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Abenteuercamp Schuttertal

Schon seit Jahren veranstaltet der gemeinnützige Verein ‚Flitzebogen’ auf einer Wiese in Unterentersbach mehrtägige Naturprojekte für Kinder und Jugendliche. Während die Teilnehmer für einige Tage in Tipis leben, lernen sie mehr über das Ökosystem Wald und Wiese und erfahren, wie wichtig es ist, die Natur nachhaltig zu nutzen. Die gemeinsamen Aufgaben fördern außerdem soziales Lernen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppen. Das Angebot ist ausgesprochen beliebt und schon lange im Voraus ausgebucht, selbst aus dem Elsass kommen Gäste. Mit rund 1000 Übernachtungen pro Jahr stieß das Camp, das bisher nur sehr einfache sanitäre Anlagen besaß, aber an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Deshalb erweitert der Verein das Lager jetzt zu einem ganzjährigen Angebot und vergrößert so die Kapazitäten.

Das neue Camp besteht aus fünf bis sieben Rundzelten mit Feuerstelle, in denen bis zu 40 Personen übernachten können. Tagsüber können sie sich für Tagesprojekte, Seminare oder Workshops im Meetingzelt versammeln. Die Lagerhütte bietet Küche, Toiletten und Waschgelegenheiten und dient als beheizter Schutz- und Aufenthaltsraum. Sie ist ans öffentliche Wassersystem angebunden und mit einem gasbetriebenen Kühlschrank und Herd ausgestattet. Bogenschießplatz, Geländeparcours, Waldwerkstatt und Lehmbaustelle ermöglichen es den Teilnehmern, Natur spannend und nachhaltig zu erleben.

Neben den bisherigen Gruppenaufenthalten für Schulklassen oder Vereine bietet das neue Camp auch Tagesaufenthalte oder Kurzurlaub für Familien an.

Mehr Informationen auf der Webseite von Flitzebogen e.V.

Projektdaten

Projektnummer 2009-05
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Flitzebogen e.V.
Laufzeit April2008 bis Mai2009
Zuschuss 30.940

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Lahrer Klimaschutz-Treuepunkte Aktion
Lahr

Klimaschutz-Treuepunkte für Lahr

Bonusprogramme, bei denen Punkte nach einiger Zeit in Prämien umgetauscht werden, gibt es schon viele. In einem einjährigen Projekt wurde nun erstmals ein Kundenbonusprogramm entwickelt, das den Klimaschutz zum Ziel hat und in Lahr zum Testeinsatz gekommen ist. Je nach Einkaufswert erhalten die Kunden bei teilnehmenden Geschäften Bonuspunkte für klimafreundliche Prämien, beispielsweise Gutscheine für den öffentlichen Nahverkehr, Kompensation einer bestimmten Menge CO2 oder Gutscheine für regionale Produkte und Aktionen. In der Pilotphase, deren Zeitraum während der Projektlaufzeit konkretisiert wird, analysiert das Projekt die Reaktionen von Kunden und Geschäften und etabliert einen reibungslosen Ablauf. Langfristig hoffen die Initiatoren, das Projekt durch gewonnene Erkenntnisse zu einem stetigen Angebot zu gestalten und auf die gesamte Ortenauregion auszuweiten. Die Klimaschutz-Treuepunkte fördern das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und unterstützen durch eine stärkere Bindung der Kunden den regionalen Einzelhandel. Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt Teilnahmebereitschaft vorhanden – Sowohl bei den Händlern und Gastronomiebetreibern als auch bei den Konsumenten ist eine grundsätzliche Teilnahmebereitschaft vorhanden. Eine persönliche Vorstellung des Projektsgegenüber den Händlern sowie ein persönlicher Hinweis seitens des Händlers zum Kunden sind jedoch erforderlich. Kostenlos und langfristig – Die Teilnahmemöglichkeit muss für die Händler unentgeltlich und der Sammelzeit dauerhaft (mind. 12 Monate) angelegt sein. Einkurzes Programm, insb. zur Chrysanthema und in der Weihnachtszeit schafft mehrAufwand als Nutzen. Gewinnspiel und Spende als Prämien – Die für die Sammelnden interessantesten Prämien sind die Teilnahme an einem Gewinnspiel mit hochwertigen Preisen sowie eine kleine Spende (1€) an ein Klimaschutzprojekt.

