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200 Freiburger Familien aktiv fürs Klima

Ein klimafreundlicher Lebensstil scheitert in Deutschland heute selten noch an politischen Anreizen oder technischen Möglichkeiten. Vielmehr fehlt es oft am Wissen darum, wie sich das eigene Verhalten auswirkt oder welche Routinen und Produkte man einfach durch andere, umweltverträglichere ersetzen kann. Viele Menschen verbinden Umweltschutz noch immer damit, sich bei Konsum oder Mobilität einschränken zu müssen.

Um diesem Image entgegenzuwirken motivierte die Stadt Freiburg 200 Familien zu einem umweltfreundlicheren Leben und knüpfte dabei an das Projekt ' Familles actives pour le climat' ihrer Partnerstadt Besançon an. Anstatt auf Verzicht setzte das Projekt darauf, den Familien zu zeigen, dass Umweltschutz und bessere Lebensqualität Hand in Hand gehen. Die Familien setzten sich ihre Ziele dabei selbst und motivierten sich so gegenseitig ihre Möglichkeiten auszuloten. Das Umweltschutzamt warb dafür 200 Haushalte an und begrüßte sie auf einer Auftaktveranstaltung im Mai 2011, bei der auch Vertreter aus Besançon anwesend waren. Dort erhielten die Familien ein Projekttagebuch mit Energiespartipps, in dem sie ihre Erfahrungen festhalten konnten. Eine individuelle Energieberatung im Haushalt half ihnen, ihr Klimaschutzpotential einzuschätzen. Weitere Veranstaltungen begleiteten die Familien durchs Jahr und demonstrierten, wie ein umweltfreundlicher Alltag aussehen kann. Dabei ging es um Themen wie saisonaler und regionaler Konsum, den Kauf von Gebrauchsgegenständen oder die tägliche Mobilität und Reisen. Bei anderen Aktionen konnten die Teilnehmer sich austauschen, wobei auch der Dialog mit den französischen Familien vorgesehen war.

Das Projekt war eingebunden in andere Freiburger Umweltschutzaktionen wie die Veranstaltungsreihe Nachhaltigkeit als Lebenskunst oder die Freiburger CO2 Diät. Darüber hinaus dienten die Familien als Pilothaushalte, die andere dazu anregen sollen, ihr Verhalten zu überdenken.

Mehr Informationen im Abschlussbericht (PDF, 304KB) (PDF 312,1 kB).

Projektdaten

Projektnummer 2011-13
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Stadt Freiburg
Laufzeit Januar 2011 bis August 2012
Zuschuss 55.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Freiburger KlimaPflanzschule – ein außerschulisches Bildungs-Projekt im Bereich nachhaltige Entwicklung für die Sekundarstufe 1
Freiburg

