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Wasserkraftanlage Schwabentorwehr | 2013-07

Die Stadt Freiburg erzeugt mit der Wasserkraftanlage Schwabentorwehr, die gleichzeitig unter Denkmalschutz steht, umweltftreundlichen Strom aus Wasserkraft.

Projektdaten  
Projektname Machbarkeitsstudie und Realisierungskonzept einer Wasserkraftanlage in historischem/denkmalpflegrischem Umfeld
Projektnummer 2013-07
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Stadt Freiburg
Laufzeit Juni 2013 bis Frühjahr 2014
Fördersumme 12.500

Zahlreiche Anlagen in Freiburg erzeugen bereits umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft. Während das Potential für herkömmliche Anlagen jedoch weitgehend ausgeschöpft ist, lassen sich mit innovativen Ansätzen auch schwierigere Standorte für die Wasserkraft erschließen. In diese Kategorie fällt beispielsweise das Schwabentorwehr. Das historische Wehr unterhalb der Greiffeneckbrücke steht unter Denkmalschutz, so dass Standardlösungen dort nicht in Frage kommen. Die Lage an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt macht Bauarbeiten schwierig, weiterhin müssen die Planer auch Rücksicht auf den Fuß- und Radweg entlang der Dreisam nehmen. Eine Anlage im mehrstufigen Wehr mit einer Höhendifferenz von 2,5 Metern darf außerdem nicht zu laut sein, um Anwohner und Spaziergänger nicht zu stören. Eine Wasserkraftschnecke wie am Sandfang beispielsweise wäre in der Innenstadt zu laut.

Im Auftrag der Stadt Freiburg untersuchte deshalb ein interdisziplinäres Expertenteam, ob eine Anlage am Schwabentorwehr machbar und wirtschaftlich ist. Die Studie, die der Inhalt des Innovationsfondsprojektes ist, berücksichtigt unter anderem den Denkmalschutz, die beengte Lage in der Innenstadt, das Stadtbild und ökologische Aspekte wie den Fischaufstieg. Auch falls am Standort letztendlich keine Anlage entsteht, können andere Kommunen die Studienergebnisse für ähnlich schwierige Verhältnisse im historischen Innenstadtbereich nutzen.