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Stirling BHKW im Fußball-Stadion

Stirling-Motoren als Antrieb für BHKW weisen gegenüber konventionellen Verbrennungsmotoren aufgrund der kontinuierlichen Außenverbrennung Vorteile auf wie weites Spektrum einsetzbarer Brennstoffe (einschließlich fester Brennstoffe wie z.B. Holzpellets), niedrigere Schadstoffemissionen, niedrigeren Wartungsaufwand und besseres Teillastverhalten. Bei zwei KWK-Anlagen im Fußball-Stadion des SC-Freiburg und einer Schule in Kolbingen setzte badenova Stirling-Motoren als Demonstrations- und Testanlagen ein. Das Prinzip des Stirlingmotors ist zwar alt, bisher scheiterte die kommerzielle Nutzung jedoch an technischen Schwierigkeiten. Gegenwärtig sind in Deutschland nur wenige Stirlingmotoren im Einsatz, so dass nur eingeschränkt Erfahrungen mit Betrieb und Wartung vorliegen. Die Anlage im badenova-Stadion war für Besucher sichtbar aufgestellt worden, die Anlage in der Schule wurde für Schüler und Lehrer zugänglich gemacht. Die Insolvenz des Anlagenherstellers machte den weiteren Betrieb Anlagen bedauerlicherweise unmöglich, da keine Ersatzteile mehr zu beschaffen waren.

Projektdaten

Projektnummer 2005-07
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger badenova AG & Co. KG, Freiburg
Laufzeit Januar 2005 bis Dezember 2010
Zuschuss 165.300

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

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Freiburg

Innovativer Neubau des Ökoinstituts

Obwohl Passivhäuser bei den Wohngebäuden mittlerweile etabliert sind, sind sie für Bürogebäude noch kein Standard. Dass diese energiesparende Bauweise auch dort möglich ist, zeigt das neue Ökoinstitut im Freiburger Sonnenschiff. Als erstes Freiburger Plusenergiegebäude produziert es sogar mehr Energie als es benötigt. Das vom Freiburger Architekten Rolf Disch entworfene Gebäude ist damit Aushängeschild des Ökoinstituts, das seit mehr als dreißig Jahren im Umweltschutzbereich forscht und berät. Als Teil des Sonnenschiffes in der Solarsiedlung beeindruckt der sechsstöckige Institutssitz mit einer innovativen Lüftungsanlage. Ohne dass Wärme verloren geht, versorgen spezielle, farbig verkleidete Lüftungsklappen in der Fassade die Räume mit Frischluft. Ein Wärmetauscher, das Lüften während der Nacht und das Verschatten im Sommer sorgen für die richtige Temperatur. Auch die Fassaden sind dem Standard voraus: Während die Wände von Passivhäusern normalerweise mit einer 20 bis 30 cm dicken Schicht konventioneller Dämmstoffe ausgestattet sind, hat das Ökoinstitut hocheffiziente Stahl-Vakuum-Panelle, die nur fünf cm messen. Der Neubau zeigt, dass umweltfreundliches Bauen auch bei Bürogebäuden längst keine Einschränkungen mehr mit sich bringt. Mit hochwertigen Ökobaustoffen, natürlichem Licht und angenehmem Raumklima erhöht es den Komfort sogar. Dementsprechend groß ist das Interesse von Wirtschaft, Medien, Politik und selbst ausländischen Besuchergruppen. Unter anderem mit Führungen und einem Tag der offenen Tür informiert das Institut ausführlich über sein Konzept, das leicht auf andere Bürogebäude übertragbar ist.