Klimapflanzschule

2008 entstand u.a. mit Unterstützung des Innovationsfonds das Informations- und Bildungszentrum WaldHaus Freiburg. Für Schulklassen, Fachleute und interessierte Laien bietet es Ausstellungen, Aktionstage, ein offenes Jahresprogramm oder Bildungskonzepte im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwickllung. Insbesondere die innovativen Angebote für Schulklassen richteten sich bisher an Grundschüler oder, wie beispielsweise die ebenfalls geförderte SchulverWaldung vor allem an die Mittelstufe. Ergänzend zielte die Freiburger Klima Pflanzschule nun auf die Klassenstufen 5-7 ab. Hier betreuten Schüler über drei Jahre hinweg Baumsetzlinge und lernten aktiv und außerhalb des Klassenzimmers die Themen Lebensraum Wald und nachhaltige Entwicklung im regionalen Raum kennen. Über die 3 Jahre hinweg konnten 253 Schüler*innen an dem Innovationsfonds Projekt teilnehmen. Sie sammelten Samen, zogen Sämlinge heran, pflegten sie und pflanzten die kleinen Bäume schließlich eigenhändig aus. Diese stufenweise Entwicklung macht biologische Phänomene und ökologische Zusammenhänge anschaulich sichtbar und sensibilisiert die Schüler für einen verantwortungsvolleren Umgang mit natürlichen Ressourcen. So lernen sie beispielsweise, wie lange verschiedene Baumarten brauchen, um hiebreif zu werden, also eine Höhe von 30 bis 60 Metern zu erreichen. Bei der Eiche sind das bis zu 200 Jahre. Ein besonderer Augenmerk lag auf dem Thema Wald und Klimawandel, beispielsweise durch den Vergleich, wie klimaresistent verschiedene Baumsorten sind. Exkursionen zu Baumschulen und Forschungsinstitutionen in der Umgebung ergänzten das Angebot. Darstellung drei wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt: Bildungsarbeit zu Klimawandel und –Schutz wird von den Schulen rege angenommen. Bereits jetzt liegen uns mehrere Anfragen für das Programm des Wald- und Klimaschutzlabor, das 2021 eröffnet vor. Einige Schulen interessieren sich für feste, mehrjährige Kooperationen mit dem Waldhaus, die in das Schulcurriculum integriert werden sollen. Die Übernahme von Verantwortung für ein klasseneigenes Pflanzbeet fördert die Anteilnahme am Projekt maßgeblich. Durch die Arbeit in der Natur baut sich Naturverbundenheit auf, was bei den SchülerInnen Motivation zu Engagement für den Klimaschutz weckt. Veranstaltungen in kompakten Blöcken sind besser kompatibel mit dem Schulalltag und erleichtern den SchülerInnen das Einlassen auf die Thematik. Das komplexe Thema des Klimawandels kann nur mit mehrtägigen (besser noch mehrjährigen) Projekten in der Notwendigen Tiefe vermittelt werden.

Banking meets New Energy
Freiburg

Banker fit machen für Neue Energie

Obwohl der Bereich erneuerbare Energien in den vergangenen Jahren beeindruckend gewachsen ist, kann die Branche nicht ihr ganzes Potential entfalten. Unternehmen fehlt es oft an Krediten, um ihre Ideen umzusetzen, Banken haben nicht ausreichend Informationen über Technik und Potential, zwischen beiden Partnern fehlt der Austausch. Erfahren im Vermitteln von Kontakten zwischen Umweltunternehmen und Investoren veranstaltete die Freiburger forseo GmbH die Fachkonferenz ‚Banking meets New Energy’ um dazu beizutragen, diese Defizite zu beseitigen. Den Einstieg ermöglichte eine Konferenz, die im April 2007 erstmals in Deutschland hochkarätige Referenten mit Mittelstandsunternehmen, Kreditinstituten und möglichen Investoren zusammenbrachte um das Marktpotential zu diskutieren. In den folgenden Fachseminaren konnten sich die Teilnehmer darüber informieren, was optimal finanzierte Projekte in den Bereichen Biogas, Biomasse und Photovoltaik charakterisiert. Neben einem Expertenverzeichnis gibt Forseo außerdem zwei Leitfäden heraus, die Kreditinstituten helfen, sich bei Photovoltaik und Biomasse zu orientieren. Umfassend informieren sie darüber, welche Techniken existieren, welches Potential und welche Risiken sie bergen und decken darüber hinaus rechtliche Fragen ab. Mit diesen Maßnahmen und Veranstaltungen sensibilisiert das Projekt die Zielgruppe, baut strategische Partnerschaften und Netzwerke auf und ermöglicht den Wissenstransfer von Unternehmen zu ihren Banken. Die Teilnehmer empfanden die Konferenz als großen Erfolg und zeigten starkes Interesse an Nachfolgeprojekten wie dem im Herbst 2008 erschienenen Leitfaden zur Geothermie für Investoren. Weitere Informationen liefert die Hompage der forseo GmbH.