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Indoor- Natur und Wellnessbad

Ziel des Projektes war es, das bei Freibädern bereits umgesetzte Naturschwimmbadkonzept auf ein Hallenbad anzuwenden.

Anders als konventionelle Bäder reinigen Naturschwimmbäder das Wasser nicht chemisch mit Chlor, sondern biologisch. Das geschieht in einem zusätzlichen Regenerationsteich, in dem sich ein mit Wasser- und Sumpfpflanzen bewachsener Bodenfilter befindet. Dessen spezielles Biofiltersubstrat ist von Mikroorganismen besiedelt, die das Wasser von Keimen säubern. Zusätzlich hält ein Filterschacht feine Sedimentpartikel zurück. Weil sie weniger Wasser verbrauchen, keine teuren Aufbereitungsanlagen oder chemischen Reinigungsmittel benötigen, arbeiten Naturschwimmbäder kostengünstiger und umweltfreundlicher als konventionelle Bäder.

Für den Außenbereich hat sich das Prinzip schon bewährt. Hallenbäder im Stil eines Naturbades gibt es hingegen bisher nicht. Im Projekt wollte die Grundstücksgemeinschaft ‚Van der Vliet und Kunz’ das erste Hallenbad mit biologischer Wasserreinigung verwirklichen. Geplant war unter anderem ein Dach mit einem speziellen Teflonkissen, das den Großteil des Sonnenlichts durchlässt und so garantiert, dass die Teichpflanzen wachsen.

Weil die Initiatoren das Bad nicht am Projektort verwirklichen konnten, zogen sie den Antrag jedoch schließlich zurück.

Projektdaten

Projektnummer 2006-05
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Grundstücksgemeinschaft Rüdiger van der Vliet & Christopher Kunz
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Energieeffizienz mit Effekt
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Energieeffizienz mit Effekt

Im Vergleich zum Ausbau der Erneuerbaren Energien weist der Markt der industriellen Energieeffizienz noch immer vergleichsweise wenig Dynamik auf, obwohl hier enorme wirtschaftliche und ökologische Potenziale, beispielsweise in der Betriebsoptimierung, zu nutzen wären. Grund für die Lethargie war bislang, dass entsprechende Analyseverfahren quasi nicht vorhanden waren. In dem vorangegangenen Projekt OptiLuft (Nr. 2018-05) wurde deswegen ein Messverfahren entwickelt, das Effizienzpotenziale bei Lüftungsanlagen aufspürt und über ein Cloud-basiertes Messverfahren mit hoher Sensordichte in hoher zeitlicher Auflösung mit zudem teilautomatisierten Daten-Auswerteroutinen „durchleuchtet“. Defizite werden so identifiziert und Verbesserungsmaßnahmen wirtschaftlich bewertet. Im Rahmen des hier beschriebenen Vorhabens sollen nun die Erkenntnisse von messeffekt aus den Kunden-Messeinsätzen genutzt werden, um hochgradig skalierbare Geschäftsmodelle zur Steigerung der industriellen Energieeffizienz zu entwickeln. Für Energieversorger und Netzbetreiber steht mit den Daten der registrierten Leistungsmessungen, die für Verbraucher mit einem Energieverbrauch von mehr als 100.000 kWh erhoben werden, eine enorm große und wertvolle Datenbasis zur Verfügung. Diese soll im Rahmen dieses Projektes zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Bereich Energieeffizienz genutzt werden. Besonders großes Potenzial liegt dabei in der Betriebsoptimierung großer Standardverbraucher, wie z.B. Lüftungsanlagen. Mit den beteiligten Partnern E-MAKS und badenova können anhand der Analyse von weit über 1000 Kunden- bzw. Verbrauchsprofilen Verbesserungspotenziale gefunden werden. Der komplette Optimierungsprozess wird dann mit Pilotkunden validiert. Durch die innovative Methodik zum Nachweis von Energieeffizienzpotenzialen wird es möglich, den exklusiven Kundenzugang der badenova und das Wissen über Verbrauchscharakteristika zu nutzen, um neue Branchendienstleistungen zu entwickeln, die auf sinkende Absatzmengen abzielen. Denn klassischerweise profitieren Vertriebseinheiten und deren Mitarbeiter direkt vom steigenden Energieverbrauch. Die Veränderung dieser Logik kann maßgeblich zu einer schnelleren Umsetzung der Energieeffizienzpotenziale beitragen.

