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Gasklimageräte für ein Hotel

Das Projekt wurde zurückgezogen.

Der Klimatisierungsbedarf wird in Deutschland noch vorwiegend mit elektrisch angetriebenen Geräten abgedeckt. Eine interessante Alternative bieten die Gaswärmepumpen zur Klimatisierung (GHP), die seit ca. 20 Jahren in Japan im Einsatz sind.

Das InterCity Hotel verfügt nur über eine mechanische Be- und Entlüftung. Dies führt dazu, dass vor allem die auf der Südseite gelegenen Zimmer im Sommer stark überhitzen. Da eine Klimatisierung mittels Strom in vielerlei Hinsicht mit Nachteilen verbunden ist, entschied man sich für den Einsatz von GHPs.

Das Konzept sieht hierzu eine Multisplitanlage vor, die zur Klimatisierung von Hotelzimmer auf der Südseite insgesamt 5 Außengeräte und 89 Innengeräte beinhaltet. Der Wärme- und Kältetransport wird von einem Kältemittel übernommen.

Des Weiteren wird die Lüftungsanlage im Hotelzimmer mit einer separaten GHP ausgestattet, um die heiße Außenluft auf ca. 24°C herunter zu kühlen.

Die Hotelleitung entschied sich letztendlich jedoch gegen eine Umsetzung und zog den Antrag zurück.

Projektdaten

Projektnummer 2006-07
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger InterCity Hotel Freiburg
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Einführung der Reihenfrässaat und Untersuchung der boden-physikalischen Langzeiteffekte
Dreisamtal

Pfluglose Bodenbearbeitung im Dreisamtal

Obwohl sie in Deutschland noch relativ wenig verbreitet ist, stößt die pfluglose Bodenbearbeitung bei Landwirten auf großes Interesse. Das pfluglose Verfahren greift möglichst wenig in die Ökosysteme Boden und Grundwasser ein. Damit ist es nicht nur umweltfreundlich, sondern auch weniger arbeits- und kostenintensiv. Die Methode beugt der Erosion vor und macht die Böden tragfähiger, so dass die Landwirte Dünger besser ausfahren können. Eine der verwendeten Methoden ist die Reihenfrässaat, bei der eine Fräse in einem einzigen Schritt aussäht und Dünger unter der Saat ausbringt. Ansonsten bleibt der Boden unbearbeitet. Nach erfolgreichen Parzellenversuchen testete die Freiburger Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarland (ANNA) das Verfahren in der Praxis an drei Standorten im Dreisamtal. Von Januar 2004 bis Dezember 2006 untersuchte ANNA, wie sich die Bodenstruktur veränderte und wie sich Nitratwerte und Ertrag entwickelten. Gleichzeitig verbesserten die Experten die Reihenfräse, um die Aussaat effektiver zu machen. Auch die Beobachtungen und überwiegend positive Erfahrungen der Landwirte bezogen sie ein. Die Ergebnisse waren viel versprechend: Während die pfluglose Methode genauso wirtschaftlich ist, müssen die Bauern nur halb so viel Zeit investieren. Es stellte sich jedoch heraus, dass nicht nur Nützlinge, sondern auch Schädlinge von der verbesserten Bodenqualität profitieren. Deshalb verbrauchten die beteiligten Landwirte mehr Pflanzenschutzmittel als beim herkömmlichen Anbau. Gerade die Vorteile der pfluglosen Methode machen es aber auch einfacher, Unkraut zu bekämpfen: Da die Reihenfrässaat Pflanzensamen nicht mehr unterpflügt, verbleiben sie an der Oberfläche, wo die Herbizide wirken. Ohnehin waschen die Herbizide weniger ins Grundwasser aus, weil der Boden sie besser aufnimmt. Mit Feldbegehungen und Flyern bietet das Projekt interessierten Landwirten ausführliche Informationen.

Begleitforschung zur energieoptimierten Sanierung der Waldbachschule mittels innovativer solarer Lüftungstechnik (enSoL)
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En-Sol – Solare Lüftung für Schulen

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