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Störfaktoren im Stromnetz überwachen und ausgleichen

Oberschwingungsströme sind Störfaktoren im Stromnetz, die die Netzbelastung erhöhen und dadurch die Effizienz der Stromversorgung verringern. Sie entstehen beispielsweise durch den Einsatz von Frequenzumrichtern in Maschinen, durch Gleich- oder Wechselrichtern in Batteriespeicher- und Photovoltaikanlagen, Elektrofahrzeugen oder auch vielen Schaltnetzteilen für kleine Verbraucher wie Computer oder Handyladegeräte. Durch die Energiewende nimmt der Einsatz von solchen an das Netz angeschlossenen Komponenten zu. Das hat Einfluss auf die Netzqualität und erhöht Netzverluste, was wiederum die Energiekosten in die Höhe treibt. Damit sind supraharmonische Oberschwingungen für Netzbetreiber ein bekanntes und aktuelles Thema. Die BnNetze erforscht, welche Faktoren und Einspeiser supraharmonische Schwingungen verursachen. Da die herkömmliche Messtechnik die Schwingungen nur bedingt abbildet, entwickelt das Projekt unter Laborbedingungen und im Feldversuch präzisere Messverfahren, um Muster über Störungsbilder zu dokumentieren und neue Grenzwerte zu entwickeln. Im nächsten Schritt analysieren die Experten mögliche Lösungswege, um supraharmonische Oberschwingungen zu vermeiden oder auszugleichen. Damit trägt das Projekt dazu bei, das Stromnetz auf die Energiewende vorzubereiten und stabiler und energieeffizienter zu machen.

Projektdaten

Projektnummer 2017-09
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger bnNetze GmbH
Laufzeit Juni 2017 bis Juli 2019
Zuschuss 125.000 €

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Neuartiger Poreos-Porenbrenner für Textilveredelungsmaschinen
Wehr

Keramikbrenner in der Textilindustrie

Um Stoffe zu trocknen oder zu fixieren benutzt die Textilindustrie bisher elektrische Trockner oder indirekte Heizsysteme wie beispielsweise Ölumlaufkessel. Diese sind aber relativ energie- und schadstoffintensiv. Die Dreiländereck-Textilveredelung GmbH, eine Tochter der Firma Brennet, erprobte nun erstmals in diesem Bereich einen Promeos-Porenbrenner. Dieser verbrennt ein Gas-Luft-Gemisch in einer Hochtemperaturkeramik. Die flammenlosen Spezialbrenner können je nach Bedarf 2 bis 1000 KW liefern und sind in individuellen Formen lieferbar. Das System leitet ein Luft-Brennstoffgemisch auf eine glühende, poröse Keramikplatte, in deren Poren das Gemisch flammenlos, stabil und schnell verbrennt. Die Keramik gibt die Wärme effizient, gleichmäßig und ohne Temperaturschwankungen an die Umgebung ab, um so die Stoffe sicher zu trocknen. Das System heizt sich schneller auf als konventionelle Anlagen und verringert die Energiekosten um etwa ein Drittel. Auch die Kosten für Wartung und Instandhaltung sind geringer. Außerdem stoßen Keramikbrenner kaum Schadstoffe aus. Weil das Gemisch gleichmäßig und bei hoher Temperatur verbrennt, entsteht anders als in den Außenbereichen offener Flammen kaum CO2. Die kurze Reaktionszeit verhindert, dass Stickoxide entstehen. Das Projekt war erfolgreich und somit kann die Brennet AG, die ihre Jerseystoffe bisher schon nach Öko Tex Standard 100 produziert, weitere Brenner umrüsten und so Anstoß geben für eine umweltfreundliche Produktion in der Textilindustrie.

 Energiegewinnung innerhalb der Trinkwasserversorgung Kirchzarten durch Einbau einer Wasserkraftanlage
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