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Infocenter Niedertemperaturkühlung

Angesichts immer heißerer Sommer stellt sich für viele Hausbesitzer die Frage, wie sich Gebäude kostengünstig kühlen lassen, ohne wie bei herkömmlichen Methoden die Umwelt mit hohem Energiebedarf und klimaschädlichen Kühlmitteln zu belasten. Solch umweltfreundliche Klimatisierungsmethoden zu vermitteln war das Ziel des geplanten Demonstrations- und Infozentrums. Das Besondere des Projektes war, die Techniken nicht nur theoretisch zu unterrichten, sondern die eigenen Räume durch verschiedene innovative Anlagen zu kühlen und diese gleichzeitig als Demonstrationsobjekte zu verwenden. Die Gewerbeakademie Freiburg kam damit dem Ausbildungs- und Informationsbedarf entgegen, den Handwerker angesichts der wachsenden Nachfrage an innovativen, umweltfreundlichen Klimaanlagen zu vermelden.

Projektdaten

Projektnummer 2008-07
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Gewerbeakademie
Laufzeit bis September 2011
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Neubau Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
Freiburg

Forschungsbau im Passivhausstandard

Gebäude nach ökologischen Kriterien zu errichten, setzt sich immer mehr durch. Meistens handelt es sich dabei jedoch bisher um Wohn- oder Firmengebäude. Weil sie besonders strenge technische oder hygienische Normen einhalten müssen, ist es bei Forschungsinstituten und Universitäten dagegen schwieriger, energieeffizient zu bauen. Der Neubau des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, zuvor in verschiedenen Gebäuden der Universitätsklinik Freiburg untergebracht, ist ein fortschrittliches Beispiel auf diesem Gebiet. Im Passivhausstandard erbaut, weist es mehrere innovative Ansätze auf, darunter eine Lüftungsanlage, die dank moderner Technik die Luft nur halb so oft wechselt wie in der Norm vorgeschrieben und dennoch die strengen Kriterien für den Umgang mit gefährlichen Stoffen erfüllt. Weil der Neubau natürliche Ressourcen geschickt nutzt, kommt das neue Institut auch beim Kühlen und Wärmen mit weniger Energie aus als üblich: Hinter seiner Glassfassade befindet sich eine Brettstapelwand, hinter der die Sonne die Luft erwärmt. Im Winter leitete das System die so erwärmte Luft in die Räume. Im Sommer durchläuft die Zuluft Erdregister, deren Wärmetauscher sie abkühlen. In den Betondecken eingebaute Rohrschlangen kühlen oder wärmen und halten das Gebäude auf einer nahezu konstanten Temperatur. Als Vorbild für andere Universitätsgebäude zeigt der Neubau, dass es auch mit den weit reichenden Sicherheitsvorschriften im Forschungsbereich möglich ist, klimafreundlich zu bauen.