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Heizen und Kühlen mit Gasklimageräten

Angesichts steigender Temperaturen entwickeln sich Klimaanlagen immer mehr zum Standard. Klimafreundliche Systeme haben dabei einen wachsenden Marktanteil. Gasklimageräte überzeugen im mitteleuropäischen Klima besonders, weil sie sowohl kühlen als auch wärmen können. In Japan schon seit 20 Jahren im Einsatz, findet man sie hierzulande aber bisher selten. Deshalb installierte Badenova im neu erbauten Science House des Europaparks zwei Demonstrationsgeräte, die zeigten, dass sich die Technik auch für Deutschland eignet.

Im Sommer kühlen die Geräte ähnlich wie ein Kühlschrank. Das Kältemittel verdampft und entzieht so der Umgebungsluft Wärme. Im Winter funktionieren die Anlagen genau umgekehrt: Das Kältemittel im Gerät kondensiert und gibt dabei die gespeicherte Wärme ab. So heizen die Gasmotorwärmepumpen zuverlässig und mit niedriger Anlaufzeit. Gasklimageräte senken den Primärenergiebedarf gegenüber mit Strom betriebenen Klimaanlagen um knapp ein Drittel und stoßen so weniger CO2 aus.

Seit 2007 laufen die Geräte im Europapark einwandfrei und liefern wertvolle Daten um die Technik andernorts erfolgreich einzusetzen. Gleichzeitig arbeitet badenova daran, Gasklimageräte bekannter zu machen. Sie waren Thema eines Seminars zum umweltfreundlichen Heizen und Kühlen, das im Januar 2008 im Science House stattfand.

Projektdaten

Projektnummer 2005-06
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger badenova AG & Co. KG, Freiburg
Laufzeit Januar 2005 bis September 2009
Zuschuss 162.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Einsatz einer voll-elektrischen Straßenkehrmaschine der 2m³-Klasse
Freiburg

Leise, emissionsarme Straßenkehrmaschine für Freiburg

Die Straßenkehrmaschinen der Abfall- und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sind täglich unterwegs und halten die Stadt sauber. Die herkömmlichen, dieselbetriebenen Fahrzeuge sind aber laut und haben eine hohe CO2- und Schadstoffemission. Pro Jahr verbrauchen sie durchschnittlich 8.400 Liter Diesel. Ein Feldversuch der ASF erprobte deshalb eine vollelektrische und damit wesentlich leisere Kehrmaschine. Solche Maschinen sind bereits kommerziell erhältlich, wegen der teuren Akkus aber für die meisten Gemeinden noch nicht wirtschaftlich. Sind die höheren Anschaffungskosten jedoch gestemmt, liegen die Betriebskosten und Emissionswerte weit unter denen herkömlicher Fahrzeuge. So lassen sich mit einem einzigen Fahrzeug pro Jahr etwa 27 Tonnen CO2 einsparen. Eine ausführliche Dokumentation und Evaluation von Energieverbrauch, Reinigungsleistung, Geräuschemission, sowie den Betriebserfahrungen begleiteten das Projekt. Die Innovationsfondsförderung half, den Mehraufwand bei der Integration innovativer Technologien in bestehende Arbeitsabläufe und Kontexte zu kompensieren, und das Projekt übertragbar zu machen. Die Freiburger Kehrmaschine dient auch anderen Städten und Kommunen als Anschauungsobjekt. Bei Erfolg können sie nach und nach dieselbetriebene mit elektrischen Straßenkehrmaschinen ersetzen. 2011 erprobte die ASF bereits in einem weiteren Innovationsfondsprojekt ein Müllauto mit diesel-elektrischem Hybridbantrieb , das weiterhin im Einsatz ist. Stadtarbeiter und Anwohner loben regelmäßig den angenehm leisen Betrieb und die niedrige Abgasemisssion. Die Stadt Achern führt ein ähnliches Projekt mit einem elektrischem Müllsammelfahrzeug und elektrischen Geräten für die städtische Gartenpflege durch. Vier wesentliche Erkenntnisse: Die technische Funktionalität der eSKM im Innenstadtgebiet konnte bewiesen werden. alle Zielsetzungen wurden erfüllt. Die Einsparungen der Betriebskosten gegenüber einer konventionellen dieselbetriebenen Staßenkehrmaschine lag im Projektzeitraum bei 82%. Die CO2-Emmissionen konnten um rd. 25t/a gesenkt werden Die Mitarbeiter haben die technische Umstellung positiv angenommen