Abenteuer Leben - das "System Erde" im Kosmos
Freiburg

Umweltbildung im Planetarium

Ein Blick aus dem Weltall auf die Erde macht bewusst, wie einzigartig und fragil das Ökosystem unseres Planeten ist. Was in der Realität Astronauten vorbehalten bleibt, bilden Planetarien in ihren Kuppeln originalgetreu ab. Neben den klassischen Präsentationen zu Sternbildern bieten sie deshalb auch Vorstellungen rund um die Umweltbildung. Das Freiburger Planetarium integriert schon seit Jahren ökologische Themen in sein Programm und zieht damit rund 50.000 Besuchern pro Jahr an. Nun stellte das Planetarium auf eine digitale Full-Dome-Video-Projektion um und eröffnete seinem Publikum damit neue Perspektiven. Bisher kannten die Zuschauer bei Filmszenen mehrere, sich überschneidende Bilder. Zukünftig präsentiert sich ihnen eine nahtlose Darstellung, die die Illusion erweckt mitten im Geschehen zu sitzen. Die neue Technik ermöglicht es beispielsweise Lufthülle der Erde anschaulich visualisieren oder Satellitenaufnahmen in Echtzeit in die Kuppel zu projizieren um so Wetterphänomene oder den Treibhauseffekt darzustellen. Ein Bildungskonzept ergänzte die neue Vorführtechnik. Es setzt darauf, mit multimedialen Effekten Umweltthemen spannend und unterhaltsam zu vermitteln um eine besonders große Zielgruppe zu erreichen. Dieses Bildungskonzept nennt sich „Energie im Himmel und auf Erden“ und ist nun fester Bestandteil ihres Programmangebotes. Es wurde mit großem Interesse von den Zuschauer angenommen. Mehr Informationen auf der Homepage des Planetariums. Darstellung dreier wesentlicher Erkenntnisse aus dem Projekt Erfreulich: Die Betreuung des Projekts durch den Badenova-Innovationsfond verlief kooperativ, flexibel und unbürokratisch. Die zuständigen Badenova-Mitarbeiterinnen und- arbeiter zeigten sich sehr hilfsbereit und kompetent bei der Lösung aller Probleme. Erstaunlich: „Energie“ ist der zentrale Begriff unserer modernen technischen Zivilisation. Doch die Antwort auf die Frage: „Was ist Energie?“ ist sehr schwierig. Das Wesen der Energie im physikalischen Begriffssystem zu erklären fällt auch Physikern sehr schwer. Motivierend: Die pädagogische Wirksamkeit unserer Leitidee „Verstehen durch Staunen – Staunen durch Verstehen“ wurde mir erst im Laufe des Projektes so richtig bewusst. Sie wird weiterhin die Arbeit des Planetariums nachhaltig beeinflussen.

Blickpunkt Kahlenberg - Errichtung eines Informations- und Umweltbildungszentrums
Ringsheim

Infozentrum Blickpunkt Kahlenberg

Weil die deutsche Abfallordnung seit 2005 vorschreibt, Müll nicht mehr unbehandelt zu deponieren, gehen konventionelle Mülldeponien außer Betrieb. So auch die Deponie Kahlenberg bei Ringsheim. Sie hat sich den letzten Jahren von einem herkömmlichen Mülllagerplatz zum Naherholungsgebiet gewandelt. In Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen wie dem BUND und dem NABU entstand auf dem 120 Hektar großen Gelände ein Biotop für verschiedene seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter die Gelbbauchunke oder die Heidelerche. Gleichzeitig betreibt der Zweckverband Abfallentsorgung Kahlenberg (ZAK) dort eine innovative mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage. Mit einer höheren Energieausbeute als konventionelle Anlagen gewinnt sie – flexibel an die jeweiligen Abfallstoffe angepasst – Biogas und Ersatzbrennstoffe und stößt auf großes nationales und internationales Interesse. Um diese umweltfreundliche Technologie besser vermarkten zu können und die Fortschritte des Biotopprojektes zu präsentieren, errichtete der ZAK auf dem Kahlenberg ein Informations- und Umweltbildungszentrum. Es richtet sich dementsprechend an zwei Besuchergruppen: An Experten für Entsorgungstechnik sowie an Vereine, Schüler und Familien, die sich bei einem Ausflug über Naturthemen informieren wollen. Das neue Gebäude bietet Raum für Vorträge, die das neue Verwertungsverfahren der Fachwelt vorstellen. Eigene und externe Experten zeigen außerdem bei Exkursionen oder in Projektgruppen Geschichte und Besonderheiten des Biotops und vermitteln, wie man Abfall effektiv vermeidet und verwertet. In Deutschland steht in den nächsten Jahren die Schließung von etwa 300 Mülldeponien an. Der Kahlenberg, der seine Müllverwertungstechnologie vorbildhaft in eine Biotoplandschaft einbindet, bietet hierfür ein nachahmenswertes Modell. Mehr Informationen liefert die Homepage des ZAK Kahlenberg0 , sowie ein Folgeprojekt zur Verwertung von Biomasse.