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Transparente Überdachung spart Energie

Umbau und Überdachung des offenen Innenhofs als Mensa und Ganztagsbereich

Mit dem neuen transparenten Foliendach über seinem Innenhof, macht das Lahrer Max-Planck-Gymnasium einen doppelten Gewinn: Zum einen vergrößert sich die Nutzfläche um 1200 Quadratmeter, zum anderen verringert sich der Heizbedarf massiv. Isoliert von den Außenwänden der Gebäude ähnelt der Innenhof einem mit Folie überspanntem Frühbeet, das die Sonne aufwärmt. So spart die Schule pro Jahr etwa 100 Megawattstunden Heizenergie. Erstmals an einer deutschen Schule eingesetzt, zeichnet sich das Foliendach durch eine so genannte pneumatische Verschattung aus: Luftdruck bringt mit Lamellen bedruckte, übereinander gereihten Folienkissen in unterschiedliche Positionen. Im Sommer beispielsweise legen sie sich aufeinander um so den Innenhof gegen starken Sonnenschein abzuschirmen.

Die neu gewonnene Fläche nutzen die Schüler unter anderem als Mensa, welche das Angebot der künftigen Ganztagesschule ergänzt. Mit dem Foliendach zeigt Lahr, wie man mit innovativer Technologie Gebäude energieeffizienter macht.

Projektdaten

Projektnummer 2008-11
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Stadt Lahr
Laufzeit bis Dezember 2011
Zuschuss 231.900

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Holzvergaser auf Basis von Holzpellets und BHKW inkl Monitoring, im BHKW Landwasser
Freiburg

Holzvergaser-BHKW in Landwasser

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Molkebiogasanlage- erste Nullenergie-Käserei in Baden-Württenberg
Teningen

Molke-Biogasanlage in der Nullenergiekäserei

Die Herstellung von Milchprodukten verbraucht viel Energie; es entstehen dabei aber auch Abfallprodukte, die sich wiederum zur Energiegewinnung eignen. Dazu zählt Molke, welche die Molkereien nur bedingt als Lebens- und Futtermittel einsetzen können. Die Käserei Monte Ziego in Teningen, Baden-Württembergs größter Ziegenmilchverarbeiter, hat dieses Potential erkannt und in ihr Konzept einer Nullenergiekäserei integriert. Während ein erstes Innovationsfondsprojekt 2010 zum Bau der Nullenergiekäserei beitrug, ermöglichte das Folgeprojekt nun den Bau der mit Molke betriebenen Biogasanlage. Befeuert mit Biogas aus Molke erzeugt ein BHKW Strom und die Wärmenergie für die Käseproduktion und die Pasteurisierungsanlage. Die Ziegenmilchproduktion, und somit das Angebot an Molke, schwankt je nach Jahreszeit. Um eine gleichmäßige Energieversorgung zu garantieren, kann die Anlage daher auch mit Bioerdgas oder aber mit Kuhmolke aus anderen regionalen Molkereien betrieben werden. Die Biogasanlage ist Teil des Gesamtkonzepts Nullenergiekäserei, welche die gesamte Produktionskette vom Milchlieferanten bis zur Verpackung möglichst nachhaltig und regional gestaltet. Auf dem Dach der Käserei liefert eine Photovoltaikanlage Strom. Zusätzlich sind Wärme- und Kälteanlagen in ein energiesparendes System integriert. Dabei erwärmt die Abwärme der Kälteanlage das Warmwasser für die Milchverarbeitung. So deckt die Molkerei ihren gesamten Wärmebedarf aus erneuerbaren Energien. Die Hochschule Offenburg betreute zusammen mit den beteiligten Anlagefirmen das Projekt und sorgte für die wissenschaftliche Auswertung, so dass auch andere interessierte Molkereien auf die Erfahrungen von Monte Ziego zurückgreifen konnten und können.