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Geothermie in der Solarregion

Innerhalb Europas hat Südbaden eines der größten Potentiale für Geothermie. Bisher jedoch hat die Erdwärme noch keinen angemessenen Anteil am regionalen Energiemix. Ihr Potential zu nutzen hat sich die Kooperation ‚Geothermie in der Solarregion’ zum Ziel gemacht. Dabei kooperiert der Förderverein Energie- und Solar-Agentur Regio Freiburg (fesa) mit der Energieagentur Regio Freiburg und dem Institut für Fortbildung und Projektmanagement (ifpro).

Das Projekt verlief in drei Phasen. Zuerst ermittelten die Fachleute, wer heute schon an welchen Standorten Geothermie nutzt oder ein Projekt plant. Ziel des zweiten Schrittes war es, diese Akteure zu vernetzen, um einen Austausch über wirtschaftliche, ökologische und technische Aspekte zu ermöglichen. Ingenieure, Anlagen- und Heizungsbauer, Kommunen, Bauherren und Wissenschaftler bilden das Kompetenzteam ‚Geothermie am Oberrhein’, das sich in halbjährlichen Workshops trifft. Auch eine Datenbank und die monatliche Infomail helfen dabei, Geothermie bekannter zu machen und neue Marketingstrategien zu entwickeln.

Das gesammelte Expertenwissen vermittelt das Vorhaben seither der Öffentlichkeit. Dazu dienen Infotouren in Südbaden, bei denen ein Tourführer beispielsweise Bauherren oder Handwerkern innovative Anlagen erklärt. Der Leitfaden ‚Geothermie in der Solarregion’ erklärt Grundbegriffe und Methoden und bietet zusammen mit der regionalen Marktübersicht fundierte Hilfe.

Mehr Informationen finden Sie bei fesa.

Projektdaten

Projektnummer 2002-04
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger fesa e.V., Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg
Laufzeit Dezember 2002 bis Dezember 2004
Zuschuss 50.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Vorsicht Plastik!
Freiburg

Vorsicht Plastik!

