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Kleinkraftwerk im Heizungskeller

Zwar sind Blockheizkraftwerke eines der Energiekonzepte der Zukunft, bisher aber lohnten sie sich nur für größere Gebäude. Ein Feldtest der Badenova erprobte 20 Geräte einer neuen Generation von Mikro-BKHW, die sich besonders für Einfamilienhäuser eignen. Zum Einsatz kamen zwei gasbetriebene Anlagen: Der 10 Lion-Powerblock der Firma OTAg und der stirlingbetriebene Whispergen. Der Vorteil beider Modelle liegt darin, dass sie das Gas extern, außerhalb des Motors, verbrennen und deshalb weniger Schadstoffe ausstoßen als herkömmliche Verbrennungsmotoren. Unter der Hitze weitet sich das Arbeitsgas im Motor aus und treibt Kolben an, deren Bewegung ein Generator wiederum zu elektrischer Energie umwandelt. Für die nötige Kühlung sorgt ein Wasserkreislauf, in dem die Abwärme gleichzeitig Heiz- und Brauchwasser erhitzt. Im Feldtest in 20 Ein- oder Zweifamilienhäuser zeigte sich, inwieweit die Prototypen schon für den Markt geeignet waren.

Lokale Handwerksbetriebe sorgten für fachliche Betreuung während die Hochschule Offenburg das Projekt begleitete und schon im Vorfeld ein spezielles Messkonzept entwickelte. Durch das umfangreiche Monitoring standen bei Projektende 2011 erstmals ausreichend Daten zur Verfügung, um den Einsatz von Mikroblockheizkraftwerken zu analysieren.

Projektdaten

Projektnummer 2008-09
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger badenova AG & Co. KG
Laufzeit bis Juni 2010
Zuschuss 147.584

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Carla Cargo - Eigenentwicklung des Mikrocontrollers
Herbolzheim

Mehr Reichweite für Carla Cargo

2016 unterstützte der Innovationsfonds die Firma Carla Cargo bei der Entwicklung eines elektrisch-unterstützten Lastenanhängers für Fahrräder, der auch als Handwagen nutzbar ist. Im Stadtverkehr und auf kurzen Strecken können solche Anhänger mit ihrem Ladevolumen von anderthalb Kubikmetern Autos und Kleintransporter ersetzen, CO2 einsparen und die Lärmbelastung reduzieren. Damit schließt Carla Cargo eine Marktlücke mit großer Nachfrage. Die Anhänger sind schon bei verschiedenen Kunden im Einsatz, z. B in der Gemüse- und der Paketzustellung, bei einem mobilen Bienenstock und mobilen Kaffeeverkauf. 2016 bezog die Firma neue Räumlichkeiten in Freiburg Zähringen und produziert seither dort. Im Folgeprojekt bauten die Antragssteller eine leistungsfähigere und langlebigere Batterie ein, was die Reichweite auf 40-60 km erhöht, und passten die Steuerungseinheit an. Die Eigenentwicklung der zentralen Steuerungslogik erlaubt CarlaCargo gezielt auf die Anforderungen des Hängers einzugehen, dessen Stärken weiter auszuspielen und die Batterie z.B. durch einen Rekuperator möglichst effizient zu betreiben. Die Potenziale einer ausgereiften Logik sind groß und erhöhen die die Alleinstellungsmerkmale. Dazu gehört auch die aktive, vom Controller intelligent gesteuerte Motorbremse, die im aktuellen Modell für mehr Sicherheit und Fahrkomfort sorgt. Mit dem neuen, im Projekt entwickelten Modell bietet Carla Cargo in Zukunft komfortablere und nachhaltigere Transportlösungen für ökologisch orientierte Firmen und Privatleute. Drei wesentliche Erkenntnisse: Die GreenPack Kompatibilität wurde erfolgreich umgesetzt und bietet deutlich höhere Reichweiten bei gleichzeitig größerer Leistung. Das vergrößert die Anwendbarkeit der Carla Cargo Trailer deutlich. Das überarbeitete Bremssystem der aktuellen Modellreihe sorgt für mehr Sicherheit und Fahrkomfort. Die neue Produktvariante stößt auf steigende Nachfrage und bietet ein klimafreundliches Transportmittel.