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Innovativer Heiz- und Schulungsraum für Gewerbeschule

Als die Freiburger Richard-Fehrenbach und Walter-Rathenau Gewerbeschulen ihre Heizzentrale modernisierten, setzten sie gleich aus zwei Gründen auf innovative Anlagen. Klimafreundlich und effizient erzeugen ein Stirlingmotor, zwei Klein-BHKW und je ein Kessel für Holzpellets und Hackschnitzel etwa 15 Prozent des Wärmebedarfs. Gleichzeitig ist die Heizzentrale Ausbildungsort, der den Schülern moderne Anlagentechnologie vermittelt. Im anliegenden Schulungsraum können Azubis, Gesellen, Techniker und Meister an den Monitoren und Rechnern die technischen Daten auswerten. Auch Besichtigungen und Vorträge finden dort statt.

Im Laufe der Jahre mit weiteren Anlagen, unter anderem einer innovativen Brennstoffzelle ergänzt, ist das Schulungszentrum weiterhin Vorbild, wenn es darum geht, moderne Umweltschutztechnik anschaulich und praxisnah zu vermitteln.

Projektdaten

Projektnummer 2003-12
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Hochbauamt Stadt Freiburg
Laufzeit September 2003 bis Dezember 2006
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Molkebiogasanlage- erste Nullenergie-Käserei in Baden-Württenberg
Teningen

Molke-Biogasanlage in der Nullenergiekäserei

Die Herstellung von Milchprodukten verbraucht viel Energie; es entstehen dabei aber auch Abfallprodukte, die sich wiederum zur Energiegewinnung eignen. Dazu zählt Molke, welche die Molkereien nur bedingt als Lebens- und Futtermittel einsetzen können. Die Käserei Monte Ziego in Teningen, Baden-Württembergs größter Ziegenmilchverarbeiter, hat dieses Potential erkannt und in ihr Konzept einer Nullenergiekäserei integriert. Während ein erstes Innovationsfondsprojekt 2010 zum Bau der Nullenergiekäserei beitrug, ermöglichte das Folgeprojekt nun den Bau der mit Molke betriebenen Biogasanlage. Befeuert mit Biogas aus Molke erzeugt ein BHKW Strom und die Wärmenergie für die Käseproduktion und die Pasteurisierungsanlage. Die Ziegenmilchproduktion, und somit das Angebot an Molke, schwankt je nach Jahreszeit. Um eine gleichmäßige Energieversorgung zu garantieren, kann die Anlage daher auch mit Bioerdgas oder aber mit Kuhmolke aus anderen regionalen Molkereien betrieben werden. Die Biogasanlage ist Teil des Gesamtkonzepts Nullenergiekäserei, welche die gesamte Produktionskette vom Milchlieferanten bis zur Verpackung möglichst nachhaltig und regional gestaltet. Auf dem Dach der Käserei liefert eine Photovoltaikanlage Strom. Zusätzlich sind Wärme- und Kälteanlagen in ein energiesparendes System integriert. Dabei erwärmt die Abwärme der Kälteanlage das Warmwasser für die Milchverarbeitung. So deckt die Molkerei ihren gesamten Wärmebedarf aus erneuerbaren Energien. Die Hochschule Offenburg betreute zusammen mit den beteiligten Anlagefirmen das Projekt und sorgte für die wissenschaftliche Auswertung, so dass auch andere interessierte Molkereien auf die Erfahrungen von Monte Ziego zurückgreifen konnten und können.