr holte das in Kooperation mit Badenova, der Hochschule Offenburg, der Ortenauer Energieagentur und den lokalen Elektro-, Heizungsinnungen nun nun nach. In einem zweijährigen Feldtest analysierten sie die Messwerte von 33 Luft-, Erdreich-, Grundwasserpumpen, die Ein- oder Zweifamilienhäuser wärmen oder für warmes Wasser sorgen. Die untersuchten Systeme zeigten erhebliche Unterschiede. Die Jahresarbeitszahl (JAZ), die das Verhältnis von Strominput und Wärmeoutput bezeichnet, ist das geeignete Maß um festzustellen, wie effektiv eine Wärmepumpe ist. Erdreichwärmepumpen erwiesen sich beim Feldtest als die effizienteste Lösung. Ihre Jahresarbeitszahl lag im Durchschnitt über dem Wert von 3,1, welcher eine energieeffiziente Anlage auszeichnet. Die Grundwasserpumpen schnitten etwas schlechter ab, wobei die besseren Modelle zeigten, dass nicht das Prinzip an sich, sondern die noch nicht ganz ausgereiften Modelle dafür verantwortlich waren. Die stark schwankenden Ergebnisse zeigen, dass es sich lohnt, weiter in die Technik zu investieren um die Systeme effizienter zu machen. Außerdem sind Berater und das Handwerk gefordert, die Wärmepumpen optimal an die lokalen Gegebenheiten anzupassen und regelmäßig zu warten, um die Anlagen so wirtschaftlich und umweltfreundlich wie möglich zu betreiben. Mehr Informationen auf der Homepage der Lokalen Agenda Lahr .