Zurück zur Übersicht

Innovative Filter im Wasserpark Europapark

Badebetriebe nutzen meist eine Sandfiltration, bei der das Wasser verschiedene Sand- und Aktivkohlefilter durchläuft. Zur Reinigung und Aufrechterhaltung der Filterfunktionen müssen diese Filter regelmäßig rückgespült werden. Dies ist wasser- und energieintensiv. In den USA und auch in einigen europäischen Ländern setzt man inzwischen mancherorts stattdessen eine Filtration mit Druckanschwemmfiltern und Perliten ein, eine Technik, die Deutschland noch nicht im Einsatz ist. Dabei werden auf einen Filterträger feine Perlitkörnchen angeschwemmt und bilden dort eine sehr effektive Filterschicht. Einmal wöchentlich werden die Anschwemmfilter gespült und anschließend wieder neu mit einer Filterschicht belegt. Das für die Rückspülung benötige Wasser wird anschließend nochmal durch eine Schlammwasseraufbereitung regeneriert und so gesäubert, dass zwischen 70 -80% des Wassers wiederverwendet werden können. Damit reduziert sich der Wasser-, Energie- und Chemikalienverbrauch deutlich.

Der Europapark plante, diese innovative Filtertechnologie in seinem neuen Wasserpark (geplante Eröffnung 2018) einzusetzen. Wegen der noch großen technischen und betrieblichen Risiken konnte das Projekt aber nicht im geplanten Rahmen durchgeführt werden und wurde deshalb zurückgezogen.

Projektdaten

Projektnummer 2016-11
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Europa-Park GmbH & Co Mack KG
Laufzeit zurückgezogen
Zuschuss -

Downloads

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Sanierung auf Passivhaushniveau mit innovativer Wärmedämmung und Monitoring
Schopfheim

Kindergarten im Passivhausstandard

Um mehr Kinder betreuen zu können, sanierte und erweiterte die Stadt Schopfheim den Kindergarten Hintermatt, ursprünglich ein Flachbau mit hohem Energieverbrauch. Die Stadt kombinierte hierfür Erdwärme mit einer sogenannten transluzenten Wärmedämmung. Diese noch recht wenig genutzte Technik verkleidet die Außenwände mit einer Schicht aus transparentem Polykarbonat. Mit nur 10 cm ist die Schicht wesentlich dünner als eine herkömmliche Wärmedämmung und ist durch ihre Luftschächte Teil des Lüftungssystems. Nachdem die Sonne die Luft erwärmt hat, fließt diese in Räume und spart so Heizenergie. Eine Wärmepumpe mit vier Erdsonden ersetzt den ölbefeuerten Heizkessel und kühlt die Räume im Sommer. Thermische Solarkollektoren unterstützen die Heizung und erwärmen das Brauchwasser. Das isolierte Dach lässt auch im Winter viel Tageslicht in die Räume. Eine ausgeklügelte Regelungstechnik steuert und überwacht das Lüft- und Heizsystem, das dadurch mit weniger Luftvolumen auskommt und kostengünstiger ist. Durch die Maßnahmen verringerte sich der Verbrauch von 65 kWh pro Jahr und Quadratmeter auf etwa 12-15 und entspricht damit dem Passivhausstandard. Die Kombination von effizientem Lüftungssystem, innovativer Dämmung und Monitoring macht Kindern, Eltern und Anwohnern tagtäglich energieeffizentes Bauen begreifbar. Weitere Informationen zur Gebäudetechnik liefert die Projektbeschreibung des Architekten Kuri (PDF, 20KB) sowie im Abschlussbericht zum Projekt.