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Ein geschlossener Energiekreislauf für die Deponie Eichelbuck

Während auf der Deponie Eichelbuck im Freiburger Mooswald früher Haushaltsmüll entsorgt wurde, ist die Anlage heute für Grünabfälle aller Art zuständig. Dieser Wandel wirkt sich auch auf die Energieversorgung der Anlage aus, die momentan durch zwei mit Deponiegas betriebene Mikrogasturbinen erfolgt. Deponiegas entsteht beim biologischen und chemischen Abbau von organischem Abfall. Dieser fällt jedoch in unvorbehandelter Form in deutschen Deponien nicht mehr an, so dass die Menge an Deponiegas stetig zurückgeht. Deshalb müssen sich die Deponiebetreiber nach neuen lokalen und umweltfreundlichen Energiequellen umsehen. Grünabfälle, wie sie am Eichelbuck verarbeitet werden, bieten dieses Energiepotential. Bisher trennte man auf der Anlage Grünabfall in holziges Material für die Zufeuerung in der eigenen Hackschnitzelanlage und erdiges Material, das in der Landwirtschaft ausgebracht wurde. Eine Pyrolyseanlage und eine verbesserte Hackschnitzelanlage sollen in Zukunft die Grünabfälle ökologisch und wirtschaftlich effizienter nutzbar machen. Pyrolyseverfahren wurden schon in mehreren Innovationsfondsprojekten erprobt. Sie eignen sich besonders für Materialien, die nicht auf herkömmliche Weise zu Biogas vergärbar sind. In der Freiburger Anlage sind das beispielsweise Grünschnitt, Pferdemist und diejenigen Holzreste, die sich nicht für Holzhackschnitzel eignen. Im Pyrolyseofen verschwelt die Biomasse unter großer Hitze und ohne Sauerstoffzufuhr zu Verbrennungsgas und Biokohle. Biokohle ist vielseitig einsetzbar und anders als die ursprüngliche Biomasse leicht, kompakt und somit einfach zu transportieren. Beigemengt zum Substrat in Biogasanlagen, erhöht sie die produzierte Gasmenge. Auch der aus Speiseresten auf dem Eichelbuck hergestellte Kompost verbessert mit Biokohle sein Nährstoffprofil. In den Boden eingebracht – direkt oder im angereicherten Kompost oder Gärrest – verbessert Biokohle die Bodenqualität, erhöht den Ertrag und verringert den Bedarf von Kunstdüngern. Die Abwärme der Pyrolyseanlage trocknet die auf der Anlage produzierten Hackschnitzel. In Zukunft ersetzt ein Hackschnitzel-BHKW eine der Mikrogasturbinen, deren Einsatz durch das schwindende Deponiegas nicht mehr rentabel ist. Die Hackschnitzelanlage verfügt mit einer extern gefeuerten Heißgasturbine über eine innovative, noch wenig eingesetzte Technologie. In der Anlage verbrennen die Hackschnitzel zu Asche und heißem Abgas, das indirekt über einen Wärmetauscher die Zuluft der Turbine erhitzt. Verunreinigtes Rauchgas und saubere Turbinenluft bleiben so getrennt; ein Verfahren das den schnellen Verschleiß durch Abgaspartikel verhindert. Die Hackschnitzelanlage wiederum liefert Abwärme für die Speiseresteaufbereitungsanlage. In einigen Jahren wird auch die zweite Mikrogasturbine durch eine Heißluftturbine ersetzt, die zusätzlich Strom und Wärme aus regenerativen Energien liefert. Angereichert mit Biogas, kann das restliche Deponiegas im BHKW Landwasser verbrannt werden; ein Verfahren das bereits durch ein weiteres Innovationsfondsprojekt erprobt ist. Pro Jahr spart das Konzept 2.600 Tonnen CO2 ein. Mit dem aufeinander und auf die vorhandenen Abfallstoffe abgestimmten Energiekreislauf zeigt die Deponie den Weg auf von der Müllverarbeitung des 20. zur der des 21. Jahrhunderts.