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Infocenter Niedertemperaturkühlung

Angesichts immer heißerer Sommer stellt sich für viele Hausbesitzer die Frage, wie sich Gebäude kostengünstig kühlen lassen, ohne wie bei herkömmlichen Methoden die Umwelt mit hohem Energiebedarf und klimaschädlichen Kühlmitteln zu belasten. Solch umweltfreundliche Klimatisierungsmethoden zu vermitteln war das Ziel des geplanten Demonstrations- und Infozentrums. Das Besondere des Projektes war, die Techniken nicht nur theoretisch zu unterrichten, sondern die eigenen Räume durch verschiedene innovative Anlagen zu kühlen und diese gleichzeitig als Demonstrationsobjekte zu verwenden. Die Gewerbeakademie Freiburg kam damit dem Ausbildungs- und Informationsbedarf entgegen, den Handwerker angesichts der wachsenden Nachfrage an innovativen, umweltfreundlichen Klimaanlagen zu vermelden.

Projektdaten

Projektnummer 2008-07
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Gewerbeakademie
Laufzeit bis September 2011
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Einsatz einer voll-elektrischen Straßenkehrmaschine der 2m³-Klasse
Freiburg

Leise, emissionsarme Straßenkehrmaschine für Freiburg

Die Straßenkehrmaschinen der Abfall- und Stadtreinigung Freiburg (ASF) sind täglich unterwegs und halten die Stadt sauber. Die herkömmlichen, dieselbetriebenen Fahrzeuge sind aber laut und haben eine hohe CO2- und Schadstoffemission. Pro Jahr verbrauchen sie durchschnittlich 8.400 Liter Diesel. Ein Feldversuch der ASF erprobte deshalb eine vollelektrische und damit wesentlich leisere Kehrmaschine. Solche Maschinen sind bereits kommerziell erhältlich, wegen der teuren Akkus aber für die meisten Gemeinden noch nicht wirtschaftlich. Sind die höheren Anschaffungskosten jedoch gestemmt, liegen die Betriebskosten und Emissionswerte weit unter denen herkömlicher Fahrzeuge. So lassen sich mit einem einzigen Fahrzeug pro Jahr etwa 27 Tonnen CO2 einsparen. Eine ausführliche Dokumentation und Evaluation von Energieverbrauch, Reinigungsleistung, Geräuschemission, sowie den Betriebserfahrungen begleiteten das Projekt. Die Innovationsfondsförderung half, den Mehraufwand bei der Integration innovativer Technologien in bestehende Arbeitsabläufe und Kontexte zu kompensieren, und das Projekt übertragbar zu machen. Die Freiburger Kehrmaschine dient auch anderen Städten und Kommunen als Anschauungsobjekt. Bei Erfolg können sie nach und nach dieselbetriebene mit elektrischen Straßenkehrmaschinen ersetzen. 2011 erprobte die ASF bereits in einem weiteren Innovationsfondsprojekt ein Müllauto mit diesel-elektrischem Hybridbantrieb , das weiterhin im Einsatz ist. Stadtarbeiter und Anwohner loben regelmäßig den angenehm leisen Betrieb und die niedrige Abgasemisssion. Die Stadt Achern führt ein ähnliches Projekt mit einem elektrischem Müllsammelfahrzeug und elektrischen Geräten für die städtische Gartenpflege durch. Vier wesentliche Erkenntnisse: Die technische Funktionalität der eSKM im Innenstadtgebiet konnte bewiesen werden. alle Zielsetzungen wurden erfüllt. Die Einsparungen der Betriebskosten gegenüber einer konventionellen dieselbetriebenen Staßenkehrmaschine lag im Projektzeitraum bei 82%. Die CO2-Emmissionen konnten um rd. 25t/a gesenkt werden Die Mitarbeiter haben die technische Umstellung positiv angenommen

H2-Notstromaggregat
Besançon

Umweltfreundliche H2-Notstromversorgung

Das Ziel dieses Projekts ist es, zu untersuchen, ob sich die bisher emissionsreiche Notstromversorgung auch über ein umweltfreundlicheres, auf Wasserstoff basierendes Brennstoffzellen-Aggregat regeln lässt. Die mobile Notstromversorgung erfolgt heute im Regelfall über Verbrennungsmotoren auf Basis von Benzin oder Diesel. Diese Aggregate sind sehr robust, sie sind aber nicht auf günstige Gas-, Partikel- und Lärmemissionen optimiert. Sowohl ihre Brennstoffversorgung als auch die in den Motoren notwendigen Schmierstoffe können bei einem Einsatz vor Ort zu Schadstoffeintragungen ins Wasser führen. Bei einem Einsatz von Wasserstoff als Energieträger würden sich die Emissionen und Schadstoffeintragungen verringern oder fast ganz eliminieren lassen, wenn der eingesetzte Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine auf Wasserstoff basierende technische Lösung gefunden wird, die ähnlich robust, mobil und effizient ist wie bestehende Notstrom-Aggregate. Im Projekt soll dazu ein auf Brennstoffzellen basierendes H2-Notstromaggregat und ein Wasserstoffspeicher mit hoher Energiedichte unter realen Bedingungen im Netzgebiet der bnNETZE und der Enedis (und ggf. der Überlandwerk Mittelbaden GmbH & Co. KG) auf Robustheit, Mobilität und Effizienz geprüft werden. Da es so ein Aggregat noch nicht als Serienlieferung gibt, ist im Projekt zunächst ein Screening verfügbarer Technologien, Lösungen und Anbieter vorgesehen. Wird eine Lösung gefunden, die technisch ausreichend reif ist, soll ein Notstromaggregat in der Größenklasse 100 kVA errichtet und betrieben werden, aus dem später ein in Serie fertigbares Aggregat entstehen kann. Solch ein Aggregat könnte dann in größerer Stückzahl bei den beiden Projektpartnern Enedis und badenova eingesetzt werden. Damit soll die Marktreife eines auf Wasserstoff basierenden Brennstoffzellen-Notstromaggregats geprüft und dadurch der Markteintritt für eine Gesamtlösung aus Wasserstoff-Speicher und Brennstoffzellen-Aggregat erleichtert werden.

Waldhaus Freiburg
Freiburg

Informations- und Bildungszentrum zum Thema Holz

Freiburgs Selbstverständnis als grüne Stadt lässt sich auch wortwörtlich verstehen, denn die Stadtgrenzen umschließen im europäischen Vergleich besonders viele Waldflächen. Schon früh hat die Stadt begonnen, ihre Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und diesen Ansatz aktiv nach außen zu vermitteln. Mit dem Waldhaus eröffnete das Freiburger Forstamt 2008 schließlich ein beispielhaftes Erlebnis- und Informationszentrum, das Diskussionen anstößt über die Rolle des Waldes als Naherholungsgebiet, Lebensraum und Rohstofflager. Für Schüler, Fachleute aber auch für interessierte Touristen, bietet das von einer Stiftung getragene Zentrum Ausstellungen oder Aktionstage zu Themen wie ‚Wald und Wasser’ oder ‚Waldnutzung und Holzverwendung als Beitrag zum Klimaschutz’. Das erlebnispädagogische Konzept, das die Besucher aktiv mit einbezieht, sorgt dafür, dass sie ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie der Mensch mit dem Ökosystem Wald verbunden ist. Außerdem vernetzt das Projekt neben Forstwissenschaftlern, Förstern oder Pächtern alle Beteiligen aus Politik und Medien, die sich mit dem Thema Wald auseinandersetzen. Das Gebäude selbst demonstriert, wie vielfältig der Rohstoff Holz ist. In allen Bereichen verwendeten Handwerker und Architekten dort verschiedene Holzmaterialien, um das Waldhaus zu dämmen, zu bauen oder zu heizen. Für den mittlerweile verwirklichten Erweiterungsbau, eine Holzwerkstatt, arbeitet das Waldhaus mit Gewerbeschulen zusammen. Angeleitet von Fachlehrern erlernen Schüler mit traditionellem Werkzeug die Eigenschaften von frisch geschnittenem Holz kennen. Auch über die Grenzen hinaus knüpft das Waldhaus Kontakte zu ähnlichen Vorhaben im Elsass und ist damit Vorbild für andere Umwelt- und Bildungszentren. Mehr Informationen auf der Homepage des Waldhauses Freiburg .