Plastik ist heute nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Das Ziel der Innovation Academy ist, die Menschen auf die negativen Seiten des Kunststoffes aufmerksam zu machen und ihnen Alternativen an die Hand zu geben. Der Einsatz von Plastik ist in einigen Lebensbereichen unverzichtbar, in anderen aber überflüssig und schädlich. In jüngerer Zeit werden uns die negativen Folgen der globalen Plastikflut mehr und mehr bewusst. Millionen Tonnen an Plastik gelangen jährlich in die Ozeane. Zahllose Meerestiere sterben an den Folgen, und über den Nahrungskreislauf nehmen wir Menschen das Plastik wieder auf. Mikroplastik entsteht zum Beispiel beim Waschen von synthetischen Textilien, durch Abrieb von Reifen oder wird in Kosmetikprodukten bewusst zugesetzt. Es wurde selbst im Eis der Arktis schon nachgewiesen. Der Export unseres Plastikabfalls, z.B. nach Südostasien, ist mitverantwortlich für die Verschmutzung von Stränden. Dass Plastik nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unsere Gesundheit schädlich sein kann, zeigen Studien, die Mikroplastik im Blut von Menschen nachgewiesen haben. Obwohl Freiburg oft als „Green City“ beworben wird und sich die meisten Bürger*innen selbst ein großes Umweltbewusstsein bescheinigen, ist auch hier ein steigendes Aufkommen an Plastikabfall festzustellen. Das Projekt „Vorsicht Plastik!“ möchte hier ansetzen, Denkanstöße bieten und Möglichkeiten aufzeigen, den eigenen Konsum „plastikärmer“ zu gestalten. Es sollen Teilnehmende aus allen sozialen Schichten angesprochen werden. Ein besonderes Augenmerk gilt denjenigen, die in einem familiären und soziokulturellen Kontext aufwachsen, in welchem Umweltschutz und damit auch die Auswirkungen der „Plastikkrise“ bisher kaum eine Rolle spielen. Wir möchten ein Umdenken und eine Verhaltensänderung erreichen, indem sich die Teilnehmenden auf vielfältige Weise der Thematik nähern. Neu entwickelte, interaktive Lernmodule sollen Grundlagen vermitteln. Besuche bei einem verpackungsfreien Supermarkt sollen aufzeigen, wie beim Einkauf auf Plastik verzichtet werden kann. Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden in einem Workshop, wie man Kosmetikprodukte selbst herstellt. Im Projekt geht es folglich nicht nur um Umweltbildung im Sinne der Vermittlung von Hintergrundwissen zum Thema Plastik und des Aufzeigens möglicher Alternativen. Der Schwerpunkt liegt darin, dass die Teilnehmenden selbst Erfahrungen sammeln und das Gelernte somit besser in ihren Alltag übernehmen und auch an ihr Umfeld weitergeben können. Im Vergleich zu einem Antrag bei der LUBW wurde der Antrag für den Innovationsfonds der badenova um zwei Elemente ergänzt: Als Antwort auf die Corona-Krise mit den zeitweisen Schulschließungen und anderen Einschränkungen, wird zusätzlich ein Modul für den Online-Unterricht entwickelt. Neben der Einsatzmöglichkeit im Rahmen der aktuellen Corona-Pandemie lässt sich das pädagogische Programm so auch von Schulen nutzen, für welche eine Fahrt nach Freiburg zu weit oder zu teuer ist. Die fertigen Materialien und die Homepage sollen auch ins Französische übersetzt werden. Konkretes Interesse hierzu wurde bereits von Seiten des Deutsch-Französischen Gymnasiums in Freiburg signalisiert. Innovation Academy hat mit zwei französischen Muttersprachlerinnen im Team hierzu die Kompetenz. Das Programm könnte so auch von anderen deutsch-französischen Schulen oder für den Französischunterricht genutzt werden. Zusätzlich könnten zukünftig auch Schulen aus dem Elsass das Programm anwenden.

Luginsland 2012 - ein modernisiertes Schullandheim, das Tradition 	und eine CO2-neutrale Zukunft verbindet
Freiburg

CO2-neutrales Schullandheim Luginsland

Seit Jahrzehnten sind die Schullandheimwochen im Haus Luginsland Tradition am Freiburger Kepler-Gymnasiums. Dort führt die Schule beispielsweise Seminare und Projekte zum Thema soziales und demokratisches Lernen durch. Das 85 Jahre alte Gebäude im typischen Schwarzwaldstil war aber seit einiger Zeit sanierungsbedürftig, die veraltete Anlagentechnik stieß pro Jahr 56 Tonnen CO2 aus. Als besonders anspruchsvoll erwiesen sich die Dämmung der Außenwände und der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ohne den charakteristischen Baustil zu verändern. Das Ergebnis zeigt aber, dass sich eine energetische Sanierung auch für historische Schwarzwaldhäuser lohnt. Ergänzend zur Sanierung erarbeiten Eltern, Schüler, Lehrer und der ehrenamtliche Trägerverein ein Konzept, das das sanierte Landschulheim zu einem Bildungszentrum für Umweltthemen macht. Die direkte Umgebung des Luginsland eignet sich besonders, um Themen rund um die Natur zu vermitteln. Auf 1284 Metern mitten im Naturschutzgebiet Schauinsland gelegen, ist das Haus Teil einer Kulturlandschaft, die es zu bewahren gilt. In diesem Umfeld, das das Bewusstsein für Natur und Umwelt sensibilisiert, lernen die Schüler in fachübergreifenden Projekten mehr über die Schwarzwaldflora und Fauna oder über die Rolle des Waldes in Geschichte und Wirtschaft. Das Angebot steht auch Partnerschulen des Kepler-Gymnasiums und anderen interessierten Gästen offen. Die Schülerfirma POL (Pimp our Luginsland) gestaltete eine Homepage, die über die Sanierung berichtete und diese mit verschiedenen Aktionen unterstützte.