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Klimaschutzkonzept für Bad Säckingen

Seit 1990 ist die Schadstoffbelastung der Luft in Bad Säckingen gestiegen, was unter anderem am Bau der Hochrheinautobahn A 98 und an der ungünstigen Lage zwischen zwei Autobahnenden liegt. Für eine Kurstadt wie Bad Säckingen ist das besonders belastend.

Zwar setzt sich die Stadt schon in vielen Einzelprojekten – beispielsweise in ihrem Energiemanagement für stadteigene Gebäude – für Umwelt- und Klimaschutz ein, bisher aber fehlte ein Gesamtkonzept, um diese Bemühungen zu bündeln. Als erste Kommune am Hochrhein entwickelte die Stadt einen Aktionsplan, um klimaschädliche Emissionen in Zukunft zu reduzieren. Dafür erstellte das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) anhand der Informationen von Energieversorgern, Schornsteinfegern oder Gebäudebestandsdaten zuerst eine CO2-Gesamtbilanz. Daraus ermittelten Experten Einsparpotentiale und verfassten konkrete Handlungspläne, wobei örtliche Akteure durch Interviews und Workshops eingebunden waren. Klimaschutz verbindet sich so mit vorhandenen Strukturen und dem wirtschaftlichen Potential ansässiger Betriebe.

Durch das Energiekonzept ist Bad Säckingen Teil eines internationalen Benchmarksystems, das es ermöglicht Fortschritte im kommunalen Klimaschutz in Japan, Deutschland und den USA kontinuierlich zu bewerten.

Projektdaten

Projektnummer 2008-20
Projektart Forschung und Studien
Projektträger Stadt Bad Säckingen
Laufzeit bis Juni 2009
Zuschuss 17.378

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Auswirkungen von Ureasehemmstoffen auf die Mikrobiologie und die Grundwasserqualität
Freiburg

Ureasehemmstoffauswirkung im Grundwasser

Entsprechend der Fassung der Düngeverordnung vom 26. Mai 2017 darf Harnstoff als Düngemittel ab dem 1. Februar 2020 zur Düngung nur noch aufgebracht werden, soweit ihm ein Ureasehemmstoff zugegeben ist oder unverzüglich, jedoch spätestens innerhalb von vier Stunden nach der Aufbringung eingearbeitet wird. Hierfür sind laut der Düngemittelverordnung vom 05. Dezember 2012 zwei Stoffe bzw. Stoffgemische zugelassen. Informationen zur Wechselwirkung mit der Mikrobiologie sowie zum Abbau- oder Verlagerungsverhalten der einzelnen Ureasehemmstoffe sind bislang nur unzureichend dokumentiert. Um diese Wissenslücke zu schließen, sollen Versuche im Feld- und Labormaßstab durchgeführt werden. Im Feld werden in zwei Wasserschutzgebieten Bodenproben von Ackerflächen entnommen, die mit Harnstoff mit und ohne Ureasehemmstoff gedüngt wurden. Diese Proben werden hinsichtlich summarischer mikrobiologischer Parameter (Kulturverfahren) und auf Ureasehemmstoffe untersucht. Parallel sollen in Lysimeterversuchen im Labor unterschiedliche Ureasehemmstoffe bei gleichen Bedingungen eingesetzt werden. Das anfallende Sickerwasser wird auf die eingesetzten Ureasehemmstoffe und die entsprechenden mikrobiologischen Parameter analysiert. Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Ureasehemmstoffen und Mikrobiologie näher zu charakterisieren. Weiterhin sollen die generelle Beimischung geprüft und Empfehlungen zur Auswahl eines geeigneten Ureasehemmstoffes mit möglichst geringer Grundwassergefährdung gegeben werden. Die aussagekräftigsten Parameter zur Standorteinschätzung sollen identifiziert und daraus eine übertragbare Monitoringstrategie abgeleitet werden. Diese Betrachtungen beinhalten neben den Auswirkungen der betrachteten Ureasehemmstoffe auf die Mikrobiologie und dem Abbau der Stoffe durch Mikroorganismen auch die Bewertung einer möglichen Reduzierung klimarelevanter Gase.