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CO2-neutrales Schullandheim Luginsland

Seit Jahrzehnten sind die Schullandheimwochen im Haus Luginsland Tradition am Freiburger Kepler-Gymnasiums. Dort führt die Schule beispielsweise Seminare und Projekte zum Thema soziales und demokratisches Lernen durch. Das 85 Jahre alte Gebäude im typischen Schwarzwaldstil war aber seit einiger Zeit sanierungsbedürftig, die veraltete Anlagentechnik stieß pro Jahr 56 Tonnen CO2 aus.

Als besonders anspruchsvoll erwiesen sich die Dämmung der Außenwände und der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ohne den charakteristischen Baustil zu verändern. Das Ergebnis zeigt aber, dass sich eine energetische Sanierung auch für historische Schwarzwaldhäuser lohnt.

Ergänzend zur Sanierung erarbeiten Eltern, Schüler, Lehrer und der ehrenamtliche Trägerverein ein Konzept, das das sanierte Landschulheim zu einem Bildungszentrum für Umweltthemen macht. Die direkte Umgebung des Luginsland eignet sich besonders, um Themen rund um die Natur zu vermitteln. Auf 1284 Metern mitten im Naturschutzgebiet Schauinsland gelegen, ist das Haus Teil einer Kulturlandschaft, die es zu bewahren gilt. In diesem Umfeld, das das Bewusstsein für Natur und Umwelt sensibilisiert, lernen die Schüler in fachübergreifenden Projekten mehr über die Schwarzwaldflora und Fauna oder über die Rolle des Waldes in Geschichte und Wirtschaft. Das Angebot steht auch Partnerschulen des Kepler-Gymnasiums und anderen interessierten Gästen offen.

Die Schülerfirma POL (Pimp our Luginsland) gestaltete eine Homepage, die über die Sanierung berichtete und diese mit verschiedenen Aktionen unterstützte.

Projektdaten

Projektnummer 2010-10
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Kepler Gymnasium Freiburg
Laufzeit Januar 2010 bis September 2014
Zuschuss 181.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Nachhaltiger Schulmarktstand
Gernsbach

Nachhaltiger Schulmarktstand

Das Projekt entstand im Rahmen der neu entwickelten Schulart „Berufsfachschule Pädagogische Erprobung“ der Handelslehranstalt Gernsbach und der für diese Schulart gegründeten Schülerfirma. Ziel dieser Schülerfirma ist es das nachhaltige kaufmännische Handeln im Rahmen eines selbstständigen Marktstandes auf dem Wochenmarkt praktisch erlebbar zu machen. Das im Unterricht erlernte Wissen setzen sie in der kaufmännischen Verkaufsabwicklung, der Kassenführung und der Abrechnung auf einem Bankkonto praktisch um. Für den klimaneutralen Transport der regionalen Waren mit einem Elektro-Lastenrad soll auf dem Schulgelände mit Unterstützung von regionalen Unternehmen eine Kleinwindkraftanlage entstehen, sodass der Strom für das Lastenrad regional erzeugt wird. Darüber hinaus soll mit der Kleinwindkraftanlage und dem Elektro-Lastenrad exemplarisch die Vereinbarkeit von kaufmännischem Handeln und einer Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen bewirkt werden. Dieses Projekt dient daher als alternative Unterrichtsform dazu, die Schüler für Veränderungspotenziale zu sensibilisieren und eigenes Handeln anzustoßen. Neues aus dem Projekt: Für Ihre Aktivitäten im Rahmen des Projekts werden die Schüler nun in Stuttgart mit einem Preis im Wettbewerb „Nachhaltiges Wirtschaften“ ausgezeichnet. Bei der Ehrung am 28. November durch das Umwelt- und das Kultusministerium erhalten die Schüler nicht nur ein Preisgeld von 500 Euro, sondern auch einen Workshop in der L-Bank. Überreicht wird die Urkunde von Staatssekretär Dr. Andre Baumann. Zudem hat es das Projekt der HLA Gernsbach unter die TOP 10 des StartGreen@School-Award geschafft, wo nun über die Halbfinalisten online abgestimmt werden kann. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Geld- und Sachpreise in Höhe von 5.000 Euro. Die feierliche Preisverleihung findet am 20. November 2019 im Bundesumweltministerium in Berlin statt.

Die Erdkinder von ANGELL auf dem Bauernhof
Freiburg

Ein Jahr auf dem Bauernhof

Landwirtschaft gehört kaum noch zur unmittelbaren Erfahrungswelt der meisten Kinder. Was für Dorfkinder selbstverständlich ist, lernen ihre Altersgenossen aus der Stadt höchstens noch aus Büchern. Das Wissen darum, wo Schnitzel, Brot und Gemüse herkommen, ist jedoch grundlegend um Wirtschaft oder Klima zu verstehen. 7.-Klässler der Angell-Schulen lernten deshalb den landwirtschaftlichen Jahreslauf auf dem Freiburger Kunzenhof kennen. Das beginnt schon im Unterricht, wo Biologie, Erdkunde oder Physik behandeln, wie man Nahrung, Energie oder Fasern für Kleidung herstellt. In Gruppen von je zehn Schülern erlebten die Kindern dann in sieben übers Jahr verteilten Terminen die Arbeit auf dem Hof. Im Herbst beispielsweise stand die Produktion von Apfelsaft auf dem Programm, im Frühling lernten die Kinder Holz als nachwachsenden Rohstoff kennen und im Mai halfen sie mit Heu zu ernten und die Wiesen zu pflegen. Exkursionen zu anderen Höfen, Molkereien, Wind- oder Wasserkraftwerken und Spinnereien erweiterten ebenfalls das Wissen der Schüler. Damit sich der Austausch mit dem Hof nach einigen Jahren selbst tragen kann, entwickelte die Schule außerdem Finanzierungskonzepte. So können die Schüler ihre Produkte beispielsweise vermarkten oder auf Schulfesten für das Catering sorgen. Das Projekt erzog die Kinder zu mündigen Konsumenten, die bewusst und respektvoll mit landwirtschaftlichen Produkten umgehen. Als Teil eines europaweiten Netzwerks von 20.000 Montessorischulen präsentierten die Angell-Schulen ihr Konzept auf Workshops und sind so Vorbild für andere Bildungseinrichtungen.