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Fahrradenergiestationen für mobile Energie

Wie viel Aufwand nötig ist, um auch nur genug Strom für eine Glühbirne zu erzeugen, wissen nur die wenigsten. Dieses Bewusstsein zu wecken war das Ziel der sogenannten Fahrradenergiestationen des Vereins Solare Zukunft. Eine solche Energiestation bestand jeweils aus zehn umgebauten Heimtrainern, verbunden mit einem Adapter und einer Batterie. So entstand ein mobiles System, in dem die Nutzer zuerst Elektrizität produzierten und sie anschließend CO2-neutral nutzten. Displays an jedem Rad zeigten an, wie viel Energie der Fahrer bereits erzeugt hatte; ein größerer Bildschirm fasste die Summe aller Räder zusammen. Auch während anschließend Lampen oder Beamer für Kinovorführungen den Strom verbrauchten, machten Anzeigen bewusst, wie hoch der Verbrauch ist und wie viel Energie noch verbleibt.

Der Verein bindete die Stationen in das eigene Bildungsangebot ein, zu dem beispielsweise Projekttage, Bastelaktionen oder Fortbildungen zum Umwelt- und Klimaschutz gehörten. In Teamarbeit strampelten Kinder- und Jugendgruppen, um Filmvorführung zu ermöglichen oder Batterien aufzuladen und lernten dabei eindrücklich, wie viel Muskelkraft nötig ist, um „Selbstverständliches“ wie Computer oder Lautsprecher zu betreiben. Auch externe Institutionen konnten die Stationen ausleihen, um beispielsweise Strom für Ferienlager, Filmvorführungen, Klassenfeste oder andere Veranstaltungen zu gewinnen und dabei gleichzeitig das Bewusstsein für Energie- und Klimafragen zu schärfen.

Das FES bekommt eine neue Software. Nach wie vor im Einsatz und beliebt ist das Fahrrad-Energie-System (FES), das nun durch ein neues Innovationsfonds Projekt, erweitert wird, mit neuen Ideen und Themen, um das System zukünftig noch vielfältiger einsetzen zu können.

Projektdaten

Projektnummer 2012-17
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Verein Solare Zukunft e. V.
Laufzeit April 2012 bis Dezember 2014
Zuschuss 26.750

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Nachhaltiger Schulmarktstand
Gernsbach

Nachhaltiger Schulmarktstand

Das Projekt entstand im Rahmen der neu entwickelten Schulart „Berufsfachschule Pädagogische Erprobung“ der Handelslehranstalt Gernsbach und der für diese Schulart gegründeten Schülerfirma. Ziel dieser Schülerfirma ist es das nachhaltige kaufmännische Handeln im Rahmen eines selbstständigen Marktstandes auf dem Wochenmarkt praktisch erlebbar zu machen. Das im Unterricht erlernte Wissen setzen sie in der kaufmännischen Verkaufsabwicklung, der Kassenführung und der Abrechnung auf einem Bankkonto praktisch um. Für den klimaneutralen Transport der regionalen Waren mit einem Elektro-Lastenrad soll auf dem Schulgelände mit Unterstützung von regionalen Unternehmen eine Kleinwindkraftanlage entstehen, sodass der Strom für das Lastenrad regional erzeugt wird. Darüber hinaus soll mit der Kleinwindkraftanlage und dem Elektro-Lastenrad exemplarisch die Vereinbarkeit von kaufmännischem Handeln und einer Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen bewirkt werden. Dieses Projekt dient daher als alternative Unterrichtsform dazu, die Schüler für Veränderungspotenziale zu sensibilisieren und eigenes Handeln anzustoßen. Neues aus dem Projekt: Für Ihre Aktivitäten im Rahmen des Projekts werden die Schüler nun in Stuttgart mit einem Preis im Wettbewerb „Nachhaltiges Wirtschaften“ ausgezeichnet. Bei der Ehrung am 28. November durch das Umwelt- und das Kultusministerium erhalten die Schüler nicht nur ein Preisgeld von 500 Euro, sondern auch einen Workshop in der L-Bank. Überreicht wird die Urkunde von Staatssekretär Dr. Andre Baumann. Zudem hat es das Projekt der HLA Gernsbach unter die TOP 10 des StartGreen@School-Award geschafft, wo nun über die Halbfinalisten online abgestimmt werden kann. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken Geld- und Sachpreise in Höhe von 5.000 Euro. Die feierliche Preisverleihung findet am 20. November 2019 im Bundesumweltministerium in Berlin statt.

SchulverWaldung - Konzeption und Umsetzung temporärer Entschulungsmodelle
Freiburg

Unterrichtsprojekte im Waldhaus Freiburg

Seit 2008 vernetzt das Informations- und Bildungszentrum Waldhaus Freiburg alle, die beruflich oder in ihrer Freizeit mit den Themen ‚Holz’ und ‚Ökosystem Wald’ in Kontakt kommen. Besonders konzentriert sich die Stiftung auf Bildungsprojekte für Kinder, die bisher auf halb- oder ganztägige Veranstaltungen beschränkt waren. Unter dem Motto ‚SchulverWaldung’ weitete das Waldhaus sein erlebnispädagogisches Konzept aus. Ziel war und ist nach erfolgreichem Projektabschluss weiterhin, für Jugendlichen der Klassen 7 und 8 ganze Unterrichtsblöcke vom Klassenzimmer in den Wald zu verlegen um den Schülern Zusammenhänge aus Biologie und Physik aber auch Politik und Wirtschaft zu vermitteln. Das Projekt erarbeitete hierfür ein umfassendes Konzept. Die ‚Zukunftswerkstatt Wald und Nachhaltigkeit’ wendete sich gezielt an die Mittelstufe, denn gerade in diesem Alter bedarf es hohen Aufwandes, um Jugendliche für den Schulalltag und theoretisches Wissen zu motivieren. Deshalb setzte das Waldhaus auf ‚Entschulung’. Nicht im Klassenzimmer über Büchern, sondern im Wald erfuhren die Jugendlichen in Aktionen und Projekten, wie flexibel der Rohstoff Holz ist. So verinnerlichten sie den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und eigenem Handeln. Das Bildungskonzept ist für alle Schularten angelegt und leitet Jugendliche dazu an, kritisch und selbstständig zu denken und nachhaltig zu handeln. Die Erprobung und Umsetzung temporärer Entschulungsmaßnahmen im Rahmen des Projektes Schulverwaldung verlief äußerst erfolgreich. Die im Förderantrag anvisierte Verstetigung des Projektes ist durch Mittel aus dem deutschen Nachhaltigkeitspreis für weitere drei Jahre gesichert. Die Stiftung Waldhaus ist bestrebt, eine Dauerfinanzierung zu generieren, damit dieses erfolgreiche Projekt unbefristet angeboten werden kann. Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des Waldhauses.