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Innovativer Heiz- und Schulungsraum für Gewerbeschule

Als die Freiburger Richard-Fehrenbach und Walter-Rathenau Gewerbeschulen ihre Heizzentrale modernisierten, setzten sie gleich aus zwei Gründen auf innovative Anlagen. Klimafreundlich und effizient erzeugen ein Stirlingmotor, zwei Klein-BHKW und je ein Kessel für Holzpellets und Hackschnitzel etwa 15 Prozent des Wärmebedarfs. Gleichzeitig ist die Heizzentrale Ausbildungsort, der den Schülern moderne Anlagentechnologie vermittelt. Im anliegenden Schulungsraum können Azubis, Gesellen, Techniker und Meister an den Monitoren und Rechnern die technischen Daten auswerten. Auch Besichtigungen und Vorträge finden dort statt.

Im Laufe der Jahre mit weiteren Anlagen, unter anderem einer innovativen Brennstoffzelle ergänzt, ist das Schulungszentrum weiterhin Vorbild, wenn es darum geht, moderne Umweltschutztechnik anschaulich und praxisnah zu vermitteln.

Projektdaten

Projektnummer 2003-12
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Hochbauamt Stadt Freiburg
Laufzeit September 2003 bis Dezember 2006
Zuschuss 250.000

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Lörrach macht Elektrizität mobil
Lörrach

Elektroautos im Carsharing Lörrach

Elektrofahrzeuge beschäftigen zwar Politik, Medien und Forschung, im Alltag der meisten Menschen sind sie jedoch noch nicht angekommen. Hohe Anschaffungskosten und geringe Reichweiten machen die Elektromobile bisher wenig attraktiv für Privatpersonen. Die Stadt Lörrach und die Stadtmobil Südbaden AG kombinieren Elektroautos nun mit einem anderen Trend: Weil sich ein eigenes Auto für viele Stadtbewohner oft nicht lohnt, wird Carsharing – also das gemeinschaftliche Nutzen eines Leihautos - im Stadtverkehr in Zukunft noch zunehmen. Dort, wo die meisten Wege ohnehin recht kurz sind, fallen die noch beschränkten Laufzeiten von Elektroautos nicht ins Gewicht. Die Stadt und die Stadtmobil AG analysierten zunächst Markt und Nutzer. Dadurch lässt sich das Model anschließend sicher und einfach auf andere Städte umsetzen. Anschließend ersetzte Stadtmobil bis zu drei ihrer sechs Lörracher Autos mit Elektromobilen. Dadurch sinkt der CO2-Austoß pro Auto von bisher 147 Gramm je Kilometer um 90 Gramm. Wenn die Autos wie geplant später mit Ökostrom laufen, stoßen sie nur noch 30 g aus. Im Idealfall spart das Projekt so 14,700 Tonnen CO2 ein. Öffentlichkeitsarbeit und eine Broschüre mit den Ergebnissen ergänzen das Projekt, bei dem erstmals ein Elektroauto dauerhaft als Carsharingwagen dient. Die Zusammenarbeit von Stadt und Carsharing-Unternehmen demonstriert damit, dass Elektromobilität auch in kleineren Kommunen möglich ist. Darstellung westentlicher Projekterkenntniss Ein ERSATZ von konventionellen Fahrzeugen im CarSharing-Fuhrpark mit Ergänzung durch konventionell angetriebene Fahrzeuge, für den Einsatzzweck und die Reichweiten, die e-Autos nicht erfüllen können, ist möglich.Die in Bundesverkehrsstudien veröffentlichten Zahlen über durchschnittliche Streckenlängen von PKW-Fahrten in Agglomerationen (vgl. MID Studie¹) und damit deren Komptabilität der nutzbaren Reichweiten der Speicher von Elektromobilen wurden über Buchungsauswertungen von CarSharing-Nutzungen bestätigt.Die Praxis zeigt, dass der Großteil der Fahrten keine großen Fahrtweiten hat und grundsätzlichfast keine Nachladepausen nötig wären für die tägliche Nutzung, da zumeist das Auto mit einem recht vollen Akku zurück gebracht wird.Reichweitenängste von Kunden sind unbegründet. Man muss Ihnen aber psychologisch begegnen.Auch und insbesondere im ländlicheren Raum bzw. außerhalb von großen Ballungsgebieten kann e-Mobilität im Carsharing den Mobilitätsanforderungen der Menschen gerecht werden. Höhere Ladeströme mit Gleichstromladung sind außer ggf. für den Einsatz an Autobahnen / weite Autoreisen nicht unbedingt notwendig, wenn ein flächendeckendes Nachladesystem vorhanden ist. Man könnte auch mit günstigeren Wechselstromladesäulen weiter den generellen Infrastrukturausbau in Deutschland vorantreiben. Für den privaten Einsatz wie z.B. Parken und Nachladen bei Einkaufsgängen in die Innenstadtsind Beladezeiten von 1,5-2 h für eine Ladung (22 kW / 32 A AC) von leer auf voll durchaus akzeptabel. Sollten aber die „Stillstandszeiten“ der Fahrzeuge, wie in einem CarSharing-Betrieb(insbesondere bei hohen Auslastungsquoten der Fahrzeuge wie in der Innenstadt) reduziert sein, so bietet, die im Projekt genutzte Belademöglichkeit mit Wechselstrom und höheren Strömen (43 kW / 64 A für einen Ladepunkt), aktuell das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis. Ein technischer Kümmerer, der sich technischen und kommunikativen Probleme im Zusammenspiel der Betriebskomponenten Ladesäule, e-Auto, Buchungssystem und Rückkopplung von Kunden annimmt, ist nötig.

CO2-freie Wärmeversorgung von Wohngebäuden mit PVT-Kollektoren und Wärmepumpe
Freiburg

Kombination aus PVT-Kollektor und Speicher

Maßgeblich für den Erfolg der Energiewende ist neben der in großen Schritten voranschreitenden Stromwende, die Realisierung der Wärmewende. Mehr als 50 % des jährlichen Endenergieverbrauchs in Deutschland sind auf Wärmeanwendungen zurückzuführen. So ist der Wärmesektor jährlich für etwa 26 % der gesamten deutschen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich (Stand 2016). Vor diesem Hintergrund ist es offensichtlich, dass eine Energiewende ohne eine Wärmewende nicht gelingen kann. Trotz der dringlichen Notwendigkeit ist aktuell eine Stagnation in diesem Bereich zu erkennen, die auf das Fehlen einer zukunftsweisenden Heiztechnik schließen lässt, welche nicht nur Politik und Gesellschaft eine Perspektive aufzeigt, sondern auch von allen Marktteilnehmern, Handwerk und Verbrauchern akzeptiert wird. Ziel des Projekts ist es daher, ein innovatives und wegweisendes Konzept für die Bereitstellung von Wärme für Heizung und Trinkwarmwasser für einzelne Wohngebäude, ausschließlich basierend auf erneuerbaren Energiequellen zu realisieren. Innerhalb des Pilotprojekts wird die innovative Technik, bestehend aus Photovoltaik-Thermie-Kollektors sowie Wärmepumpe in Kombination mit Wärme- und Stromspeicher, als anwendungsreife Systemlösung entwickelt und deren Praxistauglichkeit analysiert sowie demonstriert. Zur Erhöhung der Akzeptanz werden neben den technologischen Neuerungen auch innovative Preismodelle untersucht, um durch den ganzheitlichen Ansatz einen maximalen Impuls Richtung Wärmewende zu entwickeln.