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Wasserschutz mit der Nawilinobox

Gemeinsam mit dem Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universität Freiburg entwickelt badenova Unterrichtsmaterialien zum Wasserschutz. Sie zeigen den Kindern unter anderem, dass es für das Wasser gefährlich ist, wenn man Medikamente über das Abwasser entsorgt. Das Material ist an Grundschüler und in der zweiten Projektphase auch an die Klassen fünf bis acht gerichtet. Studenten der PH Freiburg erstellen computeranimierte Komponenten, die den dort entwickelte Experimentierkasten Nawilinobox ergänzen. Um den naturwissenschaftlichen Unterricht zu erleichtern, beinhalten die Box alle Materialien, die für Experimente in der Grundschule nötig sind. Die neue Komponente zum Wasserschutz ist nach demselben Konzept aufgebaut. Einfach durchzuführende Experimente, beispielsweise mit Wasserfiltern oder Vitamintabletten, veranschaulichen, wie eine Kläranlage funktioniert oder welche Stoffe das Wasser belasten können.

Mit der ergänzten Nawilinobox ist dann auch der Wasserschutz im Grundschulunterricht vertreten und trägt dazu bei, das naturwissenschaftliche Verständnis der Kinder zu steigern.

Projektdaten

Projektnummer 2008-27
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger badenova AG & Co. KG
Laufzeit bis Juni 2010
Zuschuss 81.500

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Young Talents Day
Freiburg

Young Talents Day mit internationalen Umweltpreisträgern

Zum Internationalen Umweltkonvent, der „International Convention of Environmental Laureates“, kommen jedes Frühjahr die Preisträger weltweit bedeutender Umweltpreise nach Freiburg. Junge Menschen haben am „Young Talents Day“ die einmalige Gelegenheit, mit den Umweltexperten aus über 40 Nationen über nachhaltige Entwicklung zu diskutieren. Zum fünfjährigen Jubiläum des Umweltkonvents in 2016 konzipierte die Europäische Umweltstiftung, die den Event in Kooperation mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe – FWTM veranstaltet, den Young Talents Day neu: Die Diskussionstische, sogenannte „Round Tables“, wurden erstmals unterteilt in „Expert Tables“ und „Open Tables“. An den Expert Tables wurden die Anfang 2016 von der UN ausgegebenen „Sustainable Development Goals“ diskutiert; die Open Tables boten Raum für spontane und offene Gespräche. Bei „Market & Music“ präsentierten sich lokale Umweltinitiativen und luden zum Mitmachen ein. Schüler und Studierende können sich über die Schulen beziehungsweise die Universität zum Young Talents Day anmelden und nehmen vorab an mehreren Vorbereitungstreffen teil. Die Erkenntnisse aus der Neukonzeption des Young Talents Days 2016 sind Impulsgeber für die Konzeption des Young Talents Days 2017 gewesen und werden dies auch für die zukünftigen Events sein. Der Young Talents Day ist für junge Menschen aus Freiburg und Region DIE Chance, Umweltaktivisten aus aller Welt kennenzulernen, praktischen Einblick in unterschiedlichste Disziplinen wie Tierschutz, Menschenrechte oder Erneuerbare Energien zu erhalten, und vielfältige interkulturelle Kontakte zu knüpfen. Die zugehörige Online-Plattform EnviroNetwork.eu lädt nicht nur junge Menschen, sondern alle Interessierten dazu ein, mit Umweltpreisträgern und Umweltaktivisten weltweit in Kontakt zu treten. www.european-environment-foundation.eu www.environetwork.eu Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt Um junge Menschen zu Engagement in Umwelt- und Klimaschutz zu motivieren, sind die persönliche Begegnung mit Vorbildern und Face to Face-Kontakte enorm wichtig. Virtuelle Kontakte sind kein ausreichender Ersatz. Junge Menschen wollen intellektuell gefordert werden. Der Young Talents Day 2016 bot Formate in zwei inhaltlich unterschiedlichen Niveaus an: Die anspruchsvolleren „Expert Tables“ waren wesentlich zielführender und ergebnisreicher als die „Open Tables“. Daher wurden in 2017 nur noch inhaltlich höherwertige Formate offeriert. Aufgrund des Überangebots an Initiativen ist die Akquise von jungen Menschen in großer Zahl nicht einfach. Daher wollen wir diejenigen, die teilnehmen, nachhaltig begeistern, und sie so zu Botschaftern für Umwelt- und Klimaschutz machen.

