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Ausbildung zum Gewässerführer für die Region

Die Nachfrage nach Freizeitangeboten, die sich mit Natur- und Umweltschutz beschäftigen, steigt stetig. Deshalb bildete das Freiburger Institut für Landespflege in einem zwölftägigen Kurs ehrenamtliche Helfer zu Gewässerführern aus. Unterstützt vom Wasserwirtschaftsverband Baden-Württemberg stand die Veranstaltung allen offen, die sich dafür interessierten, ihre Mitmenschen für den Wasser- und Gewässerschutz zu sensibilisieren. Studenten oder Mitglieder von Umweltverbänden lernten, verschiedene Ökosysteme in und um Gewässer, historische Themen oder Fragen des Naturschutzes interessant zu vermitteln. Nachdem sie zehn Führungen absolviert haben, erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Zu den Zielgruppen des Gewässerführers gehören besonders Kindergärten, Schulen, Vereine und Touristen.

Innovativ ist, dass das Projekt die Absolventen auch nach dem Kurs ausführlich betreut. Die 18 Führer, die 2005 erfolgreich teilnahmen, sind heute eine aktive, organisierte Gruppe, die mit ähnlichen Organisationen in Kontakt steht. Um sich innerhalb der Gruppe auszutauschen dient ein Forum auf der Website, welche auch über die aktuellen Angebote informiert.

Mehr Informationen auf der Homepage des Projektes.

Projektdaten

Projektnummer 2005-04
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Uni-Institut für Landespflege, Freiburg
Laufzeit Januar 2005 bis März 2006
Zuschuss 4.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Entwicklung eines Emissionsbilanzierungs-Managementsystems auf Basis von Primär-, Echtzeit- und Sekundärdaten wichtiger kommunaler Verbrauchsstellen am Beispiel der Gemeinde Mühlheim
Mühlheim a.d. Donau

Emissionsbilanz in Echtzeit für Kommunen

Die Kommunen spielen eine wichtige Rolle wenn es darum geht, Klimaschutzziele zu erreichen. Viele von ihnen haben deshalb in den letzten Jahren Klimaschutzkonzepte erstellt. Dafür ist es grundlegend zu wissen, wie viel Energie die einzelnen Sektoren und Ortsteile verbrauchen und wie viel CO2 sie ausstoßen. Die hierfür benötigten Daten sind aber oft veraltet, unvollständig oder liegen in unterschiedlichen Formaten vor. Viele Kommunen greifen deshalb auf statistische Werkzeuge zurück, die nur Durchschnittsdaten darstellen, nicht aber den wirklichen Zustand. So können die Bürger nur schlecht nachvollziehen, welche Effekte erzielt werden. Die Gemeinde Mühlheim an der Donau erstellt deshalb in Kooperation mit badenova und der Schweizer Klimaschutzstiftung myclimate erstmals ein Messsystem, dass alle Datenquellen in Echtzeit integriert und so den aktuellen Verbrauch und Veränderungen anzeigen kann. Dazu kombiniert das Projekt verschiedene Systeme. Ein Geoinformationssystem erlaubt es, die einzelnen Messorte einer Karte zuzuordnen. Das Performance Management System 'DoCOUNT' sammelt alle wichtigen ökologischen und ökonomischen Daten und überprüft diese. Es kann verschiedene Bereiche vergleichen und Emissionswerte berechnen. Das Projekt ist zunächst auf zehn gemeindeeigene Liegenschaften begrenzt. Aufgeteilt in unterschiedliche Subsysteme, sind sie Ziel einer Machbarkeitsstudie. Anschließend installiert die Gemeinde dort Messquellen, welche die Daten in Echtzeit an das Performance Management System weitergeben. Liegen die ersten Daten vor, können die Verantwortlichen das technische Konzept weiter optimieren und die Liegenschaften präziser aufteilen. Die Vorteile für die Gemeinde sind vielfältig und gut auf andere Kommunen übertragbar: Die Mühlheimer haben eine exaktere Übersicht darüber, wie wirksam einzelne Klimaschutzmaßnahmen sind und können jederzeit Schwachstellen analysieren sowie Emissionen und Energieverbrauch überprüfen. Wenn mehrere Gemeinden das Konzept nutzen, können sie außerdem verschiedene Sektoren direkt vergleichen.