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Intelligente LED-Leuchten für Radwege

Zwar legen auch in ländlichen Gegenden viele Menschen kurze Wege gerne mit dem Rad zurück, dort sind aber viele Wege, insbesondere zwischen Ortschaften, schlecht oder gar nicht ausgeleuchtet. Diese ans öffentliche Stromnetz anzuschließen lohnt sich meist nicht. Deswegen statteten die Gemeinden Gundelfingen und Vörstetten einen vielbefahrenen Radweg zwischen den beiden Ortschaften mit einem Netz von solarbetriebenen LED-Leuchten aus. Die Leuchten in diesem autarken System sind mit intelligenten und vernetzten Lade- und Lichtsteuerungen ausgestattet. Das erlaubt es, Leuchtdauer und Intensität flexibel zu bestimmen und die Sonnenenergie in den lichtarmen Wintermonaten optimal zu nutzen. Das geschieht auch bedarfsorientiert. Wenn die Bewegungsmelder erkennen, dass sich ein Radfahrer oder Fußgänger nähert, wird die Beleuchtungsintensität erhöht und die benachbarten Leuchten ebenfalls aktiviert. An speziellen Standorten, z. B. bei einer Bushaltestelle, kann die Beleuchtung an den Fahrplan angepasst werden.

Zwar sind die Investitionskosten noch höher als bei konventionellen Leuchtsystemen, da aber Anschluss- und laufende Stromkosten wegfallen und die LED-Leuchten sehr wartungsarm sind, könnte sich die solarbetriebene Version langfristig lohnen. Mit dem Projekt zeigen die beiden Gemeinden eine elegante Lösung, um die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern mit einem autarken und nachhaltigen Beleuchtungssystem zu erhöhen. Fahren Sie doch mal vorbei und überzeugen sich selbst vom Mehrwert und Charme der innovativen Beleuchtung. Details rund um das abgeschlossen Vorheben können Sie dem detailierten Abschlussbericht entnehmen.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse:

  • Reine kombinierte Geh-/Radwege, ohne Wirtschaftsweg, weit ab von Verkehrsstraßen des öffentlichen Straßenverkehrs können technisch optional/funktional besser und kostengünstiger mit einer solaren Wegebeleuchtung ausgeleuchtet werden.
  • Vorrangig einer sicheren und zuverlässigen Ausleuchtung zu den stark frequentierten Zeiten (früh morgens und in den Abendstunden) ist ein Verzicht auf eine aufwendige Leuchten Steuerung (Schwarmsteuerung) und einer durchgängigen Beleuchtung in den Nachstunden, angebracht.
  • Frühzeitige Einbindung aller von der Maßnahme betroffenen Personen, Angrenzer, Landwirte, Radwegnutzer, Gemeinden und Behörden, ersparen aufwendige Änderungen in der Planung und informieren rechtzeitig über die Planung der solaren Straßen-/Wegebeleuchtung.

Projektdaten

Projektnummer 2017-08
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Gemeindewerke Gundelfingen, Gemeinden Gundelfingen und Vörstetten
Laufzeit April 2017 bis Juni 2019
Zuschuss 52.000 €

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

BHKW zur Prozessdampf- und Prozesswärmeerzeugung
Freiburg

Ein BHKW zur Dampferzeugung in der Molkerei

Rohmilch in verschiedene Milchprodukte zu verarbeiten ist energieintensiv. Insbesondere benötigen Molkereien viel Wärme, um die Milch zu pasteurisieren oder Käse und Joghurt herzustellen sowie Kälte, um diese Produkte anschließend zu lagern. Gleichzeitig haben Molkereien einen gleichmäßig hohen Wärmebedarf und eignen sich deshalb besonders für Kraftwärmekopplung. Bei der Schwarzwaldmilch GmbH kommt deshalb ein erdgasbetriebenes BHKW zum Einsatz, das über einen Abhitzekessel Heizwasser und Prozessdampf für die verschiedenen Produktionsstufen der Milchverarbeitung bereitstellt. Ein Wärmespeicher in Kombination mit einer ausgeklügelten Steuerungstechnik stellt sicher, dass Wärmebedarf und -produktion aufeinander abgestimmt sind. Während der Einsatz von BHKWs mittlerweile Standard ist, kommen sie bei der Dampferzeugung wegen der hohen Investitionskosten und damit langer Amortisationszeit noch kaum zum Einsatz. Die Anlage der Schwarzwaldmilch dient deshalb auch als Demonstrationsobjekt, das bei regelmäßigen Führungen besichtigt werden konnte. Drei wesentliche Erkenntnisse: •Vor Projektbeginn gab es von verschiedenen Anbietern sehr unterschiedliche Konzepte, die die Auswahl der besten Lösung erschwerte. •Die Auswahl der richtigen Partner ist für ein so komplexes Projekt entscheidend und war hier erfolgreich. • Eine solide Grundlagenermittlung ist das Fundament für ein tragbares Energiekonzept. Über längere Zeiten sind die potentiellen Wärmesenken mit Wärmezähler gemessen worden, nur über ein repräsentatives Wärmeprofil, das alle Betriebszustände wiedergibt, kann sich das im realen Betrieb bestätigen.

