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Energielehrpfad Linachtalsperre

1925 als eines der ersten Staumauern im Vielfachbogenbau fertig gestellt, ist die Linachtalsperre bei Vöhrenbach mit ihren typischen Bögen seit 2002 Kulturdenkmal. Bis 1969 lieferte das zugehörige Wasserkraftwerk umweltfreundlichen Strom, dann stellte die Stadt den Betrieb der sanierungsbedürftigen Anlage ein.

Stadt und Förderverein ‚Rettet die Linachtalsperre’ engagierten sich jedoch in den folgenden Jahren erfolgreich für den charakteristischen Bau. Heute vereint die sanierte Talsperre Naturschutz, Stromproduktion und sanften Tourismus. Auf dem erneuerten Fußgängersteg aus, können Interessierte die mit einer Geomembran abgedichtete Staumauer überqueren. Alle Betonschäden sind denkmalgerecht ausgebessert, außerdem sanierte das Vorhaben die 1,5 Kilometer lange Druckleitung zum im Jugendstil erbauten Maschinenhaus. Das Kraftwerk, schon seit 1996 wieder in Betrieb, profitiert von der größeren Wassermenge und liefert 30 Prozent mehr Strom. Gleichzeitig sorgen Maßnahmen wie ein verflachtes Ufer dafür, dass sich die Artenvielfalt im Stausee erhöht. Auch als Ziel für Badeausflüge ist die Talsperre beliebt. Ein Kraftwerksmuseum und ein Wasserkraftlehrpfad durchs Linachtal ergänzen das Angebot.

Mehr Informationen auf der Homepage der Stadt Voehrenbach.

Projektdaten

Projektnummer 2003-06
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Förderverein "Rettet die Linachtalsperre" e.V.
Laufzeit August 2003 bis Dezember 2003
Zuschuss 4.582

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

RegioNetz für Klimaschutz - Regionalnetzwerk zur Stärkung ehren-amtlichen Klimaschutzengagements im ländlichen Raum
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Ehrenamtliches Engagement für den Klimaschutz

Bund und Land geben vor, bis 2050 die CO2-Emission um etwa 90 Prozent zu verringern. Dieses ehrgeizige Ziel kann man nur erreichen, wenn sich alle Gesellschaftsbereiche für den Klimawandel einsetzen. Gerade kleineren Gemeinden fehlt es jedoch oft an Personal, Fachwissen und Finanzen, um Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen. Ehrenamtliches Engagement kann diese Lücke zumindest teilweise füllen und spielt heute schon eine entscheidende Rolle im Umweltschutz. So beteiligten sich in den letzten Jahren Bürger an Windkraftanlagen und kommunalen Hackschnitzelkraftwerken, initiierten Arbeitsgruppen oder setzten sich dafür ein, ihren Ort in ein Bioenergiedorf umzuwandeln. Mit einem Regionalnetzwerk unterstützte und vernetzte der gemeinnützige Verein Fesa nun Privatpersonen und Initiativen und gab Anstoß für weitere Projekte. Das Projekt bringt damit Privatleute und Initiativen zusammen, die meist Fachwissen und Kenntnis lokaler Gegebenheiten mitbringen, oft aber wenig Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit oder rechtlichen Fragen haben. Um den Initiativen zu helfen, Wissen und Erfahrung auszutauschen, baute Fesa zunächst eine Koordinationsstelle auf, deren Datenbank alle vorhandenen Initiativen erfasst und auf einer Webseite vorstellt. Eine Hotline berät zu rechtlichen, fachlichen und organisatorischen Fragen. Ein ehrenamtlicher Expertenpool steht ebenfalls bereit. Das Bildungsnetzwerk ergänzt die Koordinationsstelle, bietet eine Übersicht über vorhandene Angebote von Fortbildungsinstitutionen zum Beispiel in Handwerk und Bildungswerken, und koordiniert diese mit den eigenen Kursen. Vorgesehen waren fachliche Themen wie Klimaschutzarbeit und erneuerbare Energien sowie Kurse zu Organisation und Projektmanagement. Öffentlichkeitsarbeit, das dritte Standbein des Regionalnetzwerks, machte die Initiativen einem größeren Publikum bekannt und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und ehrenamtlichen Akteuren. Auf lange Sicht mobilisiert das Regionalnetzwerk großes Potential für die gesamte Region.

200 Familien aktiv fürs Klima
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200 Freiburger Familien aktiv fürs Klima

Ein klimafreundlicher Lebensstil scheitert in Deutschland heute selten noch an politischen Anreizen oder technischen Möglichkeiten. Vielmehr fehlt es oft am Wissen darum, wie sich das eigene Verhalten auswirkt oder welche Routinen und Produkte man einfach durch andere, umweltverträglichere ersetzen kann. Viele Menschen verbinden Umweltschutz noch immer damit, sich bei Konsum oder Mobilität einschränken zu müssen. Um diesem Image entgegenzuwirken motivierte die Stadt Freiburg 200 Familien zu einem umweltfreundlicheren Leben und knüpfte dabei an das Projekt ' Familles actives pour le climat' ihrer Partnerstadt Besançon an. Anstatt auf Verzicht setzte das Projekt darauf, den Familien zu zeigen, dass Umweltschutz und bessere Lebensqualität Hand in Hand gehen. Die Familien setzten sich ihre Ziele dabei selbst und motivierten sich so gegenseitig ihre Möglichkeiten auszuloten. Das Umweltschutzamt warb dafür 200 Haushalte an und begrüßte sie auf einer Auftaktveranstaltung im Mai 2011, bei der auch Vertreter aus Besançon anwesend waren. Dort erhielten die Familien ein Projekttagebuch mit Energiespartipps, in dem sie ihre Erfahrungen festhalten konnten. Eine individuelle Energieberatung im Haushalt half ihnen, ihr Klimaschutzpotential einzuschätzen. Weitere Veranstaltungen begleiteten die Familien durchs Jahr und demonstrierten, wie ein umweltfreundlicher Alltag aussehen kann. Dabei ging es um Themen wie saisonaler und regionaler Konsum, den Kauf von Gebrauchsgegenständen oder die tägliche Mobilität und Reisen. Bei anderen Aktionen konnten die Teilnehmer sich austauschen, wobei auch der Dialog mit den französischen Familien vorgesehen war. Das Projekt war eingebunden in andere Freiburger Umweltschutzaktionen wie die Veranstaltungsreihe Nachhaltigkeit als Lebenskunst oder die Freiburger CO2 Diät. Darüber hinaus dienten die Familien als Pilothaushalte, die andere dazu anregen sollen, ihr Verhalten zu überdenken. Mehr Informationen im Abschlussbericht (PDF, 304KB) .