2020-11

Biomasse-Feuerung für die Zukunft fit machen (BioFfit) 

Weil die Feinstaubemissionen bei Einzelholzfeuerungen enorm hoch sind, soll dafür in diesem Projekt ein hocheffizienter Partikelabscheider entwickelt werden.

Diagramm eines intelligenten Herdsystems mit Sensoren, Partikelfilter, TEG, Batterie, Steuereinheit und angeschlossenen Geräten wie Lampen und Telefonen.
Projektdaten
ProjektnameBiomasse-Feuerung für die Zukunft fit machen (BioFfit)
Projektnummer2020-11
ProjektartForschung & Studien
ProjektträgerFraunhofer IPM
Laufzeit bis
Fördersumme150.000 €

Beitrag zur Schonung fossiler Ressourcen

Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde untersucht, wie holzbetriebene Einzelfeuerungen zur Reduktion von Klimagasemissionen beitragen können. Diese Anlagen bieten das Potenzial, fossile Energieträger zu ersetzen und damit die Klimaziele zu unterstützen. Gleichzeitig verursachen sie jedoch jährlich rund 24.000 Tonnen Feinstaub und liegen damit deutlich über den Emissionen von Pkw und Lkw. Ziel des Projekts war es, einen hocheffizienten Partikelabscheider für typische Einzelholzfeuerungsanlagen zu entwickeln und zu demonstrieren. Dabei sollte eine automatische, passive Reinigung mit funktionalen Materialien integriert werden.

Effizienzsteigerung durch intelligente Regelung

Zusätzlich zur Abscheidetechnik wurde eine gekoppelte Verbrennungsregelung entwickelt, die den Wirkungsgrad der Feuerungsanlagen verbessern und die Schadstoffemissionen senken sollte. Die Regelung wurde gemeinsam mit dem Partikelabscheider getestet und ausgewertet. Ein besonderer Fokus lag auf dem Einsatz thermoelektrischer Generatoren, die eine netzunabhängige Stromversorgung ermöglichten. So konnte der Betrieb auch in abgelegenen Regionen erfolgen oder eine kostengünstige Alternative zur Nachrüstung bestehender Anlagen geschaffen werden. Die Entwicklung richtete sich sowohl an neue Anlagen als auch an den bestehenden Anlagenbestand.

Erkenntnisse aus Vorprojekten und praktische Anwendung

Erste Erfahrungen mit thermoelektrischen Generatoren hatte das Fraunhofer IPM bereits in einem früheren Projekt gesammelt. Diese Erkenntnisse flossen in die aktuelle Entwicklung ein und unterstützten die technische Umsetzung. Das Projekt zeigte, wie durch gezielte Innovationen die Umweltbelastung von Holzfeuerungen reduziert und gleichzeitig ein Beitrag zur Energiewende geleistet werden konnte. Die Ergebnisse lieferten wichtige Impulse für die Weiterentwicklung emissionsarmer Heiztechnologien im ländlichen und urbanen Raum.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Die bisher ungenutzt an die Umgebung abgegebene Energie im Rauchgas von Einzelholz-feuerungsstätten kann mittels neuartiger thermoelektrischer Generatoren in Strom umgewandelt werden und zur Reduktion der gasförmigen Emissionen und der Feinstaubemissionen genutzt werden.

  • Zur Sicherstellung der auf dem Prüfstand zertifizierten Reduktionspotentiale von elektrostatischen Feinstaubabscheidern sollten diese über eine integrierte Selbstreinigungstechnologie verfügen. Dies sollte nicht dem Betreiber überlassen sein, da sich ansonsten die Realemissionen von den Prüfwerten stark unterscheiden können. (Stichwort: Real Driving Emissions)

  • Die Idee zur Nutzung der Rest-Abgaswärme zur Reduktion der Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse kann auch auf größere Anlagen übertragen werden, bei denen dann statt einzelner Generatorrohre ganze Rohrbündelreihen in einem Wärmetauscher integriert werden können.

Downloads und weitere Infos

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