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Stirlingmotor für die Schule Villingendorf

Unter den kleineren Gemeinden gehört Villingendorf zu den Pionieren, wenn es um innovative Kraftwärmekopplung geht. Schon im Oktober 2006 installierte die Gemeinde in ihrer Grund- und Hauptschule ein BHKW der Firma Solo, das zusätzlich die Turn- und Festhalle versorgt. Pro Jahr liefert es etwa 50. 000 Kilowattstunden und produziert Wärme mit einer Leistung von 8 bis 26 Kilowatt Strom.

Im Oktober 2006 in Betrieb genommen, war das gasbetriebene BHKW mit seinem Stirlingmotor ein herausragender Beitrag zum kommunalen Energiemanagement, das Villingendorf schon seit Jahren erfolgreich betreibt. Zwar ist die Anlage wegen der Insolvenz der Firma Stirling inzwischen nicht mehr im Einsatz, dennoch hat der Energiebeauftragte der Gemeinde in AGs und der schuleigenen Energiespargruppe die Schüler mit den Vorteilen und der Funktionsweise von BHKW vertraut gemacht.

Projektdaten

Projektnummer 2006-01
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Gemeinde Villingendorf
Laufzeit Mai 2006 bis Juli 2006
Zuschuss 16.126

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Regenerative Energiezentrale eines mittelständischen Betriebs mittels KWKK-Anlage
Gengenbach

Holzvergaser für die Nudelproduktion

Der Geflügelhof Zapf, ein nach Ökostandards produzierender Familienbetrieb bei Gengenbach, stellt wöchentlich rund 350.000 Eier und je anderthalb Tonnen Nudeln und Spätzle her. Um noch umweltfreundlicher produzieren zu können, stellte der Hof seine energieintensive Produktion auf neuartige Holzvergaser um. Unter Hitze wandeln die Anlagen Holzhackschnitzel in ein Brenngas um und nutzen so die im Holz vorhandene Energie effizienter. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und beliebt in Kriegszeiten, erprobten in den letzten Jahren einige Pilotprojekte Holzvergaser als Option für erneuerbare regionale Rohstoffe. Am Geflügelhof Zapf sind die Vergaser wärmegeführt, richten sich also danach, wie viel Wärmeenergie der Betrieb zum Kühlen und Heizen benötigt. Eine Resorptionsanlage wandelt Wärmeenergie in Kälte um und bildet zusammen mit den Holzvergasern ein flexibles Wärme- und Kältenetz, das auf verschiedenen Temperaturstufen den Hennenbetrieb wärmt, Energie liefert für die Nudeln- und Spätzleproduktion und die Produkte schließlich kühlt. Außerdem trocknet die Abwärme der Holzvergaser in einem automatisierten Silo die Hackschnitzel und versorgt den Hof mit Heizwärme. Im Rahmen eines weiteren Innovationsfondsprojektes erstellt die Hochschule Offenburg ein Managementsystem für das komplexe Energienetz und evaluierte die Ergebnisse. Das innovative System demonstriert, wie kleine und mittelständische Betriebe mit hohem Energiebedarf auf umweltfreundliche Techniken umstellen können.