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Trockenreinigung für Krankenhausböden

Der Praxistest vergleicht die in Krankenhäusern übliche Nasswischmethode mit einem Trockenreinigungsystem mit Microfasern.

Die Böden mit mehrmaligem, nassem Wischen zu reinigen ist Standard in Krankenhäusern. Allerdings ist diese Methode relativ aufwändig und birgt die Gefahr, dass die Wischbeläge auch nach dem Waschen nicht völlig keimfrei sind.

In der Universitätsklinik Freiburg testete das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene in einer Praxisstudie ein Trockenreinigungssystem. Unter realen Bedingungen und auf fünf unterschiedlichen Bodenbelägen verglichen die Experten beide Methoden um herauszufinden, welche hygienischer, effizienter und kostengünstiger ist. Dafür untersuchten sie, wie stark die Böden nach dem Wischen mit Keimen belastet waren. Außerdem befragten sie das Reinigungspersonal, das im Laufe des Projekts keines der Systeme eindeutig bevorzugte.

Wegen seines Mikrofaserbezugs kommt der Trockenwischer ohne Wasser und Reinigungsmittel aus, nahm allerdings Haare und Flusen schlechter auf. Der Mikrofaserbezug ließ sich außerdem schlechter reinigen als die herkömmlichen Wischbeläge. Weil das Reinigen der Bezüge den Großteil des benötigten Wassers verbraucht, benötigt das Trockensystem nicht wesentlich weniger Wasser. Auch bei der Hygiene gibt es keinen entscheidenden Vorsprung: Zwar maßen die Experten beim Mikrofaserbezug deutlich niedrigere Keimzahlen, jedoch waren die Zahlen bei beiden Verfahren unbedenklich.

Insgesamt, so das Ergebnis, bietet das Trockensystem aber keinen wesentlichen Vorteil. Die Zeit und das Reinigungsmittel, die es einspart, relativieren sich wieder durch die teureren Mikrofaserbezüge.

Projektdaten

Projektnummer 2002-12
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Universität Freiburg, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
Laufzeit Februar 2003 bis Juni 2003
Zuschuss 30.000

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Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

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Michael  Artmann

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