Freiburg baut Zukunft – Prototyp Best Practice Beispiele
Freiburg

Freiburg baut Zukunft nachhaltig

Die StadtWandler-Plattform, behandelt das Thema Nachhaltigkeit in Freiburg und hat sich in diesem Projekt zum Ziel gesetzt, geplante nachhaltige Bau- und Wohnmaßnahmen öffentlichkeitswirksam zu begleiten und zu diesem Zweck ihre Datenbank zu erweitern. Es soll eine Nachhaltigkeits-Community geschaffen werden, die sämtliche Akteure aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft vereint. In einer Zeit, in der Aufmerksamkeit ein knappes Gut ist, sollen über die Grenzen der Filterblasen hinaus gemeinsam mit der Bevölkerung die Zukunft der Stadt gestaltet und konstruktive, zukunftsfähige Ideen verbreitet werden. Das Ziel der StadtWandler-Plattform ist es, Nachhaltigkeits-Akteure und -Prozesse sichtbar zu machen und mit allparteilicher sowie unabhängiger Öffentlichkeitsarbeit zu Nachhaltigkeits-Themen mehr Raum für Austausch und Debatte zu schaffen und die Gestaltung eines zukunftsfähigen Freiburgs voranzutreiben. Die StadtWandler-Plattform gewinnt seit einem Jahr zunehmend an Reichweite. Vor allem die Anzahl der Newsletter-Abos ist stetig steigend. Das ehrenamtlich arbeitende Team hinter StadtWandler ist mit seinem Engagement in Freiburg stark vernetzt und treibt schon seit Jahren dieses und andere zivilgesellschaftliche Projekte voran, wie zum Beispiel die Gründung einer neuen Lebensmittel-Kooperative in Freiburg. Im nächsten Jahr möchte sich das Team dem Thema Bauen und Wohnen widmen. Anlass dafür ist die Entstehung des neuen Baugebiets Kleineschholz. Mit dem Ziel eines öko-sozialen und gemeinwohlorientierten Stadtteils vor Augen, soll dessen Entwicklung öffentlichkeitswirksam begleitet werden. Dazu soll die Datenbank der Plattform um bestehende und geplante Freiburger Wohn- und Bauprojekte erweitert werden. Dabei geht es nicht um Einfamilienhäuser, sondern explizit um Mehrparteien-Projekte, die durch zivilgesellschaftliche Bottom-up-Initiativen entstanden sind und entstehen. Denn auch anhand von Vauban hat sich gezeigt: Vorreiter nachhaltiger Bauprojekte sind in der Regel nicht gewinnmaximierende Bauträger, sondern vorwiegend private Baugruppen mit mehreren Parteien, die zudem noch soziale Innovationen voranbringen. Die bereits bestehenden Organisationen in der Datenbank sind nach Nachhaltigkeitskriterien filterbar (regional, bio, fair, ...). Auch für die Wohn- und Bauprojekte sollen Nachhaltigkeitskriterien entwickelt werden, mithilfe von Recherchen und Interviews mit Fachleuten. Mögliche Kriterien sind „Passivbau“, „Holzbau“, „bezahlbar“ oder „unverkäuflich“. Dabei sollen nicht nur die Wohn- und Bauprojekte sichtbar gemacht werden, sondern auch andere Akteure, die nachhaltiges Bauen vorantreiben, wie lokale Expert*innen zum Thema nachhaltiges Bauen und Wohnen. So sollen möglichst alle Akteure, die im Bereich nachhaltiges Bauen und Wohnen in Freiburg eine Rolle spielen, abgebildet und sichtbar gemacht werden. Die Klimakrise kann nur durch massive CO2-Einsparungen überwunden werden. Großes Einsparpotenzial liegt hierbei im Bausektor: er verursacht 19 % der globalen Treibhausgas-Emissionen. Deshalb will StadtWandler sich diesem Thema widmen. Um kommunale und bundesweite Klimaziele zu erreichen, ist es unumgänglich, ambitionierte Ziele bei der Reduktion der vom Gebäudesektor verursachten Emissionen zu erreichen. Gerade in Freiburg hat eine Plattform wie StadtWandler, die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Nachhaltiges Bauen und Wohnen leistet, großes Potenzial. Die Stadt wächst. Wohnraum sowie CO2-Reduktion sind relevante Themen für die Gestaltung eines klimaneutralen Freiburgs. Neue Baugebiete wie Klein¬eschholz befinden sich mitten in der Planung. Das Ziel des StadtWandler-Projekts „Freiburg baut Zukunft“ ist es, durch Öffentlichkeitsarbeit Anstöße für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gestaltung von Kleineschholz zu geben und den Prozess der Entstehung dieses Baugebiets zu begleiten. +++ VERANSTALTUNGSHINWEIS - MIt dem Titel "Wie wir mit digitalen Tools die BauWende voran bringen können" bietet, im Rahmen des Digitaltag Freiburgs am 18.06.2021, das Projekt "Freiburg baut Zukunft" eine Online-Veranstaltung für alle Interessenten an. Die Teilnahmebedingungen können auf der Webseite des Digitaltag Freiburg nachgelesen werden. +++