Zurück zur Übersicht

Rheintacho - flexible Wasserkraft

1972 legten die damaligen Besitzer das Wasserkraftwerk Rheintacho am Freiburger Gewerbekanal still. Mit der üblichen Technik war die Anlage in dem breiten Kanal, wo das Wasser nur einen geringen Höhenunterschied überwindet und den zudem eine große Wassermenge durchfließt, nicht wirtschaftlich genug.

Mit einer maßgeschneiderten, innovativen Lösung produziert der heutige Besitzer Michael Wagner dort jetzt wieder Strom. Besonders breit, aber mit einem kleinen Durchmesser ist das neue, oberschlächtige Wasserrad exakt an die Umstände angepasst und dreht sich angesichts der großen Wassermengen besonders schnell. Pro Jahr liefert die Anlage 150.000 Kilowattstunden Ökostrom und vermeidet so circa 90 Tonnen CO2. Als Teil eines Wasserkraftlehrpfades demonstriert das Kraftwerk, wie es mit flexiblen Lösungen auch an vormals ungeeigneten Stellen möglich ist, Strom aus Wasserkraft zu gewinnen.

Projektdaten

Projektnummer 2004-03
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Michael Wagner, Freiburg
Laufzeit Oktober 2003 bis Februar 2004
Zuschuss 36.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Wärme- und Stromversorgung von Wohn- und Gewerbeimmobilien in der Zukunft - Intelligente Vernetzung, Erzeugung, Verbrauch und Nutzer über Smarthome-Anwendungen
Herbolzheim

Smarthome Technologie im Mehrfamilienwohnhaus

Die Digitalisierung der Energiewende macht auch vor der Wärmeversorgung nicht Halt und kann in einer großen zentralen Wärmeerzeugungsanlage viel schneller und effektiver umgesetzt werden, als in vielen kleinen dezentralen Anlagen. Darüber hinaus wird die Sektorenkopplung, also die Kopplung zwischen Strom, Wärme und Mobilität den künftigen Erfolg der Energiewende bestimmen. Dezentrale Heizkraftwerke mit Wärmenetzen, Pufferspeichern und schnell regelbaren und kaskadierbaren Blockheizkraftwerken zur Stromerzeugung werden bei einer ganzheitlichen Betrachtung der Energiewende (Strom + Wärme) im Zeitalter der Digitalisierung unverzichtbar. Gleichzeitig hält die Digitalisierung auch im Bereich des privaten Wohnens aktiv Einzug. Neben der Optimierung des Energieverbrauchs zur Beheizung sowie zur Steuerung des Stromverbrauchs kommen zunehmend Aspekte der Sicherheit und Komfortansprüche in den Fokus der Nutzer. Diese beiden Welten zusammenzuführen, dieser Aufgabe möchte sich der Bauverein im Rahmen von diesem Pilotprojekts stellen. Basis dafür sind aktuelle Ansätze, wie sie z.B. die Flüwo - eine Wohnungsbaugenossenschaft in Stuttgart - in einem Pilotprojekt in Dossenheim verwirklich hat. Auf dieser Erfahrung aufbauend möchte die EVB gemeinsam mit dem Investor und Betreiber, dem Bauverein Breisgau eG ein neues Investitionsobjekt in Herbolzheim mit den aktuellen Möglichkeiten der Digitalisierung umsetzen. Partner neben dem Bauverein Breisgau eG und der Energieversorgungsgesellschaft Bauverein Breisgau mbH soll AHZ Engineering sein, die mit der Digitalisierung von Wohnprojekten und Wohn-/Gewerbeprojekten sehr große Erfahrungen aufweist. Ziel dieses Projekts ist es, die Digitalisierung, die im Rahmen der Umsetzung der Energiewende notwendig und sinnvoll ist, in Einklang zu bringen mit den Produkten, die über ein intelligentes Energiemanagement den Energieverbrauch (Wärme und Strom) senken, den Komfort der Bewohner steigern und dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis Rechnung tragen. Hierfür werden innerhalb des Projekts unterschiedliche Komponenten von digitalSTROM verbaut und auf ihre Anwendung untersucht.

Einsatz einer voll-elektrischen Straßenkehrmaschine der 2m³-Klasse
Freiburg

Leise, emissionsarme Straßenkehrmaschine für Freiburg

Die Straßenkehrmaschinen der Abfall- und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sind täglich unterwegs und halten die Stadt sauber. Die herkömmlichen, dieselbetriebenen Fahrzeuge sind aber laut und haben eine hohe CO2- und Schadstoffemission. Pro Jahr verbrauchen sie durchschnittlich 8.400 Liter Diesel. Ein Feldversuch der ASF erprobte deshalb eine vollelektrische und damit wesentlich leisere Kehrmaschine. Solche Maschinen sind bereits kommerziell erhältlich, wegen der teuren Akkus aber für die meisten Gemeinden noch nicht wirtschaftlich. Sind die höheren Anschaffungskosten jedoch gestemmt, liegen die Betriebskosten und Emissionswerte weit unter denen herkömlicher Fahrzeuge. So lassen sich mit einem einzigen Fahrzeug pro Jahr etwa 27 Tonnen CO2 einsparen. Eine ausführliche Dokumentation und Evaluation von Energieverbrauch, Reinigungsleistung, Geräuschemission, sowie den Betriebserfahrungen begleiteten das Projekt. Die Innovationsfondsförderung half, den Mehraufwand bei der Integration innovativer Technologien in bestehende Arbeitsabläufe und Kontexte zu kompensieren, und das Projekt übertragbar zu machen. Die Freiburger Kehrmaschine dient auch anderen Städten und Kommunen als Anschauungsobjekt. Bei Erfolg können sie nach und nach dieselbetriebene mit elektrischen Straßenkehrmaschinen ersetzen. 2011 erprobte die ASF bereits in einem weiteren Innovationsfondsprojekt ein Müllauto mit diesel-elektrischem Hybridbantrieb , das weiterhin im Einsatz ist. Stadtarbeiter und Anwohner loben regelmäßig den angenehm leisen Betrieb und die niedrige Abgasemisssion. Die Stadt Achern führt ein ähnliches Projekt mit einem elektrischem Müllsammelfahrzeug und elektrischen Geräten für die städtische Gartenpflege durch. Vier wesentliche Erkenntnisse: Die technische Funktionalität der eSKM im Innenstadtgebiet konnte bewiesen werden. alle Zielsetzungen wurden erfüllt. Die Einsparungen der Betriebskosten gegenüber einer konventionellen dieselbetriebenen Staßenkehrmaschine lag im Projektzeitraum bei 82%. Die CO2-Emmissionen konnten um rd. 25t/a gesenkt werden Die Mitarbeiter haben die technische Umstellung positiv angenommen