Blickpunkt Kahlenberg - Errichtung eines Informations- und Umweltbildungszentrums
Ringsheim

Infozentrum Blickpunkt Kahlenberg

Weil die deutsche Abfallordnung seit 2005 vorschreibt, Müll nicht mehr unbehandelt zu deponieren, gehen konventionelle Mülldeponien außer Betrieb. So auch die Deponie Kahlenberg bei Ringsheim. Sie hat sich den letzten Jahren von einem herkömmlichen Mülllagerplatz zum Naherholungsgebiet gewandelt. In Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen wie dem BUND und dem NABU entstand auf dem 120 Hektar großen Gelände ein Biotop für verschiedene seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter die Gelbbauchunke oder die Heidelerche. Gleichzeitig betreibt der Zweckverband Abfallentsorgung Kahlenberg (ZAK) dort eine innovative mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage. Mit einer höheren Energieausbeute als konventionelle Anlagen gewinnt sie – flexibel an die jeweiligen Abfallstoffe angepasst – Biogas und Ersatzbrennstoffe und stößt auf großes nationales und internationales Interesse. Um diese umweltfreundliche Technologie besser vermarkten zu können und die Fortschritte des Biotopprojektes zu präsentieren, errichtete der ZAK auf dem Kahlenberg ein Informations- und Umweltbildungszentrum. Es richtet sich dementsprechend an zwei Besuchergruppen: An Experten für Entsorgungstechnik sowie an Vereine, Schüler und Familien, die sich bei einem Ausflug über Naturthemen informieren wollen. Das neue Gebäude bietet Raum für Vorträge, die das neue Verwertungsverfahren der Fachwelt vorstellen. Eigene und externe Experten zeigen außerdem bei Exkursionen oder in Projektgruppen Geschichte und Besonderheiten des Biotops und vermitteln, wie man Abfall effektiv vermeidet und verwertet. In Deutschland steht in den nächsten Jahren die Schließung von etwa 300 Mülldeponien an. Der Kahlenberg, der seine Müllverwertungstechnologie vorbildhaft in eine Biotoplandschaft einbindet, bietet hierfür ein nachahmenswertes Modell. Mehr Informationen liefert die Homepage des ZAK Kahlenberg0 , sowie ein Folgeprojekt zur Verwertung von Biomasse.

Unser Haus - fit für die Zukunft
Freiburg

Unser Haus - fit für die Zukunft

Jugendliche sind die Hausbesitzer und damit die energetischen Sanierer von morgen. Die meisten Sanierungen werden aber derzeit von älteren Hausbesitzern durchgeführt. Das liegt zum einen an der finanziellen Lage jüngerer Sanierer, jedoch auch am mangelnden Wissen um Technologien und Fördermöglichkeiten. Jugendliche sind außerdem wichtige Botschafter für klimabewusstes Verhalten in ihren Familien. Deshalb konzipierte fesa e.V. das Projekt „Unser Haus – Fit für die Zukunft“, bei dem Schülern der Klassen 9-11 ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und die finanziellen und ökologischen Vorteile einer nachhaltigen Bauweise vermittelt werden. Zu Projektbeginn maßen die Schüler der 15 beteiligten Klassen den Energieverbrauch des eigenen Hauses und setzen diesen ins Verhältnis zu Nutzerverhalten, Baujahr und Energieversorgung. Sie besichtigen ein Haus in der Sanierungsphase und lernen dort am praktischen Beispiel verschiedene Maßnahmen sowie die beteiligten Handwerker, Energieberater und Ingenieure kennen. Besuche bei lokalen Handwerks- und Planungsbetrieben vertieften dieses Wissen und zeigten den Jugendlichen die Berufsvielfalt im Bereich Sanierung und erneuerbare Energien. In einem Planspiel nahmen die Schüler anschließend die Rollen von Hausbesitzer, Bank, Energieberater und Handwerkern ein, um die einzelnen Planungsschritte sowie die finanziellen und ökologischen Aspekte verschiedener Technologien und Maßnahmen nachzuvollziehen. Auf einer öffentlichen Veranstaltung stellten die Jugendlichen schließlich ihre Ergebnisse vor und trainierten dabei ihre rhetorischen Fähigkeiten. Das Projekt gibt Jugendlichen die Möglichkeit, praxisbezogenes Wissen im Bereich effiziente Energienutzung, Handwerk, Pressearbeit und Finanzplanung selbstständig zu erarbeiten. Es fördert damit einen nachhaltigeren Lebensstil und zeigt die Berufschancen besonders im ländlichen Raum auf. Nach Projektabschluss evaluierte fesa e.V die einzelnen Projektkomponenten, und stellt die Lehrmaterialien nun auf ihrer Webseite zur Verfügung. Weitere Informationen und Materialien finden Sie auch auf der Projektwebseite. Drei Haupterkenntnisse: Der Blick auf das eigene Haus zeigte den SchülerInnen die Potentiale für erneuerbare Energie und Sanierung und regte zum Nachdenken über eine nachhaltige Zukunft an. Die SchülerInnen trugen das Projekt nach Hause und regten damit ihre Eltern zum Nachdenken über Gebäudesanierung nach. In vielen Elternhäusern wurde jedoch bereits saniert, so dass neue Maßnahmen nicht immer sinnvoll waren.