2021-02
baum20g - Stärkung der Resilienz von Stadtbaumen im Zeichen des Klimawandels durch ein integriertes und vernetztes urbanes Baumquartiers- und Wassermanagement für Offenburg
Um die aus zahlreichen Gründen vorteilhaften Stadtbäume zu schützen, will die Stadt Offenburg mit diesem Projekt ein vernetztes Wassermanagement etablieren.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | baum20g - Stärkung der Resilienz von Stadtbaumen im Zeichen des Klimawandels durch ein integriertes und vernetztes urbanes Baumquartiers- und Wassermanagement für Offenburg |
| Projektnummer | 2021-02 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Projektträger | Stadt Offenburg |
| Laufzeit | bis |
| Fördersumme | 150.000 € |
Stadtbäume unter Druck durch den Klimawandel
In den vergangenen Jahren hatten städtische Grünflächen, insbesondere Stadtbäume, stark unter den Folgen des Klimawandels gelitten. Hitze- und Trockenperioden begannen bereits im Frühjahr und dauerten bis in den Herbst. Gleichzeitig veränderten sich die Niederschlagsmuster. Längere Trockenphasen wurden immer häufiger von extremen Starkregen unterbrochen. Stadtbäume waren besonders betroffen, da sie in versiegelten und wärmespeichernden Umgebungen wuchsen und zusätzlich unter Verkehrsbelastung und Krankheiten litten. Die Notwendigkeit eines widerstandsfähigen und gesunden Stadtbaumsystems wurde dadurch immer deutlicher.
Schwammstadt als Lösung für Stadtgrün
Das Projekt baum20g hatte das Ziel verfolgt, die Versorgung städtischer Grünräume durch ein intelligentes Regenwassermanagement zu sichern. Nach dem Prinzip der Schwammstadt wurde Regenwasser von versiegelten Flächen gesammelt, gespeichert und zur Bewässerung angrenzender Grünflächen genutzt. Dafür wurden städtische Infrastrukturen ganzheitlich betrachtet. Graue, blaue und grüne Elemente wurden miteinander vernetzt. Digitale Sensoren überwachten Temperatur und Bodenfeuchte. So konnte Wasser effizient eingesetzt und gleichzeitig Ressourcen wie Wasser und Geld eingespart werden.
Zukunftsfähige Baumarten für mehr Widerstandskraft
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts lag auf der Auswahl klimaresilienter Baumarten. Ziel war es, Stadtbäume besser an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. Die ausgewählten Arten sollten längere Hitze- und Trockenperioden überstehen und gleichzeitig zur Biodiversität beitragen. Besonders im grenznahen Raum am Oberrhein wurde bewusst über traditionelle Arten hinausgegangen. Widerstandsfähige Baumarten aus südlicheren Regionen wurden vermehrt gepflanzt, um das Stadtgrün langfristig zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
Die Planung und Herstellung von Baumgruben mit Wasserrückhaltung in Offenburg erfordert besondere Sorgfalt, da fast im gesamten Stadtgebiet schlechte Versickerungswerte vorliegen und die Durchführung solcher Maßnahmen erschweren.
Bisher gibt es in Offenburg großen Nachholbedarf bei der Nutzbarmachung von Oberflächenwasser. Das Projekt hat hier viele Potenziale und Möglichkeiten aufgezeigt, wo und wie besser mit der wertvolle Ressource Wasser umgegangen werden sollte.
Die Zusammenarbeit zwischen den planenden Disziplinen muss weiterhin mit demselben Eifer betrieben werden, wie es bei den baum2og-Maßnahmen der Fall war. Ansonsten können keine umfassenden, positiven Ergebnisse bei der Klimaanpassung erzielt werden.
Downloads und weitere Infos
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