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Ökologische Schulkantine

Ungesunde Ernährung und Übergewicht bei Kindern stellen die Gesellschaft vor ein wachsendes Problem. Mit ihrem Pilotprojekt führt die Wenzinger Schule regionales, ökologisches Kantinenessens ein und ist damit Vorreiter für andere Schulen. Das ausgeklügelte Konzept verbindet Umweltschutz und Ernährungserziehung und schafft einen Ort, an dem sich Schüler und Lehrer als Teil der Schulgemeinschaft fühlen. Innovativ ist außerdem die Idee, den Schülern ihre Mahlzeiten nicht vorzuschreiben, sondern ihnen eine große und gesunde Auswahl zu bieten. Sie haben freie Wahl zwischen verschiedenen ernährungsphysiologisch abgestimmten Essensangeboten, darunter ein Tagesessen oder frisch zubereitete Pastagerichte. Mindestens die Hälfte der eingesetzten Nahrungsmittel stammt dabei aus Bio-Anbau.

Das neue Mensakonzept schont Ressourcen, vermeidet Abfall und unterstützt die lokalen Erzeuger. Darüber hinaus stärken pädagogische Begleitmaßnahmen das Bewusstsein der Schüler für ihre Ernährungsgewohnheiten und wirken in die Familien zurück.

Erfolg und Fortschritte kontrollierte die wissenschaftliche Auswertung der Sigmaringer Fakultät Life Sciences. Die Freiburger Ökostation führte verschiedene Aktionen mit den Schülern durch.

Projektdaten

Projektnummer 2008-25
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Stadt Freiburg
Laufzeit bis Dezember 2011
Zuschuss 43.358

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

RegioNetz für Klimaschutz - Regionalnetzwerk zur Stärkung ehren-amtlichen Klimaschutzengagements im ländlichen Raum
Freiburg

Ehrenamtliches Engagement für den Klimaschutz

Bund und Land geben vor, bis 2050 die CO2-Emission um etwa 90 Prozent zu verringern. Dieses ehrgeizige Ziel kann man nur erreichen, wenn sich alle Gesellschaftsbereiche für den Klimawandel einsetzen. Gerade kleineren Gemeinden fehlt es jedoch oft an Personal, Fachwissen und Finanzen, um Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen. Ehrenamtliches Engagement kann diese Lücke zumindest teilweise füllen und spielt heute schon eine entscheidende Rolle im Umweltschutz. So beteiligten sich in den letzten Jahren Bürger an Windkraftanlagen und kommunalen Hackschnitzelkraftwerken, initiierten Arbeitsgruppen oder setzten sich dafür ein, ihren Ort in ein Bioenergiedorf umzuwandeln. Mit einem Regionalnetzwerk unterstützte und vernetzte der gemeinnützige Verein Fesa nun Privatpersonen und Initiativen und gab Anstoß für weitere Projekte. Das Projekt bringt damit Privatleute und Initiativen zusammen, die meist Fachwissen und Kenntnis lokaler Gegebenheiten mitbringen, oft aber wenig Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit oder rechtlichen Fragen haben. Um den Initiativen zu helfen, Wissen und Erfahrung auszutauschen, baute Fesa zunächst eine Koordinationsstelle auf, deren Datenbank alle vorhandenen Initiativen erfasst und auf einer Webseite vorstellt. Eine Hotline berät zu rechtlichen, fachlichen und organisatorischen Fragen. Ein ehrenamtlicher Expertenpool steht ebenfalls bereit. Das Bildungsnetzwerk ergänzt die Koordinationsstelle, bietet eine Übersicht über vorhandene Angebote von Fortbildungsinstitutionen zum Beispiel in Handwerk und Bildungswerken, und koordiniert diese mit den eigenen Kursen. Vorgesehen waren fachliche Themen wie Klimaschutzarbeit und erneuerbare Energien sowie Kurse zu Organisation und Projektmanagement. Öffentlichkeitsarbeit, das dritte Standbein des Regionalnetzwerks, machte die Initiativen einem größeren Publikum bekannt und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und ehrenamtlichen Akteuren. Auf lange Sicht mobilisiert das Regionalnetzwerk großes Potential für die gesamte Region.

Fahrrad-Energie-Station für Kino, Vorträge und andere Events
Freiburg

Fahrradenergiestationen für mobile Energie

Wie viel Aufwand nötig ist, um auch nur genug Strom für eine Glühbirne zu erzeugen, wissen nur die wenigsten. Dieses Bewusstsein zu wecken war das Ziel der sogenannten Fahrradenergiestationen des Vereins Solare Zukunft. Eine solche Energiestation bestand jeweils aus zehn umgebauten Heimtrainern, verbunden mit einem Adapter und einer Batterie. So entstand ein mobiles System, in dem die Nutzer zuerst Elektrizität produzierten und sie anschließend CO2-neutral nutzten. Displays an jedem Rad zeigten an, wie viel Energie der Fahrer bereits erzeugt hatte; ein größerer Bildschirm fasste die Summe aller Räder zusammen. Auch während anschließend Lampen oder Beamer für Kinovorführungen den Strom verbrauchten, machten Anzeigen bewusst, wie hoch der Verbrauch ist und wie viel Energie noch verbleibt. Der Verein bindete die Stationen in das eigene Bildungsangebot ein, zu dem beispielsweise Projekttage, Bastelaktionen oder Fortbildungen zum Umwelt- und Klimaschutz gehörten. In Teamarbeit strampelten Kinder- und Jugendgruppen, um Filmvorführung zu ermöglichen oder Batterien aufzuladen und lernten dabei eindrücklich, wie viel Muskelkraft nötig ist, um „Selbstverständliches“ wie Computer oder Lautsprecher zu betreiben. Auch externe Institutionen konnten die Stationen ausleihen, um beispielsweise Strom für Ferienlager, Filmvorführungen, Klassenfeste oder andere Veranstaltungen zu gewinnen und dabei gleichzeitig das Bewusstsein für Energie- und Klimafragen zu schärfen. Das FES bekommt eine neue Software. Nach wie vor im Einsatz und beliebt ist das Fahrrad-Energie-System (FES) , das nun durch ein neues Innovationsfonds Projekt, erweitert wird, mit neuen Ideen und Themen, um das System zukünftig noch vielfältiger einsetzen zu können.