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Infozentrum Blickpunkt Kahlenberg

Weil die deutsche Abfallordnung seit 2005 vorschreibt, Müll nicht mehr unbehandelt zu deponieren, gehen konventionelle Mülldeponien außer Betrieb. So auch die Deponie Kahlenberg bei Ringsheim. Sie hat sich den letzten Jahren von einem herkömmlichen Mülllagerplatz zum Naherholungsgebiet gewandelt. In Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen wie dem BUND und dem NABU entstand auf dem 120 Hektar großen Gelände ein Biotop für verschiedene seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter die Gelbbauchunke oder die Heidelerche.

Gleichzeitig betreibt der Zweckverband Abfallentsorgung Kahlenberg (ZAK) dort eine innovative mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage. Mit einer höheren Energieausbeute als konventionelle Anlagen gewinnt sie – flexibel an die jeweiligen Abfallstoffe angepasst – Biogas und Ersatzbrennstoffe und stößt auf großes nationales und internationales Interesse.

Um diese umweltfreundliche Technologie besser vermarkten zu können und die Fortschritte des Biotopprojektes zu präsentieren, errichtete der ZAK auf dem Kahlenberg ein Informations- und Umweltbildungszentrum. Es richtet sich dementsprechend an zwei Besuchergruppen: An Experten für Entsorgungstechnik sowie an Vereine, Schüler und Familien, die sich bei einem Ausflug über Naturthemen informieren wollen. Das neue Gebäude bietet Raum für Vorträge, die das neue Verwertungsverfahren der Fachwelt vorstellen. Eigene und externe Experten zeigen außerdem bei Exkursionen oder in Projektgruppen Geschichte und Besonderheiten des Biotops und vermitteln, wie man Abfall effektiv vermeidet und verwertet.

In Deutschland steht in den nächsten Jahren die Schließung von etwa 300 Mülldeponien an. Der Kahlenberg, der seine Müllverwertungstechnologie vorbildhaft in eine Biotoplandschaft einbindet, bietet hierfür ein nachahmenswertes Modell.

Mehr Informationen liefert die Homepage des ZAK Kahlenberg0, sowie ein Folgeprojekt zur Verwertung von Biomasse.

Projektdaten

Projektnummer 2009-02
Projektart Umweltkommunikation
Projektträger Zweckverband Abfallentsorgung Kahlenberg
Laufzeit Juni 2008 bis Dezember 2009
Zuschuss 107.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

1. Freiburger Bildungsforum für Erneuerbare Energien
Freiburg

1. Freiburger Bildungsforum für Erneuerbare Energien

Auch wenn das Thema regenerative Energien mittlerweile schon in vielen Schulen präsent ist, fehlt den Pädagogen oft noch der Überblick über die vorhandenen Materialien oder der Austausch mit anderen Lehrern und Erziehern. Dieser Mangel war für den Verein Solare Zukunft Anlass das erste „Freiburger Bildungsforum Erneuerbare Energien“ zu organisieren. Vom 27. bis 29. April 2009 versammelte es erstmals und einmalig in Deutschland Lehrer, Organisationen und andere Akteure. Auf dem Gelände der Messe Freiburg präsentierte sich den Besuchern ein vielfältiges Programm aus Vorträgen und Workshops, beispielsweise zum Thema Umweltbildung per Onlinespiele oder berufliche Weiterbildung. Lehrmittelhersteller, Verlage, Universitäten, Institutionen und Vereine präsentierten auf einer Ausstellung ihre Arbeit während Exkursionen klimafreundliche Projekte und Unternehmen in der Umgebung vorstellten, darunter die Solarsiedlung Vauban, die Solarfabrik oder die mit Hilfe von badenova sanierten Häuser in der Freiburger Rislerstraße. Zum Abschluss verabschiedeten die Beteiligten eine ‚Freiburger Resolution’ mit dem Ziel, das Thema erneuerbare Energien im Bildungssektor stärker zu berücksichtigen. Außerdem war das Bildungsforum eingebunden in die internationale Konferenz Local Renewables Freiburg 2009, deren Teilnehmer nach Wegen suchte, erneuerbarer Energien in Städten, Gemeinden noch stärker zu fördern.