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Nutzung von industrieller Abwärme

Nutzung von Abwärme ist, insbesondere wenn auch die Potenziale von niedrigeren Temperaturniveaus erschlossen werden, eine große Chance für eine nachhaltige Wärmeversorgung und kann eine zentrale Rolle in der Wärmewende, insbesondere in Industriegebieten, sein. Die zeitliche Differenz zwischen anfallenden Mengen an Abwärme und benötigtem Wärmebedarf stellt einen erhöhten Aufwand und Anforderung an das Gesamtsystem dar. Klassische Wärmekonzepte umgehen diese innovative Herausforderung und setzen oft auf Lösungen mit flexiblen Erzeugungstechnolgien, die zwar das Risiko eines Engpasses reduzieren, somit jedoch dann auch die Effizienzpotenziale zur nachhaltigen Versorgung durch Abwärme nicht heben. Das Projekt hat zum Ziel, die im Jahresverlauf sehr gleichbleibende Abwärme der Rhodia Acetow für die Beheizung der Freiburger Messe mittels speziellen Hochtemperaturwärmepumpen nutzbar zu machen. Diese Herausforderung bedingt meh-rere Innovationen, von Einsatz der neuen Technologie, Erprobung der Machbarkeit durch gezieltes Lastmanagement mit bestehender Infrastruktur sowie Generierung übertragbarer Erkenntnisse in einem sehr skalierbaren Segment.

Projektdaten

Projektnummer 2019-15
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger badenovaWÄRMEPLUS GmbH & Co. KG
Laufzeit 01.01.2019 - 31.12.2020
Zuschuss 150.000€

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

CO2-freie Wärmeversorgung von Wohngebäuden mit PVT-Kollektoren und Wärmepumpe
Freiburg

Kombination aus PVT-Kollektor und Speicher

Maßgeblich für den Erfolg der Energiewende ist neben der in großen Schritten voranschreitenden Stromwende, die Realisierung der Wärmewende. Mehr als 50 % des jährlichen Endenergieverbrauchs in Deutschland sind auf Wärmeanwendungen zurückzuführen. So ist der Wärmesektor jährlich für etwa 26 % der gesamten deutschen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich (Stand 2016). Vor diesem Hintergrund ist es offensichtlich, dass eine Energiewende ohne eine Wärmewende nicht gelingen kann. Trotz der dringlichen Notwendigkeit ist aktuell eine Stagnation in diesem Bereich zu erkennen, die auf das Fehlen einer zukunftsweisenden Heiztechnik schließen lässt, welche nicht nur Politik und Gesellschaft eine Perspektive aufzeigt, sondern auch von allen Marktteilnehmern, Handwerk und Verbrauchern akzeptiert wird. Ziel des Projekts ist es daher, ein innovatives und wegweisendes Konzept für die Bereitstellung von Wärme für Heizung und Trinkwarmwasser für einzelne Wohngebäude, ausschließlich basierend auf erneuerbaren Energiequellen zu realisieren. Innerhalb des Pilotprojekts wird die innovative Technik, bestehend aus Photovoltaik-Thermie-Kollektors sowie Wärmepumpe in Kombination mit Wärme- und Stromspeicher, als anwendungsreife Systemlösung entwickelt und deren Praxistauglichkeit analysiert sowie demonstriert. Zur Erhöhung der Akzeptanz werden neben den technologischen Neuerungen auch innovative Preismodelle untersucht, um durch den ganzheitlichen Ansatz einen maximalen Impuls Richtung Wärmewende zu